Skullcandy Indy Fuel

Schnellladefähige True-Wireless-Hörer mit Touch-Steuerung

Skullcandys kabelbefreite In-Ears Indy Fuel spielen kraftvoll, bassbetont auf und sind mit einem Umgebungsmodus, EQ-Settings für Musik, Podcasts und Filme sowie einer App-Anbindung ausgestattet. Ein stabiler Sitz plus die schweiß-, wasser- und staubbeständig Verarbeitung gemäß IP55 bieten zudem eine sportliche Nutzung der Hörer an.

Die ergonomisch angepassten In-Ears betten sich gut in die Ohrmuschel ein und stehen lediglich leicht hervor, was das Tragen einer Mütze ermöglicht. Dabei bieten die Flügel selbst bei stärkeren Erschütterungen Stabilität, so dass sowohl im Alltag als auch beim Sport viel Bewegungsfreiheit besteht. Während die EarWings den Gehörgang entlasten, macht sich zudem das geringe Gewicht von sechs Gramm pro Seite positiv bemerkbar, wodurch der feste Sitz keine Druckbeschwerden erzeugt. Wer viel im Freien unterwegs ist, profitiert darüber hinaus von den wetterfesten Eigenschaften des robust wirkenden Systems, was zugleich die Reinigung erleichtert.

Als erfreulich reisetauglich erwiesen sich die Indy Fuel im Akkutest. Zum einen bieten die Hörer bei angehobener Lautstärke eine Laufzeit von ungefähr fünf Stunden, wobei die Schnellladefunktion nach einer zehnminütigen Stromzufuhr im Transport-Case, das als Ladestation dient, Einsätze von bis zu zwei Stunden ermöglicht. Besonders beeindruckend und außergewöhnlich ist jedoch, dass die In-Ears in weniger als 30 Minuten wieder vollständig aufgeladen sind, was sie auch auf längeren Reisen sehr flexibel einsetzbar macht. Zumal die Akkureserve der handlichen Transportbox ausreicht, um die Hörer fünf Mal aufzuladen, so dass die Gesamtlaufzeit bei etwa 30 Stunden liegt. Das Case selbst verfügt dabei über einen USB-C-Anschluss und ist über das mitgelieferte USB-C auf USB-A-Ladekabel nach knapp zwei Stunden wieder geladen, kann alternativ aber auch kabellos über ein Wireless Charging Pad mit Strom versorgt werden.

Gerätesteuerung

Im Verbund mit verschiedenen Android- und iOS-Geräten boten die In-Ears, die den Bluetooth-Standard 5.0 unterstützen, innerhalb einer städtischen Bebauung stabile Reichweiten von acht bis neun Metern, wobei jedoch vereinzelt Aussetzer auftraten. Beim Koppeln bestanden hingegen keine Probleme, das mit der Entnahme aus dem Case erfolgen kann. Hierdurch wird das System eingeschaltet und automatisch in den Pairing-Modus versetzt, während die Hörer mit dem Zurücklegen in die Ladevorrichtung ausgeschaltet werden. Ein manuelles Ein- und Ausschalten ist darüber hinaus durch ein längeres Berühren der Touch-Oberflächen möglich, wobei beide In-Ears auch einzeln im Single-Modus genutzt werden können.

Besteht eine Funkverbindung, regelt ein einfaches Antippen die Lautstärke, indem diese über den linken Hörer reduziert und rechtsseitig erhöht werden kann. Die Wiedergabe lässt sich hingegen durch zweifaches Tippen steuern, was auch zum Annehmen und Beenden von Telefonaten dient, während ein dreifaches Antippen Sprachassistenten aktiviert. Zudem wird eine Titelauswahl durch das Halten über zwei Sekunden unterstützt, wobei per rechtem Hörer das Vor- und mithilfe der linken Seite ein Zurückspringen erfolgen kann. Gut umgesetzt ist hierbei, dass die Remote verzögerungsfrei reagiert, auch wenn das mehrfache Antippen eine gewisse Aufmerksamkeit erfordert, um Fehlinterpretationen zu vermeiden. Beim Telefonieren ist das Gegenüber gut zu verstehen, während die eigene Stimme recht leise, ein wenig dumpf und von einem Rauschen begleitet dargestellt wird.

Sound

Die In-Ears wurden auf Hörspaß getrimmt und bilden mit vollen, präsenten Bässen ab, die zudem einen üppigen Tiefbassbereich zu bieten haben. Obwohl der massive Tiefgang etwas an Präzision verliert und eine leichte Dumpfheit besitzt, wirkt das Bassfundament ansonsten kompakt, rund und druckvoll. Sowohl die Mitten als auch die Höhen erscheinen eher zurückhaltender, werden jedoch nicht überlagert und sind ansprechend klar. Angenehm ist, dass der Hochtonbereich weder spitz noch hart klingt und nicht dazu neigt, Zischlaute zu überzeichnen. Dabei wirkt der Grundklang insgesamt eher erdig und warm als hell oder kalt, aber auch ein wenig verhangen. Mit hochwertigeren Audiocodecs wie aptX und dem AAC-Format können die Hörer nicht punkten, so dass der Bluetooth-Standard SBC zum Einsatz kommt. Geboten wird jedoch ein dynamischer Antritt, Agilität und ein hoher Output mit Reserven.

Per EQ-Switch kann zudem eine Klanganpassung vorgenommen werden, die im Podcast-Modus die Verständlichkeit von Stimmen erhöht und die Basswiedergabe reduziert, wodurch ein merklich helleres Klangbild besteht. Für actionreiche Medien ist hingegen der Filmmodus gedacht, der den Bassbereich und die wahrgenommene Lautstärke verstärkt. Von Vorteil ist hierbei, dass das Umschalten direkt an den In-Ears erfolgen kann, indem durch zweifaches Antippen und ein darauf folgendes Halten einer Höreroberfläche vom Musik- in den Podcast- und Filmmodus gewechselt wird.

Außenwahrnehmung, Tracking-Funktion und App-Anbindung

Da die In-Ears konstruktionsbedingt über recht hohe Isolationseigenschaften verfügen, soll der Umgebungsmodus insbesondere in urbanen Regionen dazu dienen die Wahrnehmung der Umwelt zu verbessern. Hierzu werden Außengeräusche über die Mikrofone verstärkt, was eine Orientierung ermöglicht. Bei pausierender Wiedergabe sind zudem Stimmen und Durchsagen verständlich, ohne dass die Hörer herausgenommen werden müssen, auch wenn ein wahrnehmbares Grundrauschen besteht. (De-)aktiviert werden kann das Ambient Listening einerseits an den Hörern durch einfaches Tippen und ein nachfolgendes Halten. Darüber hinaus werden die Indy Fuel von der kostenlosen Skullcandy App unterstützt, die ebenfalls eine Option zum Ein- und Ausschalten beinhaltet. Ansonsten erscheint die App zum momentanen Zeitpunkt noch ausbaufähig, da keine weiteren Funktionen wie eine Akkustandsanzeige oder die Option eigene EQ-Einstellungen vornehmen zu können bestehen. Der genutzte EQ-Modus wird zwar angezeigt, ein Umschalten ist über die App aber nicht möglich. Zur Verfügung stehen jedoch hilfreiche Informationen wie ein User Guide und eine Anleitung zur Einrichtung der optionalen Tracking-Funktion per Tile-App, wodurch die Hörer im Bedarfsfall schnell auffindbar sind.

Maike Paeßens
vor 3 Wochen von Maike Paeßens
  • Bewertung: 4
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Mit den Indy Fuel haben Skullcandy reise- und sporttaugliche True-Wireless-Hörer im Programm, die blitzschnell aufzuladen sind, zumal das kompakte Set aus In-Ears und Transport-Case moderne Technologien wie das induktive Laden per Qi unterstützt. Während auf hochwertige Audiocodecs verzichtet wurde, bieten die drei zur Verfügung stehenden EQ-Modi ein breites Einsatzspektrum, das neben dem Musikhören auch gesprochene Inhalte sowie Actionfilme und -spiele abdeckt. Wünschenswert ist ein Ausbau der App, die wenig Funktionalität besitzt. Einen nützlichen Mehrwert stellt hingegen trotz des vorhandenen Grundrauschens der Umgebungsmodus dar.

  • stabiler, sporttauglicher Sitz
  • sehr kurze Ladezeit der Hörer
  • umfangreiche Gerätesteuerung
  • USB-C-Anschluss plus kabelloses Laden per Qi
  • drei EQ-Modi zur Klanganpassung
  • vereinzelte Bluetooth-Aussetzer
  • keine Unterstützung hochwertiger Audiocodecs

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 - 20.000 Hz
  • Impedanz±15%: 32 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)99 - 105 dB
  • Gewicht ohne KabelIn-Ears: 12; inkl. Case 61 g

Lieferumfang

  • Eartips in drei Größen (S/M/L)
  • EarWings in zwei Größen (S/L)
  • USB-C auf USB-A-Ladekabel
  • Transport-Case

Besonderheiten

  • in Schwarz und Grau erhältlich
  • BT-Codecs: SBC
  • BT-Version: 5.0