Razer Adaro Stereo

HiFi-Sound mit Retro-Charme

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Kurz & knapp

Ein rundum zufriedenstellender Hifi-Hörer, der eher den jungen Rap-Fan zufriedenstellen wird, als den Singer/Songwriter-Liebhaber in seinem großen Vinylhörzimmer.

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Geschlossener Over-Ear HiFi-Kopfhörer, der eher für Black Music und Elektronik geeignet ist.

Haptik und Sitz

Der Adaro Stereo von Razer ist offensichtlich primär für den Einsatz zu Hause oder auf den Ohren, während man sich zur Arbeit bewegt, gedacht, denn der Lieferumfang besteht lediglich aus dem Kopfhörer. Eine Transporttasche sucht man leider vergebens. Unabhängig davon sitzt der Over-Ear-Kopfhörer im 70er-Retro-Look angenehm fest auf dem Kopf. Störendes Drücken an den Ohren oder am Bügel gibt’s bei diesem Kopfhörer glücklicherweise nicht – den dicken Kunstlederpolstern sei Dank. Der Hörer ist stabil gebaut, der Mechanismus zum Einstellen der Größe greift die Funktionsweise alter Klassiker auf und setzt auf Metallschienen, auf denen die Hörmuscheln gelagert sind.

Dezenter Klang

Das Kopfhörerkabel in knalligem Neongrün deutet auf eine eher junge Zielgruppe hin. Umso mehr überrascht es, dass der Klang eher zurückgenommen und beinahe unaufgeregt ist. Das Bassfundament wird zwar mit einer Portion Betonung in den Vordergrund geschoben. Glücklicherweise hält es sich aber noch in Grenzen. Lediglich die im Frequenzbereich etwas hoch angesetzte Anhebung steht dem Kopfhörer nicht ganz so gut zu Gesicht. Trotz der Bassbetonung klingen die Bassdrums noch impulsstark und durchsetzungsfähig. Auch die Höhen zeigen sich vergleichsweise offen. Könnten aber noch einen kleinen Schwung an Luftigkeit gebrauchen. Bei Black Music und Elektronik macht er eine besonders gute Figur. Auch Pop und Rock meistert er frisch und lebendig. An manchen Stellen vermisst man noch ein letztes Quäntchen Auflösung. Die Mitten leiden etwas unter der hoch angesetzten Bassanhebung. Hier wirken gerade akustische Stücke aber auch Jazz etwas gedrängt und angestrengt im Klang.

Ganz klar für HiFi geeignet

Aufgrund der Betonung der Bässe sowie unteren Mitten und der daraus resultierenden Schwammigkeit eignet er sich mehr für HiFi- als für Studioanwendungen. Hier garantiert er aber lange Hör-Sessions ohne große Ermüdung. Ein zusätzlicher Adapter auf große Stereoklinke wäre für diesen Einsatzbereich wünschenswert gewesen. Die nicht vorhandene Transporttasche und fehlende Faltbarkeit des Kopfhörers machen die Mitnahme auf Reisen eher etwas komplizierter. Insbesondere die gute Abschirmung des Over-Ear-Hörers würde sich auf langen Flug- oder Zugreisen gut machen. Und gerade für jüngere Semester ist auch das grüne Kabel ein reizvoller Hingucker.

Fazit

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Über den Autor:

Von Nils Neuneier-Quak
Redakteur

Nils Neuneier-Quak ist Redakteur, Autor und Musiker mit Fokus auf modulare Synthesizer und Computer-basierten Produktionen. Zudem ist er leidenschaftlicher Musikhörer zwischen Experiment, Noise und elektronischer Musik.

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