Superlux HD665

Studio-Kopfhörer für Schlagzeuger und Bassisten

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Kurz & knapp

Ein weiteres Mal beweist Superlux, dass man selbst für wenig Geld ein durchdachtes Produkt anbieten kann. Auf plakative Optik muss man zwar verzichten, ebenso wie auf audiophile Klangerlebnisse. Aber als Werkzeug macht der Superlux HD665 im Tonstudio genau das, was er soll: Er erleichtert dem Musiker im Tonstudio die Arbeit.

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Schlagzeug ist ein lautes Instrument. Ein sehr lautes sogar. Wenn Schlagzeuger zu Playbacks üben wollen, oder wenn sie im Studio zu einem Stück trommeln sollen, stellt das spezielle Anforderungen an den verwendeten Kopfhörer. Superlux nimmt sich der geplagten Trommelfraktion an und baut ihnen den HD665, einen Studio-Kopfhörer speziell für Schlagzeuger. Und weil Bassisten im Studio gerne zum Schlagzeuger gesteckt werden, weist die Verpackung darauf hin, dass der Kopfhörer für „Schlagzeuger UND Bassisten“ geeignet ist.

Klang

Schon nach kurzem Probe-Hören mit meiner bewährten Test-Playlist ist klar, dass Superlux nicht alles richtig, aber halt auch nicht viel falsch gemacht hat: Der HD665 klingt unspektakulär und leistet sich in keinem Frequenzbereich deutliche Schwächen. Aber besonders hervor tut er sich auch nicht: die Höhen habe ich schon mal feiner aufgelöst gehört, die Bässe knackiger und die Mitten ehrlicher. Aber es handelt sich hier um einen Arbeitskopfhörer, den man ab und an am oberen Ende der dB-Skala betreiben muss. Da ist mir die hier gebotene moderate Abstimmung lieber, als Hype-Höhen, die bei steigender Lautstärke ins Trommelfell schneiden.

Anwendung

Wie Modelle der Konkurrenz auch erreicht der HD665 seine hohen Schall-Isolationswerte durch die massive Kapsel-Bauweise und einen hohen Anpressdruck. Somit ist im Studio gewährleistet, dass der Schall des Instruments nicht beim Hören des Playbacks stört und umgekehrt dieses Playback nicht als headphone-bleed (Kopfhörer-Übersprechungen) auf der Aufnahme landet. In dieser Disziplin gibt’s Top-Noten, aber diese Disziplin ist nicht allzu schwer.

Komfort

Weniger Begeisterung habe ich beim Thema „Tragekomfort“: Der HD665 drückt schon deutlich spürbar auf den Kopf und die Plastik-Polsterung macht das Tragen nicht unbedingt angenehmer. Aber was soll ich sagen: Für lange Hörsessions ist dieser Superlux-Kopfhörer nicht gedacht. Sein Zeitfenster ist vielleicht drei bis sechs Minuten lang, solange wie halt ein durchschnittlicher Aufnahme-Take dauert. Dann wird er abgenommen, die Ohren können durchlüften.

Verarbeitung

Gebaut ist der HD665 ziemlich massiv. Der verträgt auch mal einen Sturz vom Hocker oder einen Frustwurf auf den Boden nach vermasselter Aufnahme. Ein kleines Detail, das verrät, dass sich die Ingenieure Gedanken gemacht haben: das Kabel lässt sich sehr leicht an- und abstecken. Im Studio, wo gefühlt mehrere Kilometer von Kabeln kreuz und quer verlegt werden ist es äußerst sinnvoll, die Zuleitung vom Kopfhörer zu trennen. Da das Kabel einen robusten Eindruck macht, wird das Bild in die richtige Richtung abgerundet.

Fazit

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Über den Autor:

Von Chris Reiss
Redakteur

Chris Reiss hat Jazz-Bass studiert und hat ein Diplom als audio-engineer der SAE in der Tasche. Neben seiner Tätigkeit vor und hinter der Regieraumscheibe arbeitet er als Musik-Journalist und hat unter anderem das Fachbuch „Guitar Recording“ (erschienen (www.wizoobooks.com) verfasst. Wenn dann noch Zeit ist, mischt er als Haustechniker im „Club des Jahres 2014“, dem Milla-Club in München.

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