Aiaiai TMA-2 – Tonmeister Preset

Studio-Konfiguration des modularen Kopfhörersystems TMA-2 von Aiaiai

Aiaiai bringen eine neue, fertig konfigurierte Zusammenstellung für ihr modulares Kopfhörersystem TMA-2, das den schönen Namen „Tonmeister Preset“ trägt. Welche Komponenten hier zum Einsatz kommen, wie diese zusammenspielen und wie das am Ende klingt, testen wir.

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Das modulare Kopfhörersystem TMA-2 der dänischen Firma Aiaiai hat einen innovativen Ansatz: Der Kunde kann sich aus derzeit insgesamt 25 Komponenten (4 Treiber, 5 Kopfbügel, 7 Ohrpolster, 9 Kabel) sein Wunschsystem zusammenstellen. Wer das nicht will oder zunächst ein komplettes Basissystem haben möchte, greift auf eine der fertigen Konfigurationen, bei Aiaiai „Presets“ genannt, zurück.

Konfiguration

Für das Tonmeister-Preset verwenden Aiaiai den gepolsterten Kopfbügel H04, die mit dem Attribut „Vibrant“ versehene Kapsel S04, das ohrumschließende Ohrpolster E05 in Verbindung mit dem Anschlusskabel C04 (Spiralkabel 1,5 Meter, inklusive Mini-Klinkenadapter).

Der Kopfhörer wirkt mit seiner matten, durchgängig schwarzen Optik ebenso seriös wie hochwertig und der Tragekomfort ist dank der guten Polsterung als sehr gut zu bezeichnen. Allein die Mikrofaser-Bespannung neigt ein bisschen dazu, Fusseln anzuziehen. Wer es lieber glatt mag, greift also besser zur Kunstleder-Variante (die dann allerdings stärker das Ohrschwitzen begünstigt). Die Außengeräuschdämpfung ist gut und sollte auch für Monitormischungen genügen.

Klang

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Die Klanginszenierung, die von der S04-Kapsel zwischen die Ohrpolster gezaubert wird, ist beachtlich: Über das gesamte Frequenzspektrum geht die Membran souverän und kraftvoll zu Werk, ohne dabei irgendwelche Überbetonungen oder Zickigkeiten zu zeigen. Tatsächlich habe ich wenige Kopfhörer erlebt, die eine so ausgewogene Balance zwischen Hörvergnügen und gleichzeitig analytischem Klang liefern. Im direkten Vergleich zu unserem Referenzmodell Beyerdynamic DT-1990 Pro hört man zwar, dass sich der Aiaiai in den Höhen ein bisschen weniger Mühe gibt und entsprechend die Stereo-Ortung etwas ungenauer ist, dafür trumpft er im Bassbereich mächtig auf und transportiert überzeugend den „Impact“ einer Produktion. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich der TMA-2 besonders dann, wenn es um das Hören und Produzieren von Bass-intensivem elektronischem Material geht.

Überzeugende Zusammenstellung

Das Tonmeister-Preset des TMA-2 entspricht interessanterweise genau der Zusammenstellung, die ich seinerzeit beim Test aller Einzelkomponenten, als die Überzeugendste wahrgenommen habe: Durch das Textil-Spiralkabel (C04) verhält sich der Hörer am Arbeitsplatz praktisch, weil hier nichts verheddert und man dennoch eine „Bewegungsreserve“ hat. Vor allen Dingen aber klanglich ist die Zusammenstellung top: Die S04-Vibrant-Kapsel liefert ein extrem durchsetzungsstarkes Bassfundament, über dem sich knackige Mitten und etwas dezentere Höhen ausbreiten.

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Numinos
vor 5 Jahren von Numinos
  • Bewertung: 4.63
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Der Aiaiai TMA-2 Tonmeister-Preset ist ein Kopfhörer für all jene, die beim Produzieren oder Hören viel Wert auf eine überzeugende Bassabbildung legen ohne, dass es direkt unausgewogen wird. Ein wirklich schöner und aufgrund der Modularität auch investitionssicherer Kopfhörer zu einem angemessenen Preis!

Messdaten

Frequenzgang:

Außendämpfung:
Mehr Messdaten

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 - 20.000 Hz
  • Impedanz33,85 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)107,14 dB
  • Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf621,5 g
  • Gewicht mit Kabel264 g
  • Gewicht ohne Kabel200 g
  • Kabellänge155 cm

Lieferumfang

  • Adapter auf 6,35 mm

Besonderheiten

  • modulares Kopfhörersystem
  • alle Komponenten einzeln erhältlich
  • Anpassung an verschiedenste Szenarien möglich

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