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Beyerdynamic MMX 150

Geschlossenes USB Gaming Headset mit Transparenzmodus

Mit dem neuen Beyerdynamic MMX 150 stellen die Heilbronner dem hauseigenen MMX 100 (zum Test) ein 30 Euro teureres Gaming Headset zur Seite. Technisch gesehen fast identisch zum kleinen Brüderchen, gibt es mit dem MMX 150 eine digitale USB-Verkabelung sowie einen speziellen Transparenzmodus („Augmented Mode“) als Upgrade oben drauf.

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Für wen lohnt sich das Beyerdynamic MMX 150?

Wer ein Gaming Headset sucht, das gut klingt und ohne Konfigurationsaufwand oder LED-Lichtorgien sofort einsatzbereit ist, findet mit diesem Kopfhörer genau den richtigen Partner. Per USB- oder analogem Miniklinkenkabel kann das MMX 150 an alles angeschlossen werden, was entsprechende Ausgänge besitzt: PCs, Macs, Spielekonsolen, Tablets oder Smartphones. Dank des gut klingenden Mikrofons und einem Gewicht von rund 304 Gramm macht es auch im Homeoffice bei Videokonferenzen eine gute Figur.

Design und Tragekomfort

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Das Beyerdynamic MMX 150 ist ein geschlossener Over-Ear-Kopfhörer mit dynamischen 40-mm-Treibern. Der in Schwarz oder Hellgrau erhältliche Kopfhörer besitzt ein abnehmbares Schwanenhalsmikrofon und wird mit zwei Kabeln geliefert: ein 120 cm langes USB- auf vierpoliges Miniklinkenkabel sowie ein 240 cm langes USB-C auf USB-A-Kabel. Beide sind mit Stoff ummantelt, Griffgeräusche oder ein Reiben an der Kleidung fangen die großen Kunststoffgondeln allerdings ein.

Ganz Beyerdynamic-typisch ist auch das MMX 150 solide verarbeitet, wobei ein Großteil des verwendeten Materials Kunststoff ist. Das Kopfbügelpolster aus Memory-Schaumstoff ist mit Kunstleder überzogen und fest mit dem Bügel verbunden. Dieser nimmt die Aluminiumaufhängung auf, die etwas schwergängig in elf gerasterten Stufen eine Größeneinstellung erlaubt. Daran hängen die Lautsprechergondeln, deren Ohrpolster ebenfalls mit Memory-Foam gefüllt und mit Kunstleder ummantelt sind. Leider sorgen die austauschbaren Ohrpolster (Durchmesser ca. 6 cm) nach einigen Stunden für schwitzige Ohren und ein festes Drücken auf die Kapseln lässt die Luft darunter mit einem lauten Fiepen entweichen.

Das Beyerdynamic MMX 150 verfügt über lediglich ein Bedienelement, das sich an der linken Kapsel befindet. Ein kleines Kontrollrad mit Klickfunktion samt LED-Einfassung kümmert sich um die Lautstärke, schaltet das Mikrofon stumm und de/aktiviert per zweisekündigem Druck den sogenannten „Augmented Mode“. Das funktioniert allerdings nur, wenn das Headset über USB an Rechner oder Konsole angeschlossen ist, die das Headset mit Strom versorgen zu können.

Während der Volumenregler des kleineren MMX 100 unser größter Kritikpunkt war, macht Beyerdynamic hier einiges an Boden gut, dennoch bleibt ein Manko: Der gerasterte Endlosdrehregler regelt zwar linear, aber anstatt auf Stufe 3 das Volumen entsprechend zu erhöhen, wird die Lautstärke einfach gemutet. Dreht man das Rädchen entsprechend weiter auf, verhält sich die Erhöhung wieder normal. Das ist nicht sonderlich tragisch, da wir hier von wirklich leisen Pegeln reden, dem ein oder anderen könnte nachts aber vielleicht genau diese Lautstärkestufe fehlen.

Der Augmented Mode ist eine sinnvolle Ergänzung: Er schleift Geräusche von außen durch, sodass die Umwelt wahrgenommen werden kann. Dabei fangen zwei Mikrofone in den Kapseln diese ein und mischen sie in Echtzeit zum Wiedergabesignal. Das hat auch den Vorteil, dass man in normaler Lautstärke weitersprechen kann, als dies bei einem rein geschlossenen System der Fall wäre. Die Verstärkung arbeitet aber subtiler als wie wir es beispielsweise von den Apple AirPods Max (zum Test) kennen, das Grundrauschen verhält dabei angenehm unauffällig.

Klang

Das Beyerdynamic MMX 150 setzt auf dasselbe Tuning wie das MMX 100. Der Bassbereich ist präsent, knackig, aber nicht überbordend. Sein Übertragungsbereich startet bei tiefen 5 Hz, aber das wirkt oftmals ein bisschen brav. Beim Spielen bedeutet dies wiederum, dass tiefes Grollen, Motorengeräusche oder Explosionen nicht in den Mittenbereich einstrahlen. Wir hatten weder bei „Horizon Zero Dawn“ noch bei „Shadow of the Tomb Raider“ Mühe, Dialoge oder Geräusche zu verstehen und zu unterscheiden. Sprache bleibt stets verständlich, auch wenn ein Hang zum Zischeln besteht.

Zusammen mit dem Hochtonbereich sorgen die Mitten für eine sehr gute Präzision: Für ein reines Stereo Headset hatten wir nie Mühe, Bewegungen und Geräusche der Gegner auf der virtuellen Klangbühne zu lokalisieren. Auch Spielszenen, in denen es äußerst hektisch zugeht, bringen den MMX 150 nicht aus dem Tritt.

Bleibt festzuhalten: Das Gesamt-Tuning des Beyerdynamic MMX 150 ist den Heilbronnern gelungen – so gut, dass wir ihn auch zum Musikhören empfehlen.

Mikrofon

Auch mit der Mikrofon-Qualität waren wir sehr zufrieden: Ausgestattet mit einer 9,9 mm großen Kapsel und Nierencharakteristik klang unsere Stimme recht natürlich, Tastaturgeräusche waren nur sehr leise im Hintergrund wahrnehmbar. Bei unseren Testaufnahmen zeigte sich die hohe Empfindlichkeit des Mikros: Zu nah am Mund positioniert, sorgte unsere Stimme schnell für Übersteuerungen.

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vor 9 Monaten von Pete Schloßnagel
  • Bewertung: 3.75
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Das Beyerdynamic MMX 150 ist wie sein kleiner Bruder, das MMX 100, ein geradliniges Gaming Headset, das innerhalb von Sekunden einsatzbereit ist – egal, ob per USB oder Miniklinke. Wer auf eine präzise Wiedergabe Wert legt, könnte mit diesem Kopfhörer den richtigen Partner gefunden haben, auch weil sein Mikrofon einen guten Eindruck hinterlässt. Der Augmented Mode ist eine sinnvolle Zugabe, Einschränkungen gibt’s dagegen, wenn das MMX 150 rein analog betrieben wird.

Wer primär an Konsolen zockt, wem ein Transparenzmodus nicht wichtig ist, eine dedizierte Mute-Taste dagegen schon, kann ruhigen Gewissens 30 Euro sparen und zum Beyerdynamic MMX 100 greifen. Klanglich bieten beide dasselbe überzeugende Klangerlebnis.

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)5 - 30.000 Hz
  • Impedanz32 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)116 dB
  • Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf458 g
  • Gewicht ohne Kabel304 g
  • Kabellänge240 cm

Lieferumfang

  • USB-C auf Miniklinkenkabel
  • USB-C auf USB-A-Kabel
  • Mikrofon
  • Plopschutz

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