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Nothing Ear

Gut klingende True Wireless In-Ears mit personalisiertem ANC und hochwertigen Codecs

Kurz & knapp

Die dritte Generation der Nothing Ear verfügt über ein merklich verbessertes Noise Cancelling und neue Optionen zur Klanganpassung durch einen 8-Band-Equalizer und die mehrstufige Bass-Enhance-Funktion. Mit LDAC und LHDC 5.0 unterstützen die kabellosen In-Ears zudem gleich zwei Varianten an hochauflösenden Audiocodecs.

Vorteile:
  • unterstützen AAC, LDAC und LHDC 5.0
  • regelbare Bass-Enhance-Funktion
  • individuelles Klangprofil
  • Multipoint-Verbindungen
  • Schnellladefunktion, Case kann drahtlos via Qi geladen werden
  • bequemer Sitz
Nachteile:
  • kein manuelles Ein- und Ausschalten möglich
  • Lautstärkeverlust beim „fortgeschrittenen“ EQ
  • Hear ID nur im Verbund mit der App nutzbar
  • kein USB-Adapter im Lieferumfang
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Rein optisch betrachtet unterscheiden sich die Nothing Ear kaum von den beiden Vorgängermodellen, da das markante Design mit dem transparenten Look gesetzt ist.


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Bestand hat auch die staub- und wasserbeständige Verarbeitung, wobei die Hörer gemäß IP54 zertifiziert sind und das Lade-Case sogar die Anforderungen der Schutzklasse IP55 erfüllen kann. Sportlichen Aktivitäten und Outdoor-Einsätzen steht damit nichts im Wege, zumal die In-Ears stabil sitzen und ausgesprochen bequem zu tragen sind.

Ausgeliefert werden die in Weiß und Schwarz erhältlichen Hörer wie bei Nothing üblich in einer kunststofffreien Verpackung. Darüber hinaus gibt der Hersteller an, dass die Fertigung mit einer vollständig recycelten Zinn-Lötpaste erfolgt und zur Endmontage erneuerbare Energien eingesetzt werden, um die CO2-Bilanz zu senken.

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Vergleich: Nothing Ear (2) und Nothing Ear

Im Vergleich zur zweiten Generation (zum Test) bietet das aktuelle Modell eine effektivere Geräuschunterdrückung, die vor allem den mittleren und oberen Frequenzbereich wirkungsvoller abschwächt. Viel getan hat sich auch bei der Klangwiedergabe, die mithilfe der regelbaren Bass-Enhance-Funktion und einer zusätzlichen EQ-Sektion mit acht Bändern spezifisch an die eigenen Vorlieben angepasst werden kann. Zumal die Einbindung des optionalen Klangprofils optimiert und die Auswahl an unterstützen Audiocodecs durch LDAC erweitert wurde. Unterschiede bestehen darüber hinaus bei der Akkulaufzeit der Hörer, die sich deutlich erhöht hat.

Vergleich: Nothing Ear und Nothing Ear (a)

Das kleinere Modell Nothing Ear (a) (Test) unterstützt mit LDAC zwar einen hochauflösenden Audiocodec, aber kein LHDC 5.0. Verzichtet werden muss bei den Ear (a) darüber hinaus auf ein individuelles Klangprofil und den zusätzlichen 8-Band-Equalizer mit einer Sharing-Funktion für Presets. Das schlankere Lade-Case der Nothing Ear (a) ist zudem nicht staubgeschützt und lässt sich ausschließlich per Kabel, aber nicht drahtlos via Qi betanken. Stabiler als beim höherpreisigen Modell wirkte dagegen die Funkverbindung während der Testphase. Auch bei der Akkulaufzeit schneiden die Nothing Ear (a) im Vergleich etwas besser ab.

Akkulaufzeit

Im Grundmodus ist mit den Nothing Ear bei gehobener Lautstärke eine Hördauer von acht Stunden erreichbar, wenn der AAC-Codec zum Einsatz kommt. Wer die Geräuschunterdrückung nutzt, kann hingegen eine Laufzeit von fünf Stunden einplanen. Dabei lassen sich die In-Ears im Case drei Mal vollständig und ein weiteres Mal zu 30 Prozent aufladen bis die Akkureserve ausgeschöpft ist und eine externe Stromquelle benötigt wird.

Während das Auftanken bei leeren Akkus etwa 70 Minuten in Anspruch nimmt, stellt eine zehnminütige Schnellladung der Hörer Kapazität für bis zu zweieinhalb Stunden bereit. Das Case kann zudem entweder drahtlos oder über den USB-C-Anschluss mit Strom versorgt werden, wobei die Reserve per Kabel nach guten 60 Minuten wieder hergestellt ist. Hierzu befindet sich ein USB-C-Ladekabel im Lieferumfang. Auf einen USB-A-Adapter wurde hingegen verzichtet.

Bluetooth Specs

Die True Wireless In-Ears unterstützen den Bluetooth-Standard 5.3, Multipoint-Verbindungen mit zwei Geräten gleichzeitig sowie Microsoft Swift Pair und Google Fast Pair zum schnellen Verbinden. An Audiocodecs stehen darüber hinaus SBC, AAC, LDAC und LHDC 5.0 zur Verfügung. Aufgefallen ist während der Testphase, dass die Hörer einen Etagenwechsel mit Aussetzern quittieren können, während die Funkverbindung innerhalb des Stockwerks ausreichend Stabilität besitzt, um eine Distanz von bis zu zehn Metern zu überbrücken. Im Garten sind dagegen 23 Meter erreichbar.

Bedienung

Analog zur zweiten Generation verfügen die Nothing Ear über eine drucksensitive Stielsteuerung zum Starten und Stoppen der Wiedergabe, dem Abwickeln von Telefonaten sowie zum Vor- und Zurückspringen bei der Titelauswahl. Auch ein Umschalten zwischen ANC- und Transparenzmodus ist möglich, was sich über die App um den Grundmodus erweitern lässt. Nachgerüstet werden können zudem eine Lautstärkeregelung und der Sprachassistent. Nicht vorgesehen ist hingegen ein manuelles Ein- und Ausschalten der Hörer per Druckmechanismus, der sich ansonsten aber komfortabel bedienen lässt und zuverlässig reagiert. Gut umgesetzt wurde auch die Trageerkennung der In-Ears, welche sich je nach Bedarf ein- und ausschalten lässt. Darüber hinaus wird eine einseitige Nutzung im Single-Betrieb unterstützt.

Nothing X App

Die Klangregelung der App-Anbindung (Android und iOS) unterteilt sich in einen „einfachen“ und den „fortgeschrittenen“ EQ. Während die bereits bekannte, erstere Variante über drei Achsen für den tiefen, mittleren und oberen Frequenzbereich verfügt und mit „Mehr Bass“, „Mehr Höhen“ und „Stimme“ vorkonfigurierte Settings zur Auswahl stellt, ermöglicht die neue EQ-Sektion das Speichern eigener Einstellungen in Form von Presets, die per Sharing-Funktion geteilt werden können. Eine tolle Ergänzung, wobei sich beim „fortgeschrittenen“ EQ aktuell ein Lautstärkeverlust bemerkbar macht, der hoffentlich noch behoben wird. Als weiteres Hilfsmittel steht die Bass-Enhance-Funktion zur Verfügung, die das Audiomaterial in Echtzeit analysiert und den Tieftonbereich in fünf Abstufungen automatisch verstärken kann.

Darüber hinaus ist eine Klangpersonalisierung mithilfe der Mimi-Sound-Technologie möglich, die ein spezifisch zugeschnittenes Hörerlebnis bietet, indem über die App ein Hörtest absolviert wird, um ein Klangprofil zu generieren. Die Intensität lässt sich dabei sehr exakt steuern, zumal mit „Weicher“, „Empfohlen“ und „Reicher“ drei Anwendungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Schade ist jedoch, dass die Hear ID nur im Verbund mit der App genutzt werden kann.

Die Sektion zur Geräuschregelung umfasst einen adaptiven ANC-Modus, der sich selbstständig an die Umwelt anpasst, sowie mit „niedrig“, „mittel“ und „hoch“ drei statische Betriebsarten, um die Geräuschunterdrückung manuell einstellen zu können. Ergänzend dient ein allgemeiner Transparenzmodus zur Verstärkung des Außenbereichs. Neben Firmware-Aktualisierungen bietet die App noch einen Passformtest an, während eine Suchfunktion durch das Abspielen von Geräuschen beim Auffinden der Hörer behilflich sein kann. Für Handy- und Computerspiele ist außerdem ein Low Lag-Modus aktivierbar.

Sprachverständlichkeit beim Telefonieren

Die Stimmenübertragung der Nothing Ear könnte zwar noch etwas natürlicher klingen, ist in einer ruhigen Umgebung aber tadellos zu verstehen. Im Freien werden Windgeräusche von der KI-gestützenMikrofontechnik zudem vollständig gefiltert, was sich jedoch negativ auf die Gesprächsqualität auswirken kann, da die eigene Stimme vom Gegenüber nicht mehr flüssig, sondern recht abgehakt wahrgenommen wird. Das ist bei Hintergrundgeräuschen nicht der Fall, die darüber hinaus deutlich abgeschwächt werden, wodurch auch in einem lauteren Umfeld eine gute Sprachverständlichkeit besteht.

Geräuschunterdrückung (ANC) und Transparenzmodus

Ist das Noise Cancelling aktiv, erfolgt beim Einsetzen der Hörer automatisch eine Analyse des Gehörgangs, um die Abschwächung individuell zu optimieren. Und das funktioniert ziemlich gut, da sich die Abschirmung bereits im niedrigen ANC-Modus eindeutig erhöht. Sowohl der tief- als auch der hochfrequente Außenbereich wird wirksam reduziert, was ebenfalls auf Hintergrundstimmen zutrifft. Die besten Ergebnisse lassen sich dabei im hohen ANC-Modus erzielen, der im Vergleich zur adaptiven Geräuschunterdrückung noch leistungsfähiger erscheint, auch wenn ein leichtes Grundrauschen in Kauf genommen werden muss. Ansonsten arbeiten die ANC-Modi erfreulich rauscharm. Feststellbar ist jedoch, dass die Wiedergabe voller klingt und als lauter empfunden wird, wenn die Geräuschunterdrückung genutzt wird.

Was im Transparenzmodus vermisst werden kann, ist eine Option die Intensität der Verstärkung anzupassen. Es ist zwar problemlos möglich, eine Unterhaltung zu führen, wenn die Wiedergabe pausiert. Beim Musikhören dürfte die Außenwahrnehmung jedoch höher ausfallen, weshalb ein mehrstufiges System wie bei der Geräuschunterdrückung eine wünschenswerte Erweiterung darstellt.

Sound der Nothing Ear

Ab Werk klingen die Nothing Ear deutlich spaßbezogener als das Vorgängermodell, da die Bass-Enhance-Funktion standardmäßig auf der dritten Stufe aktiv ist. Wer keine Betonung des Bassbereichs wünscht, sondern eine ausgewogene Klangwiedergabe favorisiert, kann die Bassverstärkung jedoch einfach abschalten. Ansonsten bietet die Bass-Enhance-Funktion eine leicht zugängliche Möglichkeit, um die Basswiedergabe der Hörer an die eigenen Hörgewohnheiten anzupassen. Bei modernen Musikstilen sollte das Level der Verstärkung jedoch mit Bedacht gewählt werden, da vor allem der Tiefbass mit zunehmender Fülle an Präzision verlieren kann.

Bereits im bassverstärkten Auslieferungszustand wirkt der Mittenbereich sehr aufgeräumt und sauber, wodurch der Hörraum nicht beengt erscheint, wenn komplexere Arrangements abgebildet werden. Auch haftet der Wiedergabe nichts Behäbiges oder Schwerfälliges an. Im Gegenteil, die Hörer vermitteln viel Spielfreude und glänzen mit einer ausdrucksstarken Stimmendarstellung, die ansprechend lebendig klingt.

Auch der Hochtonbereich wirkt agil und besitzt eine leichte Spritzigkeit, verhält sich bei Zischlauten aber eher defensiv und neigt auch bei höheren Wiedergabepegeln nicht zu einer Überzeichnung. Bemerkbar ist jedoch, dass die oberen Lagen ein wenig abfallen, was sich mit der neuen EQ-Sektion unproblematisch beheben lässt. Eine empfehlenswerte Alternative stellt die Nutzung des Klangprofils dar. Auch ein Gehör ohne (altersbedingte) Defizite profitiert von einem individuell angepassten Hörerlebnis, da es nicht so schnell ermüdet und geschützt wird, indem geringere Lautstärkepegel benötigt werden. Durch die Hear ID wirkt die Klangwiedergabe besser ausgeleuchtet, räumlicher sowie noch präziser und detailreicher. Auf einen hohen Spaßfaktor muss dabei nicht verzichtet werden, da sich das Soundprofil mit der Bass-Enhance-Funktion und den EQ-Optionen kombinieren lässt.

Fazit

Bei den Nothing Ear in der dritten Generation hat die junge, britische Company vieles richtig gemacht und die Schwachstellen des Vorgängermodells behoben. Auch wenn zum Release noch nicht alles rund läuft, überzeugen die wetterfesten True Wireless In-Ears mit einer wirkungsvollen Geräuschunterdrückung und einer sehr vielseitig aufgestellten Klangpersonalisierung, die kaum Wünsche offenlässt. Dank Multipoint-Verbindungen, hochauflösenden Audiocodecs und ausdauernden, schnellladefähigen Hörerakkus lässt sich den transparenten Eyecatchern insgesamt ein überaus gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigen.

vor 2 Monaten von Maike Paeßens
  • Bewertung: 4.25
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20
  • Gewicht ohne Kabelje 5 g, Case 52 g

Lieferumfang

  • Eartips in 3 Größen (S, M, L)
  • USB-C-Ladekabel
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • in Schwarz und Weiß erhältlich
  • BT-Codecs: SBC, AAC, LDAC, LHDC 5.0
  • BT-Version: 5.3

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