Hörluchs haben mit den HL1010 ein Einstiegsmodell am Start, das die Erfahrung des deutschen Herstellers im Bereich Hörgeräteakustik auch für den schmalen Geldbeutel verfügbar machen soll. Was ihr von diesen Knopfkopfhörern erwarten dürft, erfahrt ihr in unserem Check-up.

Dabei sein ist alles

Wer sich die HL1010 zulegt, bekommt einiges dazu geliefert. Der auffälligste Part des enthaltenen Zubehörs sind wohl die sogenannten Smart Caps. Sie lassen sich auf die In-Ears clipsen und sorgen damit im Handumdrehen für ein neues Aussehen der Knopfkopfhörer. Die beiliegenden Smart Caps sind in einem auffälligen Rot-Ton gehalten und mit einem Hörluchs-Logo verziert. Optional sind Caps in weiteren Farben und mit anderen Aufdrucken erhältlich. Außerdem liegt ein Jeans-Beutel bei, der per Kordelzug verschlossen wird. Auch ein Reinigungstuch ist mit an Bord. Für die optimale Passung der In-Ears im Gehörgang sorgen die enthaltenen sechs Paar Ohrpassstücke. Für unter 130,- € bekommt der Käufer hier also einen üppigen Lieferumfang geboten.

Optik & Verarbeitung

Beim Design ihrer Kopfhörer verfolgen Hörluchs eine klare Linie. Die Gestaltung der Ohrhörer ist schlicht und überwiegend funktional. Und auch Hörer und Kabel der HL1010 entsprechen diesen Leitlinien. Die mattschwarzen In-Ear-Gehäuse haben einen ergonomisch ausgerichteten Hörfortsatz. Das Kabel der Kopfhörer wird über das Ohr verlegt und ist daher an seinen Enden durch einen ummantelten Biegedraht verstärkt. Das wechselbare Kabel ist teiltransparent und neigt aufgrund seiner Kordelung weniger zum verzwirbeln als gerade Kabel. Sowohl die Stifte der proprietären Kabelsteckverbindung als auch der Miniklinkenstecker sind vergoldet. So bleiben die Kontaktflächen dauerhaft rostfrei. An allen dafür relevanten Stellen sind dezente, aber wirkungsvolle Knickschutze verbaut. Was nicht auf Anhieb zu sehen ist, sind die in den Schallöffnungen verbauten kleinen Schutzgitter. Sie sollen das Innenleben der In-Ears davor schützen, dass Staub oder Ohrenschmalz eindringen können.

Zahlenwerk

Die HL1010 eignen sich aufgrund ihrer geringen Impedanz von nur 11 Ohm gut für den Einsatz an Smartphone, Tablet & Co. Die Kabellänge beträgt etwa 1,60 m und ist deshalb optimal, um das Kabel unterwegs unter der Kleidung zu verlegen, ohne dass allzu viel Strippe übrigbleibt. Wer diese Kopfhörer einsetzt, darf laut Herstellergaben mit einem Schallpegel von bis zu 128 dB SPL und einem Übertragungsbereich von 20 Hz bis 20 kHz rechnen. Die HL1010 sind also nicht nur laut, sondern lassen auch (zumindest auf dem Papier) nichts Hörbares aus.

Sitz, passt, wackelt (nicht) und hat Luft

Gerade einmal 5 g bringen die beiden Hörluchs-Knopfkopfhörer gemeinsam auf die Waage, lässt man das Gewicht des Kabels einmal außer Acht. Nicht nur deshalb ist der Sitz der HL1010 top. Ihr ergonomisch angewinkelter Hörfortsatz reicht ebenso perfekt in den Gehörgang hinein, wie sein Gehäuse ohne Drücken sicher in der Ohrmuschel liegt. Ganz gleich ob beim Relaxen, beim Musikhören unterwegs oder bei sportlicher Betätigung: Die Passung der In-Ears überzeugt.

Weniger Bässe als erwartet

Der Klangcheck der Hörluchs HL1010 offenbart eine mittenbetonte Wiedergabe, die zunächst mit weniger Bässen aufwartet als erwartet. Schalte ich einen Bassboost oder Equalizer mit Bassanhebung hinzu, lassen mich die HL1010 jedoch nicht im Stich. Wer die versprochene Bassbetonung der In-Ears nicht auf Anhieb hört, darf hier also getrost mit der Musik-App seines Smartphones nachhelfen. Denn die In-Ears bieten allemal Reserven, die bis in den Subbass-Bereich hinab reichen. Anders sieht es bei den Höhen aus. Hier kommt der Sound der HL1010 ein wenig bedeckt daher und ist auch mit extremer Frequenzbearbeitung nicht aufzufrischen. Das ist ein zuverlässiges Zeichen dafür, dass die wenig offenen Höhen hier technisch bedingt sind. Gerade in den Mitten sind diese Kopfhörer aber derart stark aufgestellt, dass sich Gitarrenmusik mit ihnen kaum ermüdungsfrei anhören lässt. Aufgrund ihres Frequenzbilds eignen sie sich daher vor allem für all diejenigen, die starke Mitten und eine gute Sprachverständlichkeit suchen. Fans von Hörspielen und Hörbüchern dürften deshalb hier auf ihre Kosten kommen. Wer entsprechende Ohrpassstücke wählt, kann sich außerdem auf eine recht gute Isolation von Außengeräuschen freuen. Deshalb lassen sich die Hörluchs HL1010 für Musiker auch als Monitoring-In-Ears einsetzen, insbesondere von Sängern, Sprechern und Moderatoren.

Fazit: Hörluchs HL1010
von Carsten Kaiser

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Die Hörluchs HL1010 haben mit Stoffbeutel, Reinigungstuch und etlichen Ohrpassstücken einen tollen Lieferumfang. Dazu sind sie top verarbeitet und ebenso angenehm wie sicher zu tragen. Sogar für den Einsatz beim Sport eignen sie sich aufgrund ihres guten Sitzes. Auch wenn der Klang der Knopfkopfhörer weniger bassbetont ist als erwartet, bieten sie doch im Bassbereich starke Reserven. Für das ermüdungsfreie Anhören von Gitarrenmusik ist das Frequenzbild der HL1010 dagegen nicht geeignet. Stattdessen wird ihr Klangprofil im Consumer-Bereich vor allem Käufer glücklich machen, die Sprache in Hörbüchern, Hörspielen oder Filmen besonders gut wahrnehmen möchten. Außerdem können Musiker darüber nachdenken, diese In-Ears für das Monitoring von Gesang und Sprache einzusetzen.

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Technische Daten

Bauform
In-Ear
Bauweise
geschlossen
Wandlerprinzip
dynamisch
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
20 - 20.000 Hz
Impedanz
[Herstellerangabe] 11 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
[Herstellerangabe] 128 dB
Gewicht mit Kabel
14 g
Gewicht ohne Kabel
5 g
Kabellänge
160 cm

Lieferumfang

  • 6 Paar Ohrpassstücke
  • Smart-Caps
  • Reinigungstuch
  • Stoffbeutel

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