AKG K171 MKII

Druckvoller Allrounder fürs Projektstudio und den nächsten Postpro-Job

Als Projektstudio- und bei Broadcast-Tipp hat der AKG K171 viele Freunde gewonnen. Die MKII-Version tritt das Erbe an und ist bequemer geworden – im positiven Sinne…

Der Look überzeugt in schwarz-silber mit Understatement und fügt sich so in jedem Studio edel und professionell ein – ok, für den Urban-Hipster ist das Design dann vielleicht doch ein wenig zu dezent.

Tragekomfort

Die Velours-Pad sind soft, der Andruck ist weniger massiv als sein Vorgänger. Den tighten Halt eines geschlossenen Headphone-Modells muss beispielsweise der Drummer dennoch nicht vermissen und längere Recording-Sessions kann man bequem „fahren“. Anwender mit sehr großen Köpfen sollten trotzdem testen, ob Ihnen die Konstruktion genug Spiel gibt. Für DJs ist der „klassische“ Bügel eher nicht zu empfehlen, da sich der Kopfhörer beim Abnehmen zu stark um den Hals herumschlingt.
Mit etwa 200 Gramm gehört der K171 MKII zu den Leichtgewichten. Die einseitige Kabelführung mit dem robusten 3,5 mm Klinkenstecker und Zugentlastung an der rechten Seite sind vorbildlich. Neben dem 3 m Standard-Kabel legt AKG zusätzlich ein 5 m Wendelkabel mit bei – anstecken und Fallstricke oder die gefürchtete Studiostuhlkabelwalze sind passé. Und ein zweites Ohrpolster-Paar ist auch dabei – löblich, bei anderen Herstellern geht das ins Geld.

Sound: „It’s all about that Bass“

Der K171 MKII entwickelt gerade im Bass-Bereich eine sehr definierte Präsenz, die ihn für Arbeiten an Musikstilen wie HipHop, Elektronik und Pop besonders empfiehlt und die richtig Spaß beim Mixen macht. Okay, Dubstepper und Twerk-Freaks werden in Ihrer Unterwelt des Tiefbasses ein paar Frequenzen vermissen. Der Sound präsentiert sich sonst insgesamt linear. In den Mitten und im Hochtonbereich fehlt es dem K171 MKII ein wenig an Transparenz und der fein abgeschmeckten Ausgewogenheit, um mit den absoluten Highend-Studiokopfhörer-Modellen zu konkurrieren. Auch in der Stereo-Auflösung gibt’s noch Luft nach oben. Dennoch reichen die Ergebnisse locker, um etwa Projekt-Recordings, einen Live-Mix oder Sprachaufnahmen ausreichend objektiv und zielsicher zu analysieren.
Der geschlossene AKG K171 MKII macht in Bezug auf den Einfall von Außengeräuschen ausreichend dicht und ist so auch ein Tipp für konzentrierte Monitoring- und Broadcast-Anwendungen. Dennoch, bei einer Nennimpedanz von 55 Ohm braucht man gute Kopfhörer-Vorverstärker. Sprich, über weniger potente Kopfhörer-Ausgänge aus einer Semipro-Videokamera oder eines günstigeren Fieldrecorders könnte einem der K171 MKII einen Tick zu leise sein.

Jan Bruhnke
vor 4 Jahren von Jan Bruhnke
  • Bewertung: 3.38
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

In seiner Preisklasse ist der AKG K171 MKII eine echte Empfehlung für Projektstudios- und Postproduktions-Arbeiten. Er spielt seine Vorteile im Bass-Bereich aus, was Laune beim Mixen verbreitet. In „gemäßigteren“ Musikstilen, wie etwa im Bereich der Akustikmusik, ist er vielleicht nicht neutral genug und wirkt im Bass- und in Höhenbereich etwas überbetont.

Messdaten

Frequenzgang:

Außendämpfung:
Mehr Messdaten

Technische Daten

  • BauformOn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)18 - 26.000 Hz
  • Impedanz55,95 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)91,18 dB
  • Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf511 g
  • Gewicht mit Kabel241 g
  • Gewicht ohne Kabel188 g
  • Kabellänge300 cm

Lieferumfang

  • 1 Paar Velours Ohrpolster
  • 5 m Wendelkabel mit 3,5 mm Klinkenstecker
  • Adapter
  • Zusätzliches Kabel
  • Zusätzliche Ohrpolster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.