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Sony WF-1000XM6

Nächste Generation der Top-In-Ears von Sony

Kurz & knapp

Klanglich superb, mit hervorragendem ANC, natürlichem Transparenz-Modus und sehr guter Sprachqualität – die Sony WF-1000XM6 erfüllen alle Erwartungen auf hohem Niveau. Wer nach ausgereiften In-Ears sucht, findet mit den XM6 das Beste, was Sony derzeit zu bieten hat.

Vorteile:
  • Sehr guter Klang
  • Hervorragendes Noise Cancelling
  • Natürlicher Transparenzmodus
  • Geringe Windanfälligkeit
  • LC3 & LDAC
  • Erstklassige Sprachqualität bei Telefonaten
Nachteile:
  • Klangsprung bei aktiviertem ANC/Transparenz
  • Unpräzise Automatiken
  • Unaufgeräumte App
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Die WF-1000XM5 sind seit Juli 2023 auf dem Markt – und Sony hat sie jetzt mit den WF-1000XM6 konsequent auf den aktuellen Stand gebracht. Sehen so Sieger aus? Wir finden es raus.

Die Hardware

Die Sony WF-1000XM6 haben ein deutliches Make-Over erhalten. Die Form hat sich von Tropfen zu Bohne gewandelt – sie sind dabei etwas kompakter und schwerer als der Vorgänger geworden. Grund dafür: acht Mikrofone statt sechs. Die Treiber sind mit 8,4 Millimeter Durchmesser gleich geblieben, laut Sony wurde aber der Materialmix verbessert.

Es bleibt bei der Schutzklasse IPX4 – für einen Regenguss beim Joggen gerade noch ausreichend, aber nicht mehr. Bei so teurer Technik wäre ein besserer Schutz durchaus wünschenswert.

Beim Ohrstöpsel-Fitting lohnt sich etwas Geduld. Vier Paare aus Memory-Foam liegen bei – XS bis L. Der richtige Sitz ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für optimales ANC. Geduldiges Drehen und Anpassen zahlt sich also aus.

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Das Ladecase hat sein ovales Design abgelegt und steht jetzt aufrechter und kantiger da – was praktisch ist, die Hosentasche aber nicht entlastet. Trotzdem gefällt mir die straightere Form besser.

Geladen wird drahtlos oder via USB-C, das Kabel liegt bei. Der Stecker auf der anderen Seite ist USB-A. Im Jahr 2026 ist das beinahe nostalgisch.

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Sony WF-1000XM5

Der Vorgänger mit tropfenförmigem Design – sechs statt acht Mikrofone, aber klanglich bereits auf sehr hohem Niveau und oft günstiger zu haben.


Specs, Funktionen und App

Bluetooth 5.3, Multipoint für zwei Geräte gleichzeitig, SBC, AAC, LDAC und LC3 – technisch ist alles an Bord, was man in dieser Klasse erwarten sollte. Zur Steuerung gibt es Touchflächen auf den Gehäuserückseiten. Sie reagieren präzise und zuverlässig und ignorieren auch mal den Griff ans Ohr, um etwas nachzudrücken.

Neu in der App: Die Gesten lassen sich komplett frei belegen – nicht mehr nur blockweise. Das ist eine echte Verbesserung. Besonders gut: Die Lautstärke per Dauertippen regulieren (links runter, rechts rauf). Klingt seltsam, funktioniert aber hervorragend.

Die App Sound Connect ist manchmal das Gegenteil von intuitiv, da sie so viele Einstellungs- und Anpassungsmöglichkeiten bietet. Die Übersicht zu behalten, fällt bei den verschachtelten Menüs manchmal etwas schwer. Wer sich einen eigenen Startbildschirm aus Widgets zusammenstellt, kommt besser zurecht und schneller ans Ziel.

Die Feature-Liste ist aber auch sehr lang: EQ-Presets, 10-Band-EQ, Speak-to-Chat, Multipoint, Passteste und Soundoptimierungen, orts- und bewegungsabhängige Automatiken. Manches davon ist nützlich, anderes dagegen wirkt etwas verspielt. Man muss sich echt einarbeiten, um alles aus dem Produkt herauszubekommen.

Wer Dolby Atmos bzw. Spatial Audio sucht, findet bei Sony eine eigene Lösung und die heißt 360° Reality Audio. Auf den ersten Blick wirkt die Integration mit einer Extra-App etwas umständlich, wer aber Amazon Music Unlimited, Tidal oder Deezer nutzt, findet Produktionen, die das Format unterstützen.

Sound

Klanglich spielen die Sony WF-1000XM6 frei auf, wirken vom Subbass-Bereich bis in weite Höhen hinauf absolut rund und unfassbar klar. Alles ist weit, offen und schön samtig bei weicher Abstimmung, die sehr intensiv und durchdringbar erscheint, dass man sich manchmal in den Klängen verliert, so tief kann man eintauchen. Präzise bei Druck und Details, bei wirklich hoher Auflösung und klarer Bühne.

Seltsam ist dabei nur der sehr markante Klangsprung, wenn das ANC aktiviert wird, was mit einer ausgesprochen prägnanten Verdichtung und Intensivierung des Sounds einhergeht. Deutlich mehr Bass, mehr Präsenz und ein viel dichteres Klanggewebe. Da wirkt der Klang bei deaktiviertem ANC eher luftiger, dünner und unterkomplexer, und selbst mit vehementem Einsatz des Equalizers vermag er nur schwer an den ANC-Klang heranzureichen.

In letzter Konsequenz bedeutet das, diese Funktion (oder den Transparenzmodus) immer aktiviert zu lassen, um den optimalen Soundeindruck zu erhalten – was sich natürlich negativ auf die Akkuleistung auswirkt.

Auf der Suche nach Inhalten für das Sony-eigene 360° Reality Audio finde ich bei Amazon Music Unlimited so einiges. Auch wenn der Katalog nicht so üppig bestückt ist, wie man es von Dolby Atmos-Produktionen mittlerweile gewohnt ist. Eigentlich schade, denn die Alternative macht auf den Sony WF-1000XM6 echt Laune. Es weitet die Bühne ungemein, macht Instrumente besser ortbar und bringt so soundtechnisch einen echten Mehrwert, den man auch sofort hört. Toll bei Amazon Music: Man kann zwischen den Soundformaten hin- und herspringen und direkt den Unterschied hören.

Damit das alles auch optimal auf die Ohren eingestellt wird, bietet Sony in der App einen Setup-Prozess an, wo ein Hörprofil erstellt und kompatible Apps einer Optimierung unterzogen werden.


Technics EAH-AZ100

Die Technics EAH-AZ100 sind definitiv eine klare Empfehlung für audiophile Hörer, die kompromisslosen Klang und hohen Komfort suchen. Mit LDAC-Unterstützung für hochauflösende Audioqualität, Adaptive ANC auf Top-Niveau, Multipoint-Konnektivität und Dolby Atmos mit Headtracking bieten sie ein beeindruckendes Gesamtpaket.


ANC und Transparenzmodus

Gutes ANC beginnt mit dem richtigen Sitz. Ein App-gestützter Dichtigkeitstest hilft dabei. Ist der Sitz korrekt und das ANC aktiviert, setzt eine angenehme Ruhe ein – ohne Taucherglocken-Feeling.

Straßenlärm wird breit reduziert: Rumpeln ebenso wie hochfrequente Abrollgeräusche. Stimmen werden leiser und unauffälliger. Das Büro um einen herum löst sich nicht auf, tritt aber deutlich in den Hintergrund. Der neue QN3e-Prozessor arbeitet spürbar natürlicher als übliche ANC-Systeme – weniger Höhlenfeeling, mehr Abstand zur Welt.

Zwei Punkte fallen dabei auf: Das Grundrauschen im ANC-Betrieb ist gegenüber dem Vorgänger leicht erhöht. Und der bereits erwähnte Klangsprung beim Aktivieren bleibt ein echter Kritikpunkt.

Der Transparenzmodus ist sehr gelungen. Bei dieser Umgebungsgeräuschfunktion bietet Sony mit einem 20-stufigen Durchlässigkeits-Slider, einer Automatik und dem Fokus auf Stimmen deutlich mehr Einstellmöglichkeiten als beim ANC, welches nur aktiviert oder abgeschaltet werden kann.

Ich finde den Transparenzmodus sehr gut – er klingt natürlich, rauscharm und überhaupt nicht technisch. In der Maximaleinstellung sind die Höhen leicht überbetont, was kein Dealbreaker ist. Der Stimmenfokus-Modus schafft einen guten Kompromiss zwischen Offenheit und Abschirmung und hilft, um zum Beispiel Durchsagen besser hören zu können.

Besonders stark: die Windresistenz. Auf dem Rad bei Gegenwind bleibt der Transparenzmodus nutzbar – bei manchen Konkurrenzprodukten ist das ein Rauschen und Kreischen. Bei Sony: ein mittleres, angenehmes Grundrauschen, das kaum stört. Klares Lob an die Ingenieure.

Telefonate und Akkulaufzeit

Zwei Feedforward-Mikrofone, Knochenschallsensoren, KI-Beamforming – das Ergebnis ist überzeugend. Stimmen kommen klar und nah, auch am lauten Straßenrand. Die härteste Kritikerin in Sachen Kopfhörer-Telefonate in meinem Haushalt hat das Gespräch nicht als solches wahrgenommen. Das sagt mehr als jede Messkurve.

Sony gibt 8 bis 12 Stunden Laufzeit an – je nach ANC-Nutzung. Da ANC für den besten Klang nötig ist, läuft man eher auf der unteren Grenze. Da hat sich also gegenüber dem Vorgänger, der die gleichen Werte hat, nichts getan.

Fazit

Die Audioprofis aus Japan haben die Sony WF-1000XM6 an vielen Stellen optimiert. Mehr Mikrofone, bessere Chips, verbessertes ANC. Das zeigt Wirkung – klanglich und technisch und macht die XM6 zum Besten, was der Markt für In-Ears gerade zu bieten hat.

Dabei überzeugt auch die schlichte Eleganz der Hardware und, ja! Auch die App überzeugt. Sie ist zwar unübersichtlich, bietet letztendlich aber eine Überfülle an Einstellmöglichkeiten, Anpassungen und Funktionen, die ihresgleichen suchen.

Bei Sony gehören Expertise und Spieltrieb nunmal zusammen und das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen. Die Sony WF-1000XM6 sind echte Champions.


Sony WH-1000XM6

Die Over-Ear-Version mit erstklassigem ANC, LDAC und 30 Stunden Akkulaufzeit – für alle, die längeren Tragekomfort und noch mehr Isolation brauchen.


Sony WF-1000XM6 Vs. Sony WF-1000XM5 – Unterschiede zum Vorgänger

Sony hat beim Sprung vom WF-1000XM5 zum WF-1000XM6 an mehreren Stellen nachgebessert – allerdings nicht überall gleich deutlich.

Klang

  • XM6: Etwas natürlicherer, musikalischerer Sound mit etwas besserem Bass und mehr Druck
  • XM5: Etwas klarer und detaillierter, aber im Vergleich ein wenig schlanker und weniger körperhaft

ANC (Geräuschunterdrückung)

  • XM6: Verbessertes ANC dank neuem QN3e-Prozessor und 8 Mikrofonen
  • XM5: nach wie vor sehr gutes ANC dank QN2e-Prozessor und 6 Mikrofonen

Design und Bauform

  • XM6: Kompakter, bohnenförmig, etwas schwerer (6,2 g pro Hörer)
  • XM5: Tropfenförmig, etwas leichter (5,9 g pro Hörer)

Ladecase

  • XM6: Kantiger, aufrechter stehend – praktischer, aber voluminöser
  • XM5: Ovales, flacheres Design – kompakter in der Tasche

Akkulaufzeit

  • XM6: 8 Stunden (Buds) + 16 Stunden (Case) = 24 Stunden gesamt
  • XM5: 8 Stunden (Buds) + 16 Stunden (Case) = 24 Stunden gesamt
  • Ergebnis: Keine Verbesserung

Telefonqualität

  • Beide Modelle: Sehr gute Sprachqualität dank mehrerer Mikrofone und KI-Beamforming – vergleichbar

Bluetooth-Codecs

  • Beide Modelle: Bluetooth 5.3 mit SBC, AAC, LDAC – identisch
  • Was fehlt: Kein aptX bei beiden Modellen

Farben

  • XM6: Gojischwarz, Platinsilber
  • XM5: Schwarz, Silber, Smokey Pink (eingestellt)

Preis-Leistungs-Verhältnis

  • XM6: Aktueller Flagship-Preis – teurer
  • XM5: Oft mit Rabatt erhältlich – besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für preisbewusste Käufer

Fazit: Lohnt sich das Upgrade?

Ja, wenn Klangqualität und ANC absolute Priorität haben. Der Sony WF-1000XM6 klingt etwas musikalischer, natürlicher und bassbetonter; und das ANC ist durchaus besser. Wer bereits den XM5 besitzt, kann aber beruhigt bei ihm bleiben. Der Unterschied ist hörbar, aber nicht revolutionär. Für Neukäufer ist der Sony WF-1000XM6 die bessere Wahl, es sei denn, ein deutlich im Preis reduzierter XM5 ist verfügbar.

FAQ: Häufige Fragen zu den Sony WF-1000XM6

Wie lange hält der Akku?

8 bis 12 Stunden je nach ANC-Nutzung. Da ANC für den besten Klang empfohlen wird, liegt die reale Laufzeit eher bei 8 Stunden.

Sind die Sony WF-1000XM6 wasserfest?

IPX4 – ausreichend für Regen beim Joggen, aber nicht für intensiven Wasserkontakt.

Unterstützen die WF-1000XM6 Spatial Audio?

Nein, es gibt kein natives Spatial Audio oder Headtracking. Sony verweist auf Drittanbieter-Apps und das hauseigene 360° Reality Audio.

Welche Bluetooth-Codecs werden unterstützt?

Bluetooth 5.3 mit SBC, AAC, LDAC und LC3. Multipoint für zwei Geräte gleichzeitig ist ebenfalls an Bord.

Warum klingt der Sound mit ANC besser?

Mit aktiviertem ANC ist der Klang deutlich dichter, bassbetonter und präsenter. Ohne ANC wirkt der Sound luftiger und dünner – ein markanter Unterschied, der auch per EQ kaum auszugleichen ist.

vor 1 Tag von Sven Opitz
  • Bewertung: 4.63
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 Hz - 40 kHz
  • Gewicht ohne Kabelje ca. 6,5 g, Case ca. 47 g
  • Kabellänge100 cm

Lieferumfang

  • 4 Paar Ohrpassstücke aus MF (XS, S, M, L)
  • USB-C-Ladekabel
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • Farbe: Gojischwarz oder Platinsilber
  • BT-Codecs: SBC, AAC, LDAC, LC3
  • BT-Version: 5.3
  • BT-Profile: A2DP, AVRCP, HFP, HSP, TMAP, CSIP, MCP, VCP, CCP

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