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Soundcore Motion X500 by Anker

Tragbarer Bluetooth-Lautsprecher mit Spatial Audio und LDAC

Kurz & knapp

Mit dem Soundcore Motion X500 hinterlässt die Audiomarke von Anker eine stylische Duftmarke. Die drei verbauten Treiber leisten zusammen 40 Watt und sorgen dank Spatial Audio für einen räumlicheren Klang. Per Premium-Bluetooth-Codec LDAC soll dieser sogar dreifach detailreicher erklingen. Wie von Soundcore gewohnt, zeigt sich auch diese Bluetooth Box dank App-Anbindung angenehm flexibel.

Vorteile:
  • Klang
  • Spatial-Sound
  • Stereo-Pairing via Bluetooth
  • Hi-Res-Audio via LDAC
  • Telefonie-Freisprechfunktion
Nachteile:
  • höherer Stromverbrauch mit LDAC
  • kein mitgeliefertes Netzteil
  • Rote Farbauswahl funktioniert nicht
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Wie sein großer Bruder, der Soundcore Motion X600 (Test), kommt der Motion X500 in bester Kofferradio-Manier daher. Gleichzeitig wirkt er so, als hätten Soundcore ihren X600 einfach an den Seiten zusammengestaucht: Mit ca. 1.640 Gramm Gewicht und den Maßen 19 x 8 x 22 cm (mit Tragegriff) ist er kompakter und „reisefreundlicher“ gestaltet.

Verpackung und erster Eindruck

Der Soundcore Motion X500 kommt schick verpackt und eingewickelt in einem transparenten Plastikbeutel in einem aufklappbaren Kartonschuber. Das 60 cm lange USB-C-auf-USB-C-Ladekabel ruht ebenfalls in einem Tütchen, der mehrsprachige Quick-Guide zum Glück nicht.

Ein Netzteil fehlt auch hier, der Hersteller gibt an, dass mit einem 5V/3A-Netzteil (15W) der X500 nach ca. fünf Stunden wieder auf 100 % geladen ist.

Der in Schwarz, Blau und Rosa erhältliche Speaker wirkt robust und hochwertig verarbeitet.

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Der „Kühlergrill“ auf der Vorderseite trägt dezent das Soundcore-Logo und fällt kaum auf. Die Bilder des Herstellers, die u.a. in sämtlichen Webshops zu sehen sind, vermitteln hier einen anderen Eindruck.

Zwei Treiber sitzen hinter dem Gitter, ein dritter kleinerer ist mittig in der angeschrägten Oberseite verbaut und beleuchtet. Sechs beleuchtete Drucktaster auf der gummierten und leider Fingerabdruck-anfälligen Oberfläche schalten jeweils die Box ein und aus, aktivieren das Pairing, die drei Klangprofile, regeln die Lautstärke und kümmern sich um die Wiedergabe (Play, Pause, Track vor/zurück).

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Auf der Unterseite sorgen zwei hufeisenförmige Gummifüße für einen sicheren und akustisch leicht entkoppelten Stand, auf der Rückseite gibt es eine Bassreflex-Öffnung sowie die per wasserdichte Gummilasche geschützte USB-C-Ladebuchse.

Der Soundcore Motion X500 kann übrigens nur per Bluetooth gefüttert werden, ein analoger Eingang wie beim X600 fehlt hier.

Wasserdicht

Ein mobiler Lautsprecher will auch mitgenommen werden, weshalb er diversen Umwelteinflüssen standhalten muss. Der Soundcore Motion X500 trägt die IPX7-Zertifizierung, die Box kann also problemlos für eine kurze Zeit vollständig in Wasser untergetaucht werden. Heftige Regenschauer oder Duschgänge hält er easy stand.

Das „X“ in „IPX7“ hat der Hersteller dagegen nicht mit einer Zahl besetzt. Diese gibt Auskunft darüber, wie es mit der Unempfindlichkeit gegen Dreck oder Staub bestellt ist. Daher solltet ihr in sandigen, dreckigen Umgebungen besondere Vorsicht walten lassen.

Bluetooth-Verbindung

Der Soundcore Motion X500 werkelt mit der aktuellen Bluetooth-Version 5.3 und unterstützt die Codecs SBC, AAC sowie Sonys hochauflösendes LDAC. Egal ob Android, iPhone oder Mac, der Lautsprecher verbindet sich zügig und zuverlässig, wobei Multipoint nicht auf dem Programm steht. Das heißt, die Verbindung muss stets getrennt werden, um sich mit einem anderen verbinden zu können. Die letzte Bluetooth-Verbindung merkt sich die Box allerdings und wird automatisch wieder aufgenommen, wenn die Kommunikation steht.

Die Funkstrecke ist äußerst stabil: Im Garten (ca. 40 Meter) und im Haus inkl. Stockwerkwechsel hatten wir keine Aussetzer zu vermelden. Wobei hier angemerkt sei, dass die Nutzung von LDAC die Reichweite und die Akkulaufzeit reduziert. Diese beläuft sich auf rund 12 Stunden (per SBC oder AAC), wenn ihr Musik mit ca. 50 % Lautstärke abspielt. Fünf Stunden Ladezeit sind nicht berauschend, aber im Gegensatz zu Kopfhörern fehlt es dieser Gerätegattung meist an Schnellladeoptionen. Eine Ladestandsanzeige am Gerät selbst fehlt, der Power Button leuchtet entsprechend rot bei Ladung und blinkt, wenn der Akkustand niedrig ist. Wer es genauer will, schaut am besten in die…

Soundcore App

Die kostenfreie und übersichtlich gestaltete App für iOS und Android übernimmt die üblichen Verwaltungsaufgaben wie Firmware Updates, Lautstärke regeln, Play/Pause, Helligkeit der Tasten bestimmen etc. Wem die drei Klang-Presets nicht zusagen, kann nicht nur beliebig viele neue erstellen, sondern diese auch mit anderen Nutzern teilen. Die neun Bänder des EQs lassen sich um +/- 8 dB an- oder absenken und sogar in ihrer Bandbreite ändern – sehr löblich! Zudem könnt ihr auswählen, in welcher Farbe der LED-Ring des oberen Lautsprechers passend zu euren Klangprofilen leuchten soll. Wer Rot auswählen will, wird allerdings enttäuscht: Trotz roter Farbwahl leuchtet es Gelb.

Telefonieren

Dank verbautem Mikrofon und Anrufsteuerung per Wiedergabe-Taster könnt ihr die Soundcore Motion X500 auch als Freisprecheinrichtung nutzen. Der Klang geht soweit in Ordnung, unser Gegenüber hatte keine Mühen uns zu verstehen. Auch während Videokonferenzen an einem MacBook machte die Box eine durchaus zufriedenstellende Figur.

Klang

Wie bereits erwähnt, könnt ihr auf der Oberseite der Soundcore Motion X500 zwischen Klang-Presets umschalten. Diese drei fest installierten EQ-Kurven lassen sich nicht durch die eigenen EQ-Kurven ersetzen, was ein bisschen schade ist. Diese könnt ihr dann eben nur per App schalten.

Standard-mäßig ist das Preset „Räumliche Signatur“ ausgewählt, das recht neutral Musik wiedergibt. „Räumliche Dynamik“ – das zweite Preset – hebt den Bassbereich und die oberen Höhen deutlich an, drückt dabei aber die Mitten, was bei einigen Titeln dafür sorgen kann, dass Details etwas untergehen. Beim dritten Preset „Bass Boost“ ist der Name Programm, hier wird allerdings Spatial Audio abgeschaltet – was bei eigens erstellen EQ-Presets auch der Fall ist. Im direkten Vergleich klingt es ohne diese Räumlichkeit eher flach und fast schon langweilig.

Wunder sollte man von der verbauten Spatial-Audio-Technologie keine erwarten, dennoch breitet sich der Klang gerade in kleinen Räumen dank einer reflektierenden Decke über dem nach oben abstrahlenden Lautsprecher recht breit aus. Dieser Effekt geht im Freien ein Stück weit verloren.

Wie bei den Geschwistern Motion 300 und Motion X600 lassen sich zwei Motion X500 zu einem größeren Setup kombinieren, was wir mangels zweitem Lautsprecher leider nicht testen konnten. Cross-kompatibel sind die Lautsprechermodelle untereinander auch nicht.

Doch zurück zum Klang: Im Gegensatz zu den Motion 300 ist die Kanaltrennung zwischen links und rechts weitaus deutlicher ausgeprägt, der Motion X600 hat hier aber ganz klar die Nase vorne. Dennoch schafft es der Motion X500 Bässe auch mit ordentlich Wumms wiederzugeben, was je nach Track aber durchaus mulmig und etwas matschig klingen kann.

Die Mitten wirken leicht zurückgenommen und werden bei aktiviertem Bass Boost vor allem bei fetten Bassläufen oder deepen Bassdrums maskiert.

Die Höhen indes kommen dank des oberen Treibers schön zur Geltung, sind aber weit davon entfernt spitz oder scharf zu klingen.

Verglichen mit dem kleinen Motion 300 bringt hier der Einsatz des hochauflösenden LDAC Codec in Kombination mit verlustfreier Musik einen deutlicheren Zugewinn. So offenbarte der direkte Vergleich von z.B. David Bowies „Lazarus“ tatsächlich mehr Details, was der Räumlichkeit und Natürlichkeit zugutekamen. Zwar bescherte uns auch dies kein Aha-Erlebnis, wer aber ohnehin Lossless-Musik hört nimmt dies dankenswerter mit.

Fazit

Der Soundcore Motion X500 von Anker klingt gut und bei Bedarf satt, druckvoll sowie – gemessen an seiner Größe – dank Spatial Audio auch räumlich. Überzeugen kann der mobile Lautsprecher daher nicht nur klanglich. Auch sein Formfaktor, sein Design und nicht zuletzt die verbaute Technik wie Bluetooth 5.3 samt gelungener App-Anbindung hinterlassen einen sehr guten Eindruck. Auch LDAC und die IPX7-Zertifzierung findet man eher selten auf dem riesigen Markt der Bluetooth-Boxen. Wer über die leichten Schwächen wie der fehlerhaften roten Beleuchtung oder der Anfälligkeit gegenüber Fingerabdrücken hinwegsehen kann, erhält für derzeit knapp 160 Euro ein solides Produkt.

vor 4 Monaten von Pete Schloßnagel
  • Bewertung: 4.25
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformLautsprecher
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)50 - 40.000 Hz
  • Gewicht ohne Kabel1.638 g
  • Kabellänge60 cm

Lieferumfang

  • USB-C-Ladekabel

Besonderheiten

  • in Schwarz, Blau und Rosa erhältlich
  • BT-Version: 5.3
  • BT-Codecs: SBC, AAC, LDAC

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