Mit dem Aureol Fidelity von Teufel können sich Musikfans ein First-Class-Ticket in Sachen Sound für iPhones und anderen Smartphones lösen.

Die eloxierten Metall-Hörer fühlen sich auf Anhieb robust und hochwertig an. Zusammen mit dem silbernen Kunststoffkabel wirkt der Aureol Fidelity futuristisch. Das Kabel endet mit einer kleinen Zugentlastung an der 3,5-mm-Klinke. Durch seinen geringen Durchmesser wirkt es etwas fragil. Man sollte pfleglich damit umgehen.

Die Ear-Buds dichten sehr gut ab und versenken sich zu etwa einem Drittel im Gehörgang. Gleich sechs unterschiedliche Silikon-Adapter-Pärchen legt das Teufel-Team bei und bietet somit eine illustre Palette, um die kleinen In-Ear-Headphones auf den individuellen Gehörgang-Durchmesser zu tunen. Die mitgelieferten Aufsätze in schwarzen oder transparenten Silikon sitzen tight und kompakt in den Ohren. 

Trotz der Vielfalt, und den damit verbundenen guten Anpassungsmöglichkeiten, bin ich persönlich weniger Fan der Standard-Silikon-Buds. Memory-Foam-Aufsätze, wie etwa die Comply Form Tips, sitzen meist etwas entspannter bei längerem Hör-Sessions im Ohr. Wer zudem noch etwas von seiner Umwelt mitbekommen möchte, kann sich auch In-Ear-Modelle ansehen, bei denen die Hörer-Konstruktion zum Teil von der äußeren Ohrmuschel mitgetragen wird.

Das Travelset, das Teufel out-of-the-box noch anbietet, ist vorbildlich und besteht locker den Handgepäck-Test: neben der Stöpsel-Reisegruppe checkt noch ein 3,5- auf 6,35-mm-Adapter, eine Kabelklemme und ein Klinken-Splitter für die Nutzung im Flugzeug ein. Alles kann in einem kleinen Travel-Etui startklar gemacht werden.

Soundcheck mit dem Silver Surfer

Die passive Isolation von äußeren Schallquellen ist enorm. Wenn man im urbanen Umfeld die Sinne schweifen lässt, ist also Vorsicht geboten. Andererseits lenkt so auch nichts vom Sound ab, wenn man sich im Intercity abkapseln möchte. Der Aureol Fidelity ist überraschend gut in der Stereo-Auflösung. Mit solch Breite fahren In-Ear-Kopfhörer selten auf. Egal ob Pop, Indie oder verschrobene Electronica-Stücke – den meisten Musikstilen verleiht der Aureol Fidelity eine angenehme, atmende dimensionale Freiheit, in die man sich luftig fallen lassen kann. 

Die Bässe zeigen sich nuanciert aber in ihrer Ausprägung wenig voluminös, eher nüchtern destilliert: gut für Pop- und Klassik-Hörer, die Ausgewogenheit und Frequenzgang-Zen schätzen. Für vollprozentige Beat-Junkies sicherlich ein wenig zu trocken. Im Mittenbereich ist er markig aber immer kontrolliert. Hier wird wenig versteckt oder geschönt, Akustikinstrumente, Snares, Streicher und Stimmen schrauben sich ungetrübt durch die „teuflischen“ Neodym-HD-Treiber. Die Höhen wirken schlicht, gedämpft, ein wenig mehr Glanz und Präzision hätte hier nicht geschadet.

Fazit: Teufel Aureol Fidelity
von Jan Bruhnke

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Gemessen an seinem Preis tendiert der Teufel Aureol Fidelity schon eher zur gehobenen In-Ear-Klasse. Und so muss er sich auch in dieser messen. Mit der umfassenden Travel-Ausstattung und der überdurchschnittlichen Verarbeitung erfüllt er diese Ansprüche voll und ganz. Soundtechnisch ist er ein in sich gut ausgewogener HiFi-In-Ear-Kopfhörer für Pop-, Akustik- und Mainstream-Musikliebhaber, die eher auf der Suche nach einem Kopfhörer mit linearen Frequenzgang sind und weniger auf eingebaute Loundness-Bass-Stomper à la Beats-Headphones abfeiern. Wären die Höhen nicht so schüchtern und noch etwas hochwertiger aufgelöst, könnte er auf ganzer Linie überzeugen.

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Technische Daten

Bauform
In-Ear
Impedanz
17,3 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
111,8 dB
Kabellänge
125 cm

Lieferumfang

  • Transport-Case
  • Silikon-Ohradapter (6 Paar)
  • Flugzeugadapter
  • Adapter auf 6,35 mm
  • Reinigungstuch
  • Befestigungsclip

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