Die Liste an DJs, die den NS900 Live von Nocs zu ihrem Arbeitsgerät gemacht haben, reicht von Dixon, über Glitch Mob, bis hin zu Gui Boratto, Chopstick & Johnjon und Pan-Pot. Ob der NS900 auch bei den kritischen Lesern von kopfhoerer.de punkten kann, haben wir getestet.

Beim NS900 Live handelt es sich um einen dynamischen, ohraufliegenden Kopfhörer, dessen 40-Millimeter-Titan-Membranen mit einer Impedanz von 35 Ohm (gemessen) gegen den Verstärker antreten. Der Packungsinhalt umfasst neben dem Kopfhörer selbst, insgesamt drei verschiedene Anschlusskabel: ein 1,4 Meter langes Spiralkabel und zwei, jeweils 1,2 Meter messende, gerade Kabel, die mit einer Mikrofon- und Lautstärkesteuerung ausgestattet sind. Davon ist eins für Apple-, das andere für Android-/Windows-Geräte ausgelegt.

First Contact

Schon beim optischen und haptischen Erstkontakt weiß der NS900 Live zu gefallen, denn die Verbindung einer nüchtern minimalistisch-technischen Konstruktion, mit dem nicht minder puristischen Design gibt ein ebenso stimmiges wie stilvolles Gesamtbild ab. Auffällig ist dabei der umlaufende Stahlbügel aus einem Stück, an dem alle Einzelteile wie Kopfpolster und Hörmuscheln angeschraubt sind. Gerade die Montage mit insgesamt zehn Inbusschrauben (acht für das Kopfpolster, zwei für die Hörmuscheln) trägt viel zu dem guten, im besten Sinne „technisch-ingenieurhaften“ Gesamteindruck bei: Hier ist nix aus Plastik und verklebt, sondern alles ordentlich verschraubt.

Wer hören will, muss warten

Wie viele andere Hersteller auch empfehlen Nocs für ihren Hörer eine 20-stündige „Einspielphase“, in der man ihn beiseitelegt und einfach laufen lässt, damit die Membranen ihre volle Flexibilität und damit Wirkungsgrad erreichen.
Entsprechend gespannt setze ich am Folgetag den NS900 auf die Ohren: Er begrüßt mich mit einem ebenso druckvollen wie aufgeräumten Klangbild, dem allerdings etwas mehr Breite im Stereofeld nicht geschadet hätte. Bässe und Mitten werden mit schönem Punch und Präsenz abgebildet, wobei hier besonders die Pegelfestigkeit bei hohen Lautstärken und die gute Außengeräuschabschirmung positiv ins Gewicht fallen. Im Hochtonbereich wäre allerdings noch ein bisschen mehr Plastizität möglich gewesen. Auffällig ist beim NS900 Live auch eine leichte Indifferenz im Bereich der Hochmitten. Gerade hier, wo sich die Präsenz und Agilität eines Kopfhörers zeigen, wirkt er etwas weniger motiviert als beispielsweise der HD-25 II von Sennheiser. Nutzt man den NS900 Live beim Auflegen, relativiert sich dieses Defizit, denn bei großen Abhörlautstärken ist ein etwas abgeschwächter Höhen/Mittenbereich erfahrungsgemäß durchaus angenehm.

Fazit: Nocs NS900 Live
von Numinos

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Optisch und mechanisch kann der Nocs 900 Live absolut überzeugen, auch die Ausstattungsvielfalt mit drei Anschlusskabeln ist vorbildlich. Klanglich liefert er eine solide Leistung, wobei die Neutralität in den Hochmitten Geschmackssache ist. Der Tragekomfort ist bei kurzzeitigem Tragen (unter 30 Minuten) gut, über längere Strecken – wie bei vielen ohraufliegenden Kopfhörern – allerdings eher mäßig.

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Technische Daten

Bauform
On-Ear
Bauweise
geschlossen
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
20 - 20.000 Hz
Impedanz
35 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
95,75 dB
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
574,5 g
Gewicht mit Kabel
279 g
Gewicht ohne Kabel
232 g
Kabellänge
150 cm

Lieferumfang

  • Tragetasche
  • Spiralkabel
  • 125 cm langes Kabel mit Remote und Mikrofon (Apple)
  • 125 cm langes Kabel mit Remote und Mikrofon (Android, Windows)

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