Kurz & knapp
Wer stärkeren audiophilen Stoff mit definierterem Frequenzgang braucht, sollte mal die größeren ohrumschließenden Modelle wie „Destiny“ oder „Rise up“ im Hause Marley besuchen. Wer dagegen lieber die Freiheit eines kompakten On-Ears sucht und seine Ansprüche ein wenig herunterschraubt, kann auch mit dem House of Marley Liberate ganz gut chillaxen.
Affiliate-links:
Mit "*" gekennzeichnete Preise sind Affiliate Links. Diese Werbelinks helfen uns bei der Finanzierung unserer Seite. Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision, der Preis bleibt für euch aber immer gleich. Vielen Dank für eure Unterstützung!
Mit dem Liberate bietet House of Marley einen leichten Casual-On-Ear-Kopfhörer mit druckvollem Bass-Repertoire an. Dank des coolen Looks und den verwendeten nachhaltigen Materialen können sich selbst die Hipster-Veganer aus Berlin mit gutem Gewissen die Beats schmecken lassen.
Der Verarbeitungsmix groovt für die Erde
Natürlich wird auch beim Liberate der House of Marley Öko-Company-Kodex eingehalten: recycelte Kunststoffe, wiederverwertetes Alu, FSC-zertifiziertes Holz an den Hörern – so kann man ihn mit „gutem Gewissen“ als umweltfreundliches Design-Stück bezeichnen. Der Sitz des Metallbügels ist luftig-angenehm und nicht aufdringlich. Die Verstellmöglichkeiten der Größe sind allerdings limitiert. Gut möglich, dass Musikhörer mit kleinerem Kopfumfang den Sitz vielleicht zu locker empfinden. Die soften Leder-Pads liegen sanft auf und drücken auch bei längeren Hörausflügen nicht. Zum Mitnehmen verpackt man den Hörer in ein schmuckes Sackerl, natürlich aus Hanf-Fasern gefertigt.
Das textilummantelte Kabel fühlt sich kuschelig am Hals an. In der Mitte ist ein kleine Remote plus Mikrofon eingelassen. An ihr regelt man zielsicher Lautstärke, Track-Wiedergabe und nimmt Anrufe entgegen.
Dröhnendes Soundsystem
Beim Liberate wurde leider etwas mehr Augenmerk auf den hippen Look, als auf den Sound gelegt. Im Bass-Bereich schlägt sich der On-Ear-Kopfhörer noch in Ordnung. Bei Dub, Elektronik oder Dance spricht er eine ausgeprägte, tiefergelegte Sprache und lässt die 808-Beats selbstbewusst durch die Straßen von Kingston wummern.
Die Mitten rauchen dagegen ab, was Schade ist. Besonders bei Klassik-Klängen, Akustik, Pop und Indie-Tracks bleiben anspruchsvollen Hörern somit viele schöne Facetten und Nuancen von Songs verborgen. Ähnlich ist es bei den Höhen, die zahm und leicht unmotiviert flach am Frequenzstrand chillen und nicht gerade zum Höhenflug ansetzen.
How deep is your love?
Die positive Vibrations bei der Verarbeitung sind beim Liberate Trumpf. Mit dem Sound kann der House of Marley-Kopfhörer dagegen nicht die Welt retten. Im Bass-Bereich pustet er aus seinem kleinen Soundsystem tüchtig und druckvoll in den Gehörgang. Im Mitten- und Höhen-Bereich geht dem schmucken On-Ear-Brother die Luft aus.
Fazit
Affiliate-links:
Mit "*" gekennzeichnete Preise sind Affiliate Links. Diese Werbelinks helfen uns bei der Finanzierung unserer Seite. Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision, der Preis bleibt für euch aber immer gleich. Vielen Dank für eure Unterstützung!