Schädelmassierende Vibrationen verspricht der Crusher mit dem integrierten Bass-Shaker. Klanglich ist er dennoch ausgewogen und bewegt sich somit zwischen den Welten.

Features

Der Crusher von Skullcandy hat ein besonderes Gimmick: Mit einem aktiven Verstärker und einem Shaker soll er ein spürbares Basserlebnis produzieren können. Dafür ist eine AA-Batterie erforderlich, die den Verstärker mit der notwendigen Leistung versorgt. Für den normalen Betrieb ist sie jedoch nicht erforderlich.
Skullcandy legt ein Kabel mit Fernbedienung und Mikrofon für Apple-Geräte bei, ebenso eine Tasche.

Verarbeitung

Der Crusher ist mit Ausnahme der Ohrpolster komplett aus Kunststoff gefertigt. Dieser fasst sich leider nicht gut an, schon wenn man den Crusher in die Hand nimmt, wirkt er nicht sonderlich wertig. Beim Schütteln klappert der Bügel und es klingt hohl aus den Ohrmuscheln – auch nicht wirklich vertrauenserweckend. Die Ohrpolster sind aus einem weichen Kunstleder und sind mit einer silbernen Ziernaht versehen. Die Fernbedienung macht einen ähnlichen Eindruck, das Kabel und die Stecker selbst wirken hochwertiger.

Tragekomfort

Mit über 230 Gramm drückt das Gewicht wegen des schmalen Kopfpolsters schon recht deutlich auf den Kopf. Der Bügel lässt sich für große Köpfe nicht weit genug ausziehen. Konsequent ist, dass die Ohrpolster unten nicht mehr richtig anliegen und abdichten. Andererseits sitzen die weichen, großen ohrumschließenden Polster sehr bequem.

Klang

Wer Hörer von Skullcandy kennt, hat in Sachen Klang keine großen Erwartungen. Umso größer die Überraschung beim Crusher: Es ertönt ein warmer, runder recht offener Klang ohne alles überschattende Bässe, ohne spitze oder dumpfe Höhen und ohne größere Löcher oder Peaks im Frequenzgang. Es gibt zwar eine leichte Bassbetonung mit einem ziemlich weichen Bass, aber diese verhilft dem Crusher zu etwas Lebendigkeit im Klang. Von da an fällt der Frequenzgang zu den Höhen ab, was für den warmen, ja fast schon langweilig leblosen Klang sorgt.

Der Shaker

Die Idee an sich mag gut klingen, Skullcandys Umsetzung ist aber nicht fehlerfrei. So reagiert der interne Verstärker erst ab recht hohen Pegeln, reagiert dann aber umso heftiger. Der Stärkeregler an der linken Muschel reagiert bis zur 50-%-Einstellung praktisch gar nicht und setzt auf den letzten 50% sehr stark ein. Der Effekt selbst ist leider nicht das, was man sich im ersten Moment vorstellt: Anstatt die Bassschläge spürbar zu verstärken, vibriert das System nach dem eigentlichen Bassschlag und verwäscht so den ursprünglichen Einschlag. Es reagiert bei Bässen zwischen 60 und etwa 80Hz und kann eine sehr starke, deutlich spürbare Vibration verursachen. Interessant ist, dass der Kopfhörer nicht bei jeder Art von Bass reagiert, zuverlässig funktioniert das nur bei tiefen, elektronischen Bässen.

Fazit: Skullcandy Crusher
von Ben Seemann

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Der Crusher klingt gut. Für seine Preisklasse sogar ziemlich gut. Relaxt spielt er alles ab, was man ihm vorsetzt. Wer starke Bässe erwartet, wird jedoch enttäuscht. Das ist etwas widersprüchlich, da der Bassshaker vor allem bei tiefen, elektronischen Bässen, arbeitet. Den sollte man ausprobiert haben – aber selbst ohne ist der Skullcandy Crusher sein Geld wert.

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Technische Daten

Bauform
Over-Ear
Bauweise
geschlossen
Impedanz
33,6 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
102,71 dB
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
756 g
Gewicht mit Kabel
248 g
Gewicht ohne Kabel
235 g
Kabellänge
135 cm

Lieferumfang

  • Tasche

Besonderheiten

  • Variabler Bass (klingt wie ein Subwoofer im geschlossenen Kofferraum aus 10 m Entfernung, schwingt lange nach, 65hz Peak)

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