AKG Y 45BT

Kabelloses Leichtgewicht

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Kurz & knapp

Der Lebensraum des AKG Y 45BT ist definitiv nicht das heimische Sofa. Seine Vorzüge von geringem Gewicht und niedriger Impedanz kann er im öffentlichen Raum voll ausspielen, somit ist er ein perfekter Begleiter für das Smartphone. Ich bin ehrlich: Unterwegs ist mir der Spaß an der kabellosen Freiheit wichtiger als ein ultra-präzises Sounderlebnis: Wen juckt schon ein leises Bluetooth-Rauschen, wenn die U-Bahn schnauft und kracht? Lediglich an das enge Klangbild kann ich mich nicht gewöhnen.

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Nix für Stubenhocker: Der faltbare Bluetooth-Kopfhörer Y 45BT von AKG ist ein guter Immer-Drauf für unterwegs.

Funktionalität und Klangqualität geben sich nicht bei jedem Kopfhörer die Hand, und wenn dann noch Mobilität gefragt ist, wird die Auswahl noch kleiner. Einer, der all das unter den Hut bringt, ist der kleine, faltbare Y 45BT; wobei „BT“ für Bluetooth steht, sprich: Hier ist Musikgenuss ohne störendes Kabel möglich.

Klang

Der Klang des Y 45BT wird vom satten Grundtonbereich und starken unteren Mitten geprägt. Die Bässe werden druckvoll wiedergegeben, nerven aber nicht. Ein bisschen vermisse ich die Präzision in den Tiefen: Meine Test-Bassdrum in India Aries „I am not my hair“ oder meinen Lieblings-Test-Basslauf aus Suzanne Vegas „Headshots“ habe ich schon knackiger gehört. In den Höhen hält sich der Y 45BT Gentlemen-like zurück. Gerade weil es unten aber so schön drückt, rutscht die Balance in Richtung der tiefen Frequenzen. Die Konsequenz: Dem Klang fehlt es an Transparenz. Die unteren Höhen werden harsch, wenn man die Lautstärke hochdreht, aber das verbuche ich als (negatives) Nebenprodukt der Bluetooth-Übertragung, denn am Kabel ist dieser Effekt weg und auch die Bässe werden sauberer wiedergegeben. Dann ist auch das leichte Rauschen passé, das man im kabellosen Betrieb hören kann.
Richtige Abstriche muss man bei der Räumlichkeit machen, das Klangbild ist eng. Selbst bei der binauralen Aufnahme von Amber Rubarths „Sessions From The 17th Ward“ stellt sich kein „Bühnen-Erlebnis“ ein und diese Aufnahme ist wirklich sehr räumlich!

Handling

Mit acht Stunden Betriebslaufzeit muss man den Y 45BT regelmäßig aufladen, andere Bluetooth-Kollegen können mehr Power speichern. Beim Einstecken des Kabels schaltet sich der Kopfhörer automatisch ab. Ist der Akku dann mal leer, braucht man einen USB-Buchse zum Laden, ein extra Ladegerät gibt es nicht. Im Lieferumfang finden sich ein Anschlusskabel mit Miniklinken, das USB-Ladekabel und ein Transportbeutel.

In der rechten Ohrschale sind die Bedienelemente eingebaut, inklusive eines Freisprech-Mikrofons, was den Y 45BT zu einem vollwertigen Headset fürs Smartphone macht. Die Eintasten-Bedienung erlaubt die Gesprächsannahme, Start/Pause und das Track-Skippen. Die Bluetooth-Verbindung klappte übrigens immer tadellos.

Da wir es hier mit einem reddot-Design-Preisträger zu tun haben, müssen wir übers Aussehen nicht viele Worte verlieren: Dieser Kopfhörer ist ein schönes und funktionales Designobjekt. Das viele Plastik kann man verschmerzen, da der Y 45 optisch alles andere alles billig wirkt.
Auf dem Kopf trägt sich der kleine AKG angenehm, er ist ja wirklich leicht: Lässt man das Kabel weg, hat man lediglich 150 Gramm auf dem Kopf! Die Polster sind ohraufliegend, ich persönlich mag das nicht so, aber hier komme sogar ich mit dieser Konstruktion klar.

Fazit

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Über den Autor:

Von Chris Reiss
Redakteur

Chris Reiss hat Jazz-Bass studiert und hat ein Diplom als audio-engineer der SAE in der Tasche. Neben seiner Tätigkeit vor und hinter der Regieraumscheibe arbeitet er als Musik-Journalist und hat unter anderem das Fachbuch „Guitar Recording“ (erschienen (www.wizoobooks.com) verfasst. Wenn dann noch Zeit ist, mischt er als Haustechniker im „Club des Jahres 2014“, dem Milla-Club in München.

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