Monster Octagon

Geschlossener, ohrumschließender Design-DJ-Kopfhörer

Monster statten ihren Octagon mit dem Beinamen „offizieller Kopfhörer der UFC“ aus, was – Freunde des ungezügelten Prügelsports werden das wissen – für Ultimate Fighting Championship steht. Wir haben den Ohrnahbeschaller zum Vollkontakt-Test in den Ring geholt.

Die Marketing-Liaison zwischen dem Octagon und der UFC erklärt sich über den ziemlich weit hergeholten Querbezug, dass die Kloppereien so nah an der Wirklichkeit wie möglich sein sollen und das will dann auch (akustisch wohlgemerkt) der neue Monster-Kopfhörer einlösen – naja. Sicher ist, dass der Hörer zumindest optisch ein ziemlich selbstbewusstes, in der roten Farbvariante sogar spektakuläres Auftreten hat. Denn die Farbe ist extrem intensiv und durch die starke Mattierung wirkt es geradezu so wirkt, als „sauge“ der Hörer umgebendes Licht in sich auf. Auch die Ohrpolster sind mit einer Tiefe von 2,5 Zentimetern ziemlich wuchtige Vertreter, die man durchaus mit dem Spitznamen „Reifen“ versehen kann. Die Lautsprechergondeln lassen sich auf beiden Seiten DJ-typisch nach hinten wegdrehen. Insgesamt gibt sich der Octagon recht stämmig und verwindungssteif, was für eine sehr robuste Haptik sorgt.

Guter Tragekomfort und wuchtiger Bass

Leider hält sich Monster, in Bezug auf die technischen Angaben weitgehend bedeckt – vom wahrnehmbaren Klangbild und dem Lautheitsvergleich mit anderen Kopfhörern tippe ich beim Octagon auf 40 Millimeter-Treiber, den Widerstand haben wir mit 18,9 gemessen. An einem potenten Verstärker betrieben, verwöhnt der Octagon die Ohren mit einem sehr selbstbewussten Bass und muskulösen Mitten. Und das bei einer gleichzeitig präzisen und lebendigen Höhendarstellung. Keine Frage also: Der „Sound“ des Octagon will und kann gefallen.
So angenehm die dicken Ohrpolster sich um die Lauscher schmiegen, so schnell sorgen sie allerdings auch für ein stickiges, warmes Mikroklima auf den Lauschern. Das ist zugegebenermaßen ein Grundproblem bei fast allen geschlossenen Kopfhörern. Beim Octagon wurde es meine Ohren allerdings – gefühlt – besonders schnell warm.

Der SUV unter den Kopfhörern

Mir drängt sich da der Vergleich zu einem SUV amerikanischer Bauart auf: Fett, robust und sehr weich gefedert. All das bekommt man von anderen Herstellern auch für weniger Geld und in mindestens gleicher Qualität. Wer allerdings – sei es aus optischen oder auch Prestige-Gründen – den Octagon von Monster auf den Ohren haben möchte und bereit ist, den geforderten Preis zu zahlen, der macht auch keinen Fehler.

Numinos
vor 4 Jahren von Numinos
  • Bewertung: 3.13
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Die Monster Octagon klingen so, wie sie aussehen – wuchtig, präsent und ziemlich selbstbewusst. Auch haptisch und in Bezug auf den Tragekomfort kann der Kopfhörer durchaus überzeugen.

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Impedanz18,9 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)103,41 dB
  • Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf797,5 g
  • Gewicht mit Kabel355 g
  • Gewicht ohne Kabel338 g
  • Kabellänge165 cm

Lieferumfang

  • Tasche
  • Kabel mit Freisprechmikrofon
  • Kabel (gerade/spiral)
  • Adapter auf 6,35 mm
  • Adapter
  • Tasche
  • Zusätzliches Kabel

Besonderheiten

  • auch in Schwarz erhältlich

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