Der kleine SOL Republic Jax liefert ein komplettes Package zum Pauschalpreis ab: sonnig-cooler Look in vielen Farben, Flat-Design-Kabel samt Remote plus Mini-Mic. Kann man auch in der In-Ear Economy Class soundtechnsich abheben?

Der putzige Jax ist zwar ausschließlich aus Kunstoff gefertigt, das Material an den Hörern fühlt sich dennoch solide und wertig an. Die Hörer lassen sich für mein Empfinden sehr gut in den Gehörgang einführen und machen richtig dicht. Der Standard-Höreraufsatz passte bei mir sofort und zusätzlich gibt es drei weitere Größen für mehr individuellen Halt. Die passive Geräuschdämmung ist stattlich: U-Bahn, Street-Life, Büro, Airbus – alles prallt ab. Wer seine Ruhe haben möchte, findet sie definitiv. Für den Sport würde ich den Republic aber deswegen nur bedingt empfehlen, denn der Jax betont stark die eigenen Körpergeräusche und auch das Rütteln am Kabel überträgt sich deutlich auf die Hörer.
Das platte Kabel erweist sich sonst aber als knitter-resistente Klangstartbahn zu iPhone und Co. Mit der gummierten Flachbauweise bekommt es nur schwer einen Drehwurm. Diese Art ist sonst für gewöhnlich eher bei teureren In-Ear-Kopfhörern am Start. Schön, dass dieser Typ sich auch bei den „Standard“-Kopfhörern durchsetzt. Zwischenstopp und seine Tracks weiterschalten kann man direkt am Kabel mit einer rudimentären Remote. An meinem iPhone 6 S klappte die Bedienung darüber gut. An der kleinen Fernbedienung ist als Add-on ein Mic verbaut, das allerdings etwas zu weit unten angebracht ist. Die Sprachlautstärke kommt ein Tick leise rüber, aber es funktioniert.

Turbulenzen beim Frequenzverlauf

Doch jetzt geht’s darum, ob der SOL Republic mit seiner i2 Sound-Engine auch klanglich Soul hat. Bass und Subfrequenzen zeigen sich erfreulicherweise von der sonnigen Seite. Hier liegt er mit deutlichen teuren Modellen fast gleich auf: R’n’B-, HipHop-, Techno-Songs norden den Gehörgang sofort auf Instant-Ibiza ein. Leider ist beim Jax aber darüber hinaus bis hin zu den oberen Mitten Hangover angesagt. Gerade die Expressivität von Soul-Nummern Marke Motown, Alternative-Songs, 80er-Musik oder Soundtracks kommt eher blass und verschleiert über die kleinen Treiber rüber. Zu den Höhen hin erholt sich der Frequenzgang und der Jax fliegt in Sachen Linearität wieder einigermaßen auf Normalhöhe. In diesen Bereichen ist er angenehm und schöngefärbt. Er ist hier nicht aufdringlich, aber es fehlt auch deutlich an Brillanz, die teurere In-Ear-Modelle bieten.

Fazit: SOL Republic Jax
von Jan Bruhnke

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Mit dem Jax hat SOL Republic leichtes, stylisches Einsteiger-Modell mit guten passiven Dämpfungs-Eigenschaften in der In-Ear-Flotte. Beim Sound-Check-In schlägt er sich zu seinem Preis passabel, insbesondere der Bass sorgt für Wirbel. Casual-Hörer werden diese Ästhetik bei Clubtracks und für elektronische Stile sicherlich mögen. Bei der Qualität der Mitten bringt er dagegen nicht viel rüber – bei der hauseigenen i2 Sound-Engine ist dort wohl nur Handgepäck erlaubt. Wer mehr Klang zum Abheben möchte, muss schon in die Business- oder First-Class der In-Ear-Kopfhörer einsteigen.

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Technische Daten

Bauform
In-Ear
Impedanz
17,25 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
101,09 dB
Kabellänge
130 cm

Lieferumfang

  • vier Paar Ear-Tips

Besonderheiten

  • in vielen Farben erhältlich

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