Eine graue Eminenz für alle, die keinerlei Wert auf Äußerlichkeiten legen, sondern einen verlässlichen Begleiter für Außenaufnahmen, den Einsatz im Studio oder bei Live-Anwendungen suchen.

Der DT 100 von Beyerdynamic ist so etwas wie der kurz vor der Verrentung stehende Theatertechniker unter den Kopfhörern: Er ist schon immer da gewesen, etwas grau vom fehlenden Sonnenlicht und in seiner Welt heißen Beschallungsanlagen nicht Lautsprecher, sondern immer noch Klangsäulen, bitteschön.

Wenn aber die Noise-Performance-Truppe aus Frankfurt an der Oder sein altehrwürdiges Theater betritt, wird er auch für deren Auftritt alles in seiner Macht stehende tun, damit die Show rockt.

Der Beyerdynamic DT 100 ist im besten Sinn unaufgeregt

Wer mit ihm einen Mix anfertigt, wird nie Gefahr laufen, sich das Material schön zu hören. Deswegen ist der dynamische, geschlossene Kopfhörer auch keinesfalls für den rein privaten Musikgenuss zu empfehlen.

Aber bereits sein wie erwähnt etwas altbackenes Design sollte potentielle Käufer abschrecken, die neben den rein technischen Aspekten auch etwas suchen, dass man in der Disco um den Hals tragen kann. Für einen Straßenpreis von unter 130 Euro gibt es massig Alternativen, die nicht nur wohlwollender klingen, sondern auch optisch „etwas mehr“ Lifestyle versprühen.

Der Beyerdynamic DT 100 ist eher etwas für Leute, die Geld verdienen, wenn sie ihn tragen und den Wichtigtuern von Marketingabteilungen und Kreativagenturen signalisieren wollen: Seht her, genauso wenig wie es für diesen optisch aus der Zeit gefallenen Kopfhörer adäquaten Ersatz gibt, genauso wenig bin ich ersetzbar. Oder so ähnlich.

Im Studio könnte er unter Umständen für lange, lange Nachtsessions sorgen, weil man bei der Abhöre mit dem DT 100 eigentlich nie ganz zufrieden ist mit seinem Mix, alles klingt immer etwas brav. Das führt im Endeffekt natürlich zu ausgefeilten Produktionen, aber jeder Anwender muss selbst den Absprung schaffen und merken, dass nun auch wirklich nicht mehr aus einer Aufnahme herauszuholen ist. Als Monitoring-Hörer wiederum ist er vor allem für Newcomer bestens geeignet, die nicht gleich durch allzu hochbrillante Wiedergabe vor sich selbst erschrecken sollen.

Das Kabel wird per Schraube an der rechten Ohrmuschel befestigt, gleich neben der Aufschrift „Made in Germany“. Die Softskin-Polster lassen sich austauschen und sind in jedem gut sortierten Fachhandel erhältlich.

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Technische Daten

Bauform
Over-Ear
Bauweise
geschlossen
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
30 - 20.000 Hz
Impedanz
17,6 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
93,66 dB
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
746 g
Gewicht mit Kabel
414 g
Gewicht ohne Kabel
343 g
Kabellänge
315 cm

Lieferumfang

  • Adapter

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