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Teufel Real Blue TWS 3

True Wireless In-Ears mit hybridem Noise Cancelling

Kurz & knapp

Die Teufel Real Blue TWS 3 sind ein teilweise gelungenes Update der TWS-Reihe in der nunmehr dritten Generation. Sie sitzen außerordentlich bequem, liefern eine gute Laufzeit, klingen dank 12-mm-Treiber groß und rund, können Multipoint und das neue Case lädt ab sofort auch kabellos. Beim hybriden ANC hat sich dagegen kaum etwas getan und auch die zuschaltbare Transparenz rauscht ähnlich hoch wie in der ersten Generation (Test).

Vorteile:
  • sehr guter Klang
  • Multipoint
  • Case lädt drahtlos oder über USB
  • sehr guter Sitz
  • viele Anpassungsmöglichkeiten über die App
Nachteile:
  • Codec-Auswahl
  • ANC könnte effektiver arbeiten
  • Rauschen im Transparenzmodus
  • windanfällige Bauform
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Teufel updaten ihre Real-Blue-TWS-Serie und legen mit Version 3 vier Farbvarianten vor: Night Black, Pure White, Steel Blue und Misty Green. Für eine UVP von 149,99 Euro gibts die kleinen Ohrhörer ab sofort in allen Teufel Stores und dem Teufel Webshop.

Lieferumfang: Das ist dabei, das ist neu

Ausgeliefert werden die Teufel Real Blue TWS 3 im konsequent „schmucklosen“ Pappkarton. Das Lade-Case kann neben USB-C nun kabellos auf üblichen Qi-konformen Matten geladen werden und zeigt den Ladestand über vier LEDs an.

In zwei Tütchen verpackt sind ein Ladekabel (USB-A auf USB-C) und Ear-Tips in fünf Größen. Die In-Ears selbst besitzen hälftig einen Silikonüberzug, der leicht ausgeformt ist und an Ear-Wings erinnert. In Kombination mit den Ear-Tips in XL sitzen die Real Blue TWS bei mir jedenfalls gnadenlos gut und sicher im Gehörgang. Selbst heftige Kopfbewegungen lockern da nichts und dank IPX4-Zertifizierung machen Regen und schweißtreibender Sport nichts aus.

Übertragen wird via Bluetooth-Standard 5.3. Bei den Codecs bietet Teufel Standardkost: SBC und AAC; mehr nicht.

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Die Kopplung mit dem Device verläuft klaglos – auch dank Google Fast Pairing. Ab sofort kann auch ein zweites Gerät eingebunden werden, da Teufel den Real Blue TWS 3 Multipoint spendiert hat, wobei das Wechselspiel zwischen den Quellen tadellos funktioniert.

App-Anbindung – die Möglichkeiten

Die Teufel Headphones App gehört auf jeden Fall installiert, bietet sie nämlich einiges an Personalisierungsmöglichkeiten. Von einer individuellen Verteilung der Touch-Befehle bis hin zu einem interessant umgesetzten Equalizer, bei dem man sich seinen Klang durch Schieben in einem Koordinatensystem recht frei gestalten kann. Hinzukommen noch acht feste Presets, wovon mir – und das ist eher selten – das Preset „Neutral“ am besten gefällt. Außerdem lassen sich noch das Stoppverhalten beim Absetzen der In-Ears und die Zeiten für einen Abschalttimer bei Nichtbenutzung festlegen.

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Im Menü „Geräuschkontrolle“ lässt sich dann noch wahlweise das hybride ANC und der Transparenzmodus schalten, was allerdings auch über die Touchflächen erledigt werden kann, genauso wie alle Transportsteuerungen und die Lautstärke.

Was leider weniger gelungen ist, ist das manchmal unzuverlässige Verknüpfungsverhalten. Packe ich die TWS 3 für eine Zeit weg und beende nicht die App, bekomme ich bei einer erneuten Verbindungsaufnahme Probleme, weil die App die kleinen Teufel nicht mehr finden kann. Da muss man dann etwas herumprobieren – App beenden, In-Ears noch mal im Case verstauen, usw.

So gut arbeiten ANC und Transparenz

Bevor ich zum Klang der Real Blue TWS 3 komme, möchte ich als positive Rückmeldung zum hybriden ANC feststellen, dass bei dessen Zuschaltung keine merkbare Schmälerung der Klangqualität feststellbar ist. Allerdings ist kaum eine überdeutliche Verringerung der Außengeräusche zugunsten einer klaren Abschottung zu erkennen. Tiefe Frequenzanteile werden merklich unterdrückt und nur noch der obere Bereich gelangt ins Ohr.

Dieses ANC arbeitet daher unauffällig und kann uns mit Blick auf die Konkurrenz, wie beispielsweise auf die neuen Nothing Ear (Test), wenig überzeugen. Bieten diese doch bei gleichem Preis eine weitaus fortgeschrittenere Technik (u.a. eine Analyse des Gehörgangs, um die Abschwächung individuell zu optimieren). Was man den Teufel Real Blue TWS 3 aber zugutehalten muss, ist ihre hohe passive Abschottung.

Der Transparenzmodus dagegen ermöglicht eine recht natürliche Wahrnehmung der Umgebung, auch wenn dies mit einer merkbaren Erhöhung des Rauschanteils erkauft wird. Insgesamt können mich daher weder das hybride ANC noch der Transparenzmodus zu hundert Prozent überzeugen. Wer also das beste Noise Cancelling und den rauschärmsten Transparenzmodus sucht, muss sich anderweitig umsehen, dazu hat sich bei der Konkurrenz in letzter Zeit einfach zu viel getan.

So gut klingen die Teufel Real Blue TWS

Der Klang der Teufel Real Blue TWS ist dank der 12-mm-Linear-HD-Treiber sehr gut. Ein unglaublich tiefer Bass, der ein schnörkelloses und mächtiges Fundament liefert und dabei weder dröhnt noch rumpelt, sondern Druck und Tiefe transportiert, dank seiner trockenen Ansprache bis herunter auf 10 Hz. Die Mitten klingen dicht und warm, geben Stimmen und Instrumenten ihren Raum, wirken nahbar und nicht künstlich. Die Höhen kommen klar und transparent, nie spitz oder unangenehm klirrend. Insgesamt ist der Klang der Real Blue TWS 3 natürlich, warm und charaktervoll, mit einer sehr guten Definition. Und das alles präsentiert auf einer weiten und offenen Stereobühne.

Genre-übergreifend liefern die Real Blue TWS 3 also richtig ab: Egal, ob elektronische Musik wie House und Ambient, oder rockigere Klänge wie zeitgenössische Remixes von Pink Floyd oder einfach Gestricktes aber gut Gemixtes von den Rolling Stones. Klassik, Neoklassik oder Crossover gelangen ebenso fein aufgelöst in die Ohren, die dabei kaum ermüden, sondern auch bei kraftvollerer Lautstärke gut mitgenommen werden, da nichts kratzt, rumpelt oder schmerzt.

Telefonate und Co. – Kommunikation in klarer Sprache

Sechs Mikrofone sind in den Real Blue TWS 3 verbaut, je drei auf jeder Seite – zwei davon sollen via Körperschallübertragung funktionieren und alle zusammen liefern eine klare, solide und rauscharme Verständlichkeit aufseiten des Empfängers. Fällt man sich allerdings am Telefon gegenseitig ins Wort, bricht die Tonqualität bei der Gegenstelle etwas ein und es kommt zu Kompressionserscheinungen, die die Breite der Stimme hörbar verengt.

Laufzeit – was der Hersteller angibt

Über neun Stunden Wiedergabe mit einer Ladung ohne ANC werden angegeben. Drei Ladezyklen durch das Case bedeuten eine theoretische, nicht unterbrechungsfreie, Laufzeit von über 24 Stunden mit ANC und 36 Stunden ohne ANC. Das sind sehr gute Werte.

Fazit – was überzeugt, was nicht

Irgendwie wirken die Teufel Real Blue TWS 3 ein wenig aus der Zeit gefallen. Während andere immer mehr Codecs und Features in immer kleinere Bauformen implementieren, liefert Teufel „nur“ SBC und AAC und vertraut dabei offenbar auf die Durchsetzungskraft der 12-mm-Linear-HD-Treiber. Diese benötigen aber ein recht großes Gehäuse und durch ihre asymmetrische Pilzform ragen sie aus den Ohren und in den Wind, der dann beim Radfahren gerne mal hörbar wird. ANC und Transparenzmodus zählen leider nicht zu den besten und wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde mich Dolby Atmos und vielleicht sogar Headtracking interessieren. Bei einem Ladenpreis von 149,99 Euro könnte das allerdings zu viel verlangt sein. Absolut überzeugend ist trotz aller Kritik am Drumherum der Klang der Teufel Real Blue TWS 3, und auch die Steuerung am Ohr über die sauber reagierenden Touchflächen nebst ihrer umfangreichen Individualisierung in der App seien hier positiv hervorgehoben.

vor 4 Wochen von Sven Opitz
  • Bewertung: 4
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)10 - 20.000 Hz
  • Gewicht ohne Kabelje 5,8g g

Lieferumfang

  • Eartips in XS, S, M, L, XL
  • Kabel (USB-A auf USB-C)
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • in Schwarz, Weiß, Blau und Grün erhältlich
  • BT-Version: 5.3
  • BT-Codecs: SBC, AAC

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