Mit dem Spitzenmodell der HD 500-Serie, dem HD 599, wendet sich Sennheiser an ein gehobenes Hörpublikum.

Die cremefarbenen Hörmuscheln und der Kopfbügel des HD 599 sehen edel aus, wenn auch die Farbgebung sicherlich nicht jeden Geschmack treffen wird.

Im Lieferumfang befinden sich ein Adapter auf Miniklinke sowie zwei Kabel: Das drei Meter lange Kabel mit großer Stereoklinke bietet genug Bewegungsfreiheit, um auf dem heimischen Sofa bequem Musik zu hören. Das 1,2 Meter lange Kabel mit einem Miniklinkenstecker ist für den Einsatz am Smartphone oder einem MP3-Player prädestiniert. Ein Austausch der beiden Kabel ist problemlos und schnell erledigt.

Die weichen Velours-Pads sind sehr angenehm zu tragen und drücken auch bei längeren Sitzungen nicht unangenehm am Kopf. Dank der offenen Bauweise sind auch lange Sitzungen ermüdungsfrei möglich.

Das Klangbild ist offen und unaufdringlich

Klanglich wirkt der HD 599 in den Bässen leicht betont, die recht präsent ein solides Fundament bilden. Leider fehlt es den Bässen etwas an Impulsstärke: Bei Kendrik Lamars „The Art of Peer Pressure“ – ein guter Lackmustest für solide Bassübersetzung – merkt man, wie die Bassdrum im Mix etwas in den Hintergrund tritt und die Bassline ins Schwimmen kommt. Dieses Phänomen tritt jedoch in dieser Prägnanz nur bei sehr bassorientierter Musik wie Black Music oder Elektronik auf. In anderen Bereichen fällt dieser Effekt nicht so sehr ins Gewicht, wobei sich auch bei anderen Genres eine leichte Betonung im Bassbereich nicht leugnen lässt. Popmusik wie etwa Destroyers „Chinatown“ brummelt so zwar etwas im Fundament, gerät aber nicht aus dem Gleichgewicht. Das liegt mitunter auch an den angenehm offenen Höhen, die ausgewogen klingen: Unabhängig ob Pop, Klassik, Jazz oder auch Black Music – hier beißt oder zischelt nichts. Der Mittenbereich ist unauffällig und bietet eine passable Ortung und Tiefenstaffelung.

Die Bühne ist für einen offenen Kopfhörer eher kompakt, aber dennoch präzise aufgelöst. Bei großen Jazz-Ensembles oder Orchesterstücken lassen sich einzelne Instrumente gut orten. Die weichen Höhen sorgen hier für ein angenehmes Hörvergnügen.

Einsatzgebiete

Der HD 599 ist im heimischen Wohnzimmer zu Hause. Das lange Kabel und der bequeme Sitz des Hörers lassen einen entspannte Stunden auf dem Sofa verbringen. Auch für einen geruhsamen Filmabend empfiehlt sich der Sennheiser-Kopfhörer aufgrund seiner offenen Bauweise und der leichten Bassbetonung. Dialoge werden plastisch dargestellt und die Ortung sowie Staffelung wissen zu überzeugen.

Im Studio ist der HD 599 nur bedingt aufgehoben. Zum einen erschwert die offene Bauweise in der Gesangskabine die Arbeit unnötig und zum anderen ist das Plus an Bass ein Quäntchen zu viel, um einen Mix genau zu beurteilen.

Fazit: Sennheiser HD 599
von Nils Neuneier-Quak

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Der Sennheiser HD 599 ist ein solider Kopfhörer der gehobenen Klasse, der beim heimischen Unterhaltungseinsatz eine gute Figur macht und sich gerade im Bereich Pop, Folk und Klassik gut schlägt.

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Messdaten

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Technische Daten

Bauform
Over-Ear
Bauweise
offen
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
12 - 38.500 Hz
Impedanz
54,75 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
97,51 dB
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
522 g
Gewicht mit Kabel
295 g
Gewicht ohne Kabel
252 g
Kabellänge
300 cm

Lieferumfang

  • Adapter auf 6,35 mm
  • 3-m-Kabel / gerader 6,3-mm-Klinkenstecker
  • 1,2-m-Kabel / gerader 3,5-mm-Klinkenstecker

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