FiiO FH3

Kabelgebundener In-Ear-Kopfhörer mit gutem Klang

Stundenlangen Musikspaß mit entspanntem modernen Klang – das verspricht der FiiO FH3. Dieser günstige In-Ear-Kopfhörer wartet nicht nur mit schickem Design auf, sondern bringt auch eine gute Verarbeitung und eine umfangreiche, nützliche Ausstattung mit sich. Hier wird pure Freude am Klang geboten, die in dieser Preisklasse ihresgleichen sucht.

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Kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer gibt es wie Sand am Meer. FiiO hat den FH3 gegenüber dem Vorgängermodell mit einigen Neuerungen ausgestattet, die zu einem verbesserten Tragekomfort und Klangbild führen sollen. Was es damit auf sich hat, haben wir unter die Lupe genommen.

Praxis

Der FiiO FH3 wird in einer schmucken und stabilen Verpackung ausgeliefert. Zum Lieferumfang gehören neben dem Kopfhörer ein Hard Case, die Kurzanleitung sowie ein Soft Case, das diverse Kunststoffaufsätze enthält. Mehr dazu später …

Der kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer liegt im mittleren Preissegment der FH-Serie. Für einen relativ günstigen Preis zwischen 100 und 150 Euro soll er in einem stark umkämpften Preissegment den Einstieg in die HiFi-Welt ermöglichen.

Das komplett schwarze Gehäuse wird in einem CNC-Verfahren aus Aluminium und Magnesium hergestellt. Die äußere Gestaltung, in Form einer Welle, findet sich auch bei den anderen Modellen der FiiO-FH-Serie. Übergangslos zur äußeren Schale hin sind die MMCX-Buchsen integriert. Einmal mit dem Kabel verbunden wackelt und rappelt nichts mehr. Hier darf man auf etliche Jahre servicefreie Nutzung hoffen.

Das beigefügte Kabel entstammt der hauseigenen B-Serie und endet auf einer 3,5-mm-Miniklinke. Nach Herstellerangaben wird es aus 96 silberbeschichteten Litzen gefertigt. Das äußere Material ist leicht steif und hinterlässt aufgrund seiner Festigkeit einen langlebigen Eindruck – eindeutig ein Pluspunkt. Der Einsatz von MMCX-Buchsen ermöglicht zudem eine große Auswahl an Kabeln von Drittanbietern, um mit der klanglichen Vielfalt unterschiedlicher Materialien zu experimentieren. Anschlussseitig wurde ein winkelförmiger Klinkenstecker verwendet, der nicht nur edel aussieht, sondern auch robust daherkommt.

Das gut dimensionierte Hard Case erinnert an die klassischen Pelikan-Cases und scheint genauso stabil und bruchsicher zu sein. Wer es kompakter mag, nutzt das mitgelieferte Stoff-Case.

Die In-Ear-Kopfhörer sitzen in meinem Fall bequem in der Ohrmuschel, schließen lückenlos zur Außenwelt ab und die Earhooks des Kabels bieten einen geeigneten Winkel, der die Kopfhörer sicher in Position hält. Über die verschiedenen Silikonaufsätze sollte sich ein guter Tragekomfort ergeben. Zu den Silikonaufsätzen: Diese sind aus unterschiedlich festem Material gefertigt und in jeweils drei Größen vorhanden. Es gibt je drei Paare für Freunde betonter Bässe, für eine höhenbetonte Wiedergabe sowie eine klangneutrale Variante. Als Ergänzung kommen noch zwei superweiche Paare für sensible Ohren hinzu.

Technik

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Im Herzen des FiiO FH3 werkelt ein hybrides System, das sich aus dynamischen und BA-Treibern zusammensetzt. Der mit Beryllium beschichtete dynamische Treiber sorgt für knackige und tief reichende Bässe, während zwei Balanced-Armature-Treiber für differenzierte Mitten und klare Höhen sorgen. Beryllium ist vierfach fester als Stahl, was die 10 mm große Treibermembran widerstandsfähiger gegenüber Verzerrungen macht. Gleichzeitig ist es leicht genug, um Impulse schnellstmöglich reproduzieren zu können.

Das patentierte „S.Turbo-Design„ ist eine Bassreflexröhre mit 41,5 mm Länge. Diese wurde in Form einer Schnecke im Inneren der Kopfhörer angelegt. Sie dient zur Verstärkung und Formung der tieffrequenten Anteile. Laut Herstellerangaben soll ein positiver Nebeneffekt dieses Designs das ergänzende Herausfiltern unerwünschter Hochtonfrequenzen sein. Zwei Auslässe pro Hörer sollen Dröhnen vermeiden und für ausgewogene Klangergebnisse sorgen.

Klang

Als Ausspielgerät mit der Möglichkeit für direkte Vergleiche diente der Funk-MTX-Monitor mit integriertem Kopfhörerverstärker. Als weitere Abspielgeräte kamen ein Cambridge Audio CXN V2, ein CD-Player (NAD 512), ein Smartphone (Samsung Galaxy S7) und ein iBasso DX 240 Reference DAP (zum Test) zum Einsatz. Entsprechend der unterschiedlichen Silikonaufsätzen lässt sich der Klang des FiiO FH3 entsprechend der eigenen Präferenz anpassen. Ich habe mich für die neutralen Aufsätze entschieden.

Im Bassbereich liefert der FiiO FH3 dabei ein ordentliches Fundament, bleibt dabei aber knackig und klar definiert. Es gibt keine unsauberen tieffrequenten Resonanzen. Sowohl die Bassdrum eines Schlagzeugs als auch ein elektrischer oder akustischer Bass erklingen tiefreichend und druckvoll und unterstützen das Gesamtklangbild. Selbst bei niedriger Lautstärke verliert sich der Bassbereich nicht im Nichts, sondern liefert stets ein zufriedenstellendes Fundament. Die Idee des Bassreflexkanals geht hier auf.

Die Mittenfrequenzen wirken durchsichtig und präzise in der Wiedergabe. Dieser Bereich beinhaltet die meisten notwendigen Informationen, die den Körper eines Instrumentes klanglich darstellen. Im Falle von elektronischer Musik schmatzt eine TB-303 so vergnügt und zwitschernd daher, dass es Spaß macht, im Klang mitzuschwingen. Doch auch konventionelle Instrumente wie E-Gitarren werden differenziert und druckvoll wiedergegeben. Es existiert eine gute Auflösung, die eine klare Trennung und Raum zwischen den Instrumenten ermöglicht.

Die Höhen klingen aufgrund ihres erweiterten Frequenzbereiches luftig und fein auflösend. Sie wirken nie angestrengt oder schrill. Obertonreiche Klänge wie Schlagzeugbecken, Tambourin oder Triangel klingen nach oben offen. Insgesamt bieten die Höhen einen eher wärmeren Charakter, ohne dabei aber an Auflösung zu verlieren.

Auf der virtuellen Bühne verteilen sich die Instrumente im Stereopanorama differenziert und mit eigenem Raum. Selbst äußere Positionen werden nicht abseits, sondern als Teil des Gesamtklanges dargestellt. Dabei lassen sich auch virtuelle Räume der einzelnen Instrumente konkret definieren. Zusammenfassend bereitet es viel Spaß, mit dem FiiO FH3 Musik zu hören. Diese In-Ears weisen eine schöne unaufgeregte Leichtigkeit auf, die auch stundenlanges Hören ohne Ermüdung ermöglichen. Die verlustfreie Übertragung über ein Kabel bietet tatsächlich einen klaren Mehrwert gegenüber Modellen mit Bluetooth-Funkstrecken in gleicher Preisklasse.

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Michael Schillings
vor 3 Wochen von Michael Schillings
  • Bewertung: 4
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Der FiiO FH3 bietet durchdachte fokussierte Technik, die für entspannten modernen Klang mit knackigen, tiefreichenden Bässen, differenzierten Mitten und luftigen Höhen für stundenlangen Musikspaß sorgt. Die gute Verarbeitung, das schicke Design und die umfangreiche Ausstattung, insbesondere die klanglich verschiedenen Silikonaufsätze, überzeugen auf ganzer Linie. Hier wird pure Freude am Klang geboten, die in der Preisklasse zwischen 100 und 150 Euro ihresgleichen sucht. Eine genussvolle Kaufempfehlung für den schnörkellosen Kabelbetrieb.

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch + Balanced Armature
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)10 - 40.000 Hz
  • Impedanz24 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)@1 kHz: 114 dB
  • Gewicht ohne Kabelje 7,3 g
  • Kabellänge120 cm

Lieferumfang

  • FiiO LC-3.5B Kabel
  • 3 Paar Silikonaufsätze (S, M, L), Klang: neutral
  • 3 Paar Silikonaufsätze (S, M, L), Klang: bassbetont
  • 3 Paar Silikonaufsätze (S, M, L), Klang: höhenbetont
  • 2 Paar Memory-Foam-Aufsätze
  • Reinigungspinsel
  • Softcase
  • Hardcase

Besonderheiten

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