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JBL Live Pro+ TWS

Leichte True Wireless In-Ears mit drei ANC-Profilen

Kurz & knapp

JBLs Live Pro+ punkten mit einer gelungenen spaßorientierten Abstimmung, ausdauernden Akkus und den vielseitigen Personalisierungsoptionen per App, wodurch die wetterfesten True Wireless In-Ears ein breites Einsatzspektrum abdecken. Bei der Umgebungsgeräuschkontrolle überzeugen die Talkthru-Funktion und der Umgebungsmodus trotz eines wahrnehmbaren Grundrauschens durch eine gute Verständlichkeit von Stimmen, während bei den drei ANC-Profilen Schwächen im oberen Frequenzbereich in Kauf genommen werden müssen.

Vorteile:
  • bequemer Sitz
  • Akkulaufzeit
  • Schnellladefunktion
  • Case kann wahlweise per USB-C-Anschluss oder kabellos via Qi geladen werden
  • umfangreiche App mit individuellen System- und Klanganpassungen
  • Einbindung von Google Assistant
  • Umgebungs- und Talkthru-Funktion (bis auf das Grundrauschen)
  • unterstützen das AAC-Format
Nachteile:
  • kein aptX
  • Hörer ohne Ladestandsanzeige
  • kein manuelles Ein- und Ausschalten der In-Ears möglich
  • es ist nur per App ersichtlich, welcher ANC-Modus aktiv ist
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Die kabelbefreiten In-Ears Live Pro+ TWS von JBL sind bassbetont abgestimmt und sollen im Alltag und auf Reisen eine flexible Umgebungsgeräuschkontrolle ermöglichen, indem die Hörer sowohl über eine anpassbare Geräuschunterdrückung als auch einen Umgebungs- und Talkthru-Modus verfügen. Per App-Anbindung werden zudem individuelle System- und Klanganpassungen sowie eine Einbindung von Amazon Alexa oder Google Assistant unterstützt.

Mit einem Gewicht von fünf Gramm pro Seite ist das kompakte Design der Hörer angenehm leicht, bettet sich dabei gut in die Ohrmuscheln ein und wird selbst bei längeren Einsätzen kaum wahrgenommen. Hierzu trägt bei, dass insgesamt fünf Paar Silikon-Eartips mitgeliefert werden, und zwar drei Standardvarianten in den Größen S, M und L sowie zwei flachere Ohrpassstücke in den Größen M und L, wodurch der Sitz spezifisch angepasst werden kann. Bei sportlichen Aktivitäten sollte allerdings darauf geachtet werden, dass keine stärkeren Erschütterungen erfolgen, da die In-Ears nicht mit zusätzlich stabilisierenden Gelkappen oder Flügeln ausgestattet sind. Ausreichend Halt für einen kurzen Zwischenspurt ist jedoch vorhanden. Im Freien ist das System zudem vor witterungsbedingter Nässe geschützt, da die Hörer gemäß IPX4 wasserbeständig verarbeitet sind.

Energieseitig bieten die In-Ears bei einem mittleren Lautstärkepegel eine beachtliche Laufzeit von acht Stunden, wenn keine Geräuschunterdrückung genutzt wird. Im reinen ANC-Betrieb wollen die Hörer hingegen nach sechseinhalb Stunden wieder aufgeladen werden, was im handlichen Lade-Case insgesamt drei Mal erfolgen kann, so dass die Gesamtlaufzeit mit Noise Cancelling ungefähr 26 Stunden und ohne Geräuschunterdrückung bis zu 32 Stunden beträgt. Darüber hinaus kann bei spontanen Einsätzen von der Schnellladefunktion Gebrauch gemacht werden, die nach einer zehnminütigen Stromzufuhr Akkukapazität für 75 Minuten im Grund- oder 60 Minuten im ANC-Modus bereitstellt. Praktisch ist zudem, dass das Transport-Case wahlweise über den vorhandenen USB-C-Anschluss oder induktiv via Qi aufgeladen werden kann, wobei die Akkureserve über das mitgelieferte USB-C auf USB-A-Ladekabel nach knapp zwei Stunden wieder hergestellt ist, während das drahtlose Laden dem Hersteller zufolge etwa drei Stunden benötigt. Kritisierbar ist, dass auf eine Ladestandsanzeige bei den Hörern verzichtet wurde, so dass nicht ersichtlich ist, wann diese vollständig geladen sind, was unseren Tests zufolge etwa 75 Minuten in Anspruch nimmt. Beim Case wird der Fortschritt während des Ladens hingegen anhand von drei LEDs angezeigt.

Bedienung

Das Koppeln der Live Pro+, die den Bluetooth-Standard 5.0 und per Fast Pair ein schnelles Verbinden mit entsprechenden Android-Geräten unterstützen, kann direkt mit dem Öffnen des Cases erfolgen, wobei die In-Ears auch einzeln im Single-Modus genutzt werden können. Nicht möglich ist allerdings ein manuelles Ein- und Ausschalten der Hörer über die berührungsempfindlichen Oberflächen, was durchaus ein Manko darstellt, da stets das Case benötigt wird. Zumal die In-Ears automatisch mit jedem Ausschalten geladen werden, wodurch sich die Lebensdauer der Akkus verkürzt. Gut umgesetzt ist, dass die Belegung der Touch-Steuerung in der App an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann, auch wenn die Zuweisung nicht frei, sondern innerhalb vorgegebener Settings erfolgt. In der Standardkonfiguration schaltet ein einfaches Antippen der linken Höreroberfläche zwischen Grundklang, ANC- und Umgebungsmodus um, während die Talkthru-Funktion durch zweifaches Tippen ein- und ausgeschaltet wird. Die Wiedergabe kann hingegen über die rechte Seite gesteuert werden, wobei doppeltes Tippen zum Vor- und dreimaliges Antippen zum Zurückspringen dient. Das Annehmen und Beenden von Telefonaten ist darüber hinaus beidseitig durch zweifaches Tippen möglich, während ein Halten den jeweiligen Sprachassistenten aktiviert. Eine Lautstärkeregelung ist hingegen nicht vorgesehen, kann über die App jedoch beispielsweise anstelle der Titelnavigation ausgewählt werden. Einstellbar ist auch, ob die Wiedergabe mit dem Ablegen der In-Ears automatisch pausieren soll, da die Hörer über eine sogenannte Ohrerkennung verfügen, die ebenso zuverlässig wie die Touch-Steuerung reagiert.

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Auch an der Sprachverständlichkeit beim Telefonieren gibt es wenig zu beanstanden, da beide Seiten ausgesprochen klar dargestellt werden und die eigene Stimme im Freien zudem recht gut von Windgeräuschen befreit wird. Lediglich bei stärkerem Straßenlärm lässt die Verständlichkeit etwas nach, da Verkehrsgeräusche zwar abgeschwächt, vom Gegenüber aber als diffuses Rauschen wahrgenommen werden.

JBL Headphones App

Neben der Belegung der Touch-Steuerung bestehen über die kostenlose App-Anbindung für iOS- und Android-Geräte eine ganze Reihe an weiteren Personalisierungsmöglichkeiten. Hierzu zählen drei Bluetooth-Einstellungen, die dem Hersteller zufolge entweder die Stabilität der Funkverbindung (Normal), den Klang (Audio) oder die Synchronität von Bild und Ton (Video) optimieren sollen. Positiv aufgefallen ist in diesem Zusammenhang, dass die Live Pro+ im Audio-Modus eine hohe Reichweite von 13 Metern besaßen, die sich auch durch mehrere Räume hindurch als stabil erwies. Darüber hinaus stehen bei der Geräuschunterdrückung ebenfalls drei Profile zur Wahl, wobei der Alltagsmodus als Standardeinstellung dient und durch einen Reise- sowie Aktivmodus für die Nutzung im Freien ergänzt wird.

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Die Einbindung von Sprachdiensten erfolgt ebenfalls über die App, was im Falle von Google Assistant einwandfrei funktioniert hat und eine nützliche Unterstützung darstellen kann. Ist die Sprachsteuerung einmal eingerichtet, kann jederzeit durch Halten der ausgewählten Hörerseite mit dem Assistenten kommuniziert werden, wobei sich Informationen abfragen, aber auch Nachrichten vorlesen und beantworten lassen. Allerdings schränkt die Nutzung von Alexa oder Google Assistant den Funktionsumfang der Touch-Steuerung ein, da die Sprachdienste eine Höreroberfläche belegen. Zur Klanganpassung steht zudem ein Equalizer zur Verfügung, der zwar nur wenige vorgefertigte Preset-Optionen bietet, aber mehrere eigene Einstellungen speichern kann, was eine flexible Ausrichtung ermöglicht. Des Weiteren können über die App Firmware-Aktualisierungen vorgenommen werden, während die integrierte Suchfunktion bei Bedarf per Piepton beim Auffinden der In-Ears und ein Passform-Test bei der Wahl der richtigen Eartips behilflich ist.

Sound

Die Abstimmung der Live Pro+ zielt mit einer kräftigen Basswiedergabe und stattlichem Tiefgang auf einen hohen Spaßfaktor ab und besitzt ein warmes Klangbild, das ansprechend klar, nicht beengt und aufgeräumt wirkt. Beeindruckend ist, wie gut die Tieftondarstellung bei den unterschiedlichsten Genres funktioniert, da sie zwar voll und ein bisschen „bauchig“ klingt, aber nicht zu vordergründig oder wuchtig in Erscheinung tritt. Gleichzeitig vermag der Unterbau bei Hip-Hop und Co. zu glänzen, wenn der Tiefbass herausgefordert wird, da die Wiedergabe zwar ausgesprochen satt erfolgt, aber nicht ins Schwimmen gerät und definiert bleibt. Im Vergleich zum Bassfundament erscheint die Mitten- und Höhendarstellung zurückhaltender und Vocals sowie Lead-Instrumente wirken eher in das Gesamtgefüge integriert als zentral fokussiert, ohne dass dabei Details wie Griffgeräusche überdeckt werden. Was jedoch vermisst werden kann, ist eine gewisse Spritzigkeit im Hochtonbereich, der in den oberen Gefilden geradezu zaghaft wirkt. Als vorteilhaft kann zwar empfunden werden, dass Zischlaute ohne Härte, sondern recht weich und unaufdringlich dargestellt werden, jedoch fehlt es der runden, harmonischen Wiedergabe hin und wieder ein wenig an Esprit.

An Audiocodecs unterstützen die Live Pro+ neben dem Bluetooth-Standard SBC auch das hochwertigere AAC-Format, während auf einen Codec der aptX-Familie verzichtet wurde.

ANC-, Ambient Aware- und Talkthru-Modus

Sowohl bei den drei Profilen der Geräuschunterdrückung als auch beim Umgebungsmodus erfolgt eine Anhebung im Bassbereich, die sich teilweise bis in den mittleren Frequenzbereich erstreckt. Vor allem im Aktivitätsmodus wirkt der Klang direkter und durchsetzungsfähiger, wobei auch die Wiedergabelautstärke zunimmt. Auch wenn der Grundklang im direkten Vergleich eindeutig heller und weitläufiger wahrgenommen wird, bleibt die Abbildung jedoch klar und wirkt nicht dumpf. Während die ANC-Profile ein leichtes Grundrauschen besitzen, das keine Auswirkungen auf die Wiedergabe hat, ist das Rauschen im Umgebungsmodus stärker ausgeprägt und bei ruhigeren Passagen durchaus wahrnehmbar. Abgesehen von dieser Einschränkung werden Außengeräusche jedoch einwandfrei verstärkt, wodurch Stimmen gut verständlich sind. Dabei kann im Umgebungsmodus bei einem mittleren Lautstärkepegel noch auf Mitmenschen reagiert werden, während sich die Wiedergabelautstärke im Talkthru-Modus, der ebenfalls über ein merkliches Grundrauschen verfügt, stark verringert, so dass problemlos eine Unterhaltung möglich ist. Hinsichtlich der Effektivität schneidet das Noise Cancelling insgesamt etwas schwächer ab, da hochfrequente Anteile in allen drei Profilen lediglich leicht reduziert werden, so dass primär im tiefen bis mittleren Frequenzbereich eine Abschwächung erfolgt. Auch die Handhabung der ANC-Modi erscheint noch nicht gänzlich ausgereift, da nur per App ersichtlich ist, welches Profil genutzt wird, was beispielsweise durch eine Sprachansage behoben werden könnte.

vor 3 Jahren von Maike Paeßens
  • Bewertung: 4.13
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 - 20.000 Hz
  • Impedanz16 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)@ 1 kHz/1 mW: 102 dB
  • Gewicht ohne Kabelje 5 g, Case: 50 g

Lieferumfang

  • Standard-Eartips in drei Größen (S/M/L)
  • flachere Eartips in zwei Größen (M/L)
  • USB-C auf USB-A-Ladekabel
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • in Schwarz, Weiß, Beige und Pink erhältlich
  • BT-Codecs: SBC, AAC
  • BT-Version: 5.0

Eine Antwort zu “JBL Live Pro+ TWS”

  1. Janina sagt:

    Hast du sie jbl live pro 2 tws auch im test?

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