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Creative Zen Air Plus

Günstige TWS-Ohrhörer mit langer Akkulaufzeit und gutem Tragekomfort

Kurz & knapp

Die Creative Zen Air Plus eignen sich mit ihren dynamischen 10-mm-Treibern, der langen Akkulaufzeit und ihrem tendenziell mittigen Klangbild für den Einsatz beim In- und Outdoor-Sport sowie beim Gaming. Die Bedienung über die berührungsempfindlichen Oberflächen ist Gewöhnungssache, die Ausstattung mit Hybrid ANC und alternativem Umgebungsmodus zeitgemäß, wenngleich die Geräuschunterdrückung nicht besonders effektiv arbeitet. Technisch präsentieren sich die Air Plus mit Bluetooth 5.3 sowie LC3 auf der Höhe der Zeit, was zu einem guten Gesamteindruck beiträgt.

Vorteile:
  • Durchsetzungsfähiger Klang
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Geringes Gewicht
  • Lange Akkulaufzeit (bis zu 32 Std.)
Nachteile:
  • Fummelige Touch-Bedienung
  • Eingeschränkte Funktionalität über die App
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Der erste Eindruck zählt – aber bei den Creative Zen Air Plus fällt dieser eher mittelmäßig aus: ein guter Grund, sich ausgiebig mit diesem Modell zu beschäftigen. Und wenn man sich im Lauf der Zeit dann besser kennengelernt hat, sieht die Beurteilung letztlich auch viel positiver aus.

Kennenlernphase

Vielleicht war es Pech oder es sollte an diesem Tag einfach nicht sein: Nach dem Auspacken gelingt es zunächst nicht, die Ohrhörer aus dem Lade-Case zu befördern. Die Finger finden keinen Griff, die Hörer sitzen wie angegossen in den Schalen und erst mit einer Kombination aus Schütteln, Neigen und Pulen gelingt es schließlich, die Testobjekte aus der Box zu befreien.

Ok, geschafft, jetzt geht es ans Hören. Die Passform mit den mittleren, ab Werk eingesetzten Silikon-Tipps ist gut, die Kopplung mit dem Mobilgerät gelingt sofort, der Klang ist … hoppla, merkwürdig! Moment, vielleicht liegt es an mir, doch ein kurzes Vergleichshören mit bekannten Modellen bestätigt den Eindruck: Das Klangbild der Zen Air Plus bleibt mittig und „aufdringlich“. Erste Hilfe verspricht die App von Creative, welche die Ohrhörer sofort erkennt und mit dem Equalizer und der Umgebungssteuerung (für ANC und dem Umgebungsmodus) einen überschaubaren Funktionsumfang bereitstellt.

Wie ihre größeren Geschwister, die Creative Zen Air Pro (Test) sind auch diese günstigen Creative-Hörer technisch gesehen auf der Höhe der Zeit. Dank Bluetooth LE Audio unterstützen sie auch Auracast, das die Möglichkeiten der Audioübertragung per Bluetooth durch die Fähigkeit erweitert, Audioinhalte von einer einzigen Quelle an eine unbegrenzte Empfängeranzahl gleichzeitig zu senden. In der Praxis kann man sich das wie eine Art WLAN-Hotspot vorstellen. Creative nennt dies hier „Broadcast-Modus“. Mangels kompatibler Hardware können wir dieses Feature momentan nicht berücksichtigen, wer es aber genauer wissen will, sollte sich unsere FAQ darüber ansehen.

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Auch ein sogenannter „Unicast-Modus“ ist an Bord. Mit dem hochauflösenden LC3-Codec lassen sich so die Creative Zen Air Plus drahtlos mit einem kompatiblen Bluetooth LE Audioreceiver verbinden, um hochauflösendes Audio-Streaming in Einzelverbindung zu nutzen.

Einstellmöglichkeiten via App

Der Blick in den Equalizer zeigt, dass die Werkseinstellung „Default“ weit von einer linearen Wiedergabe entfernt ist. Das Klangprofil ist also Absicht und scheint eine bestimmte Klientel anzusprechen, zu der ich nicht gehöre. Kein Problem, denn nach dem Herumprobieren mit den 60 Presets landet man fast automatisch bei dem persönlich passenden Setting. Ausgehend von den Einsatzpunkten für Bässe und Höhen kann man sich zudem eigene Presets erstellen, allerdings muss man sich in die Parametrik zunächst einarbeiten, um brauchbare Ergebnisse zu erzeugen.

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Aber da wir schon einmal in der App unterwegs sind, hören wir uns auch gleich die Effekte der aktiven Geräuschunterdrückung an, die alternativ zum Umgebungsmodus aktiviert und in fünf Stufen eingestellt werden kann. Dass man diese Abstufung in der Praxis wirklich nutzt, mag aber eher unwahrscheinlich sein, denn die zunehmende Dämpfung der Bass- und Mittenanteile zwischen minimaler und maximaler Unterdrückung ist wenig effektiv, zumal die Höhen wenig gefiltert werden. Eigentlich würde es reichen, die ANC an- oder auszuschalten.

Ähnlich verhält es sich beim Umgebungsmodus, der die ANC-Schaltung ablöst und die Umwelt ebenfalls in fünf Abstufungen auf den Membranen zumischt. An oder aus mag ebenfalls vielen reichen – unwahrscheinlich, dass man sich gezielt für eine Mittelstellung entscheidet.

Klang der Creative Zen Air Plus

Möglich wird die Umgebungssteuerung durch je drei omnidirektionale Mikrofoneinheiten pro Ohrhörer, die auch für die Telefonie genutzt werden. Die Sprachverständlichkeit bei Anrufen wird von der Gegenseite mit gut bewertet, auch wenn der Frequenzgang laut technischen Daten oben wie unten deutlich begrenzt ist.

Die Audiowiedergabe erfolgt dafür mit maximaler Bandbreite von 20 Hz bis 20 kHz. Nachdem das passende Preset gefunden wurde und etwas Hörzeit vergangen ist, wirkt der Klang der Zen Air Plus auch deutlich angenehmer und gefälliger: Zwar klingt das Audiomaterial einfach nicht so rund und satt wie bei dem eigenen Vergleichsmodell (u.a. Jabra Elite 8), allerdings spielt dieses Produkt in einer anderen Preisklasse. Wenn man die Zen Air Plus in ihrem Marktsegment antreten lässt, ist der Klang durchweg gut, auch wenn die Betonung in den Mitten bleibt.

Beim Sport oder auch Gaming kann sich dieses Merkmal als Vorteil erweisen, denn Podcasts und allgemein Wortbeiträge setzen sich stets gut durch, egal was um einen herum passiert. Und auch für das Musikhören unterwegs taugt das Klangbild sehr gut, selbst wenn man hier nicht vom typischen „Schönhören“ sprechen möchte: Dafür klingt alles eine Spur erdiger, direkter und durchsetzungsstärker. Für den Serienmarathon oder Filme ist das bestens geeignet, für den audiophilen Musikgenuss würde man sich mehr Luftigkeit und Fundament wünschen.

Fazit

Mit der Schutzklasse IPX4 eignen sich die Creative Zen Air Plus für das Musik- oder Podcast-Hören beim Indoor-und Outdoor-Sport, auf dem Arbeitsweg oder auch für den Serien/Film-Marathon in den eigenen vier Wänden. Mit ihrem Klangprofil haben sie Vorteile, wenn es um Sprachverständlichkeit und Direktheit geht – für Wortbeiträge und Online/Konsolen-Games ist das ideal, aber auch beim Musikhören ist das ein interessante Alternative zu klassischen HiFi-Hörern. Für den maximalen Musikgenuss gibt es bessere Ohrhörer am Markt, die dann aber auch schnell deutlich mehr kosten. Dafür punkten die Creative Labs Zen Air Plus mit einer langen Akkulaufzeit, einem geringen Gewicht und einer guten Passform, was sie insgesamt zu guten Allroundern macht.

vor 2 Monaten von Christian Preissig
  • Bewertung: 3.38
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 - 20.000 Hz
  • Gewicht ohne Kabelje 4,3g, Case 40 g

Lieferumfang

  • 3 Paar Eartips(S. M, L)
  • Ladekabel USB-C auf USB-A
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • BT-Codecs: SBC, AAC, LC3
  • BT-Version: 5.3
  • Spielzeit pro Akkuladung: bis zu 8 Std.

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