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Ultrasone Lapis

Äußerst laufstarke True Wireless In-Ears mit Hybrid ANC und Umgebungsmodus

Der Kopfhörerspezialist aus Bayern hat mit den Ultrasone Lapis sein erstes kabelloses In-Ear-Modell im Programm, das sich durch eine erstklassige Akkulaufzeit auszeichnet und den Bluetooth-Standard 5.2 unterstützt. Insgesamt sechs Mikrofone dienen der Abschwächung und Verstärkung von Außengeräuschen und sollen beim Telefonieren für eine hohe Sprachverständlichkeit sorgen.

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Die Ultrasone Lapis sind mit einem Gewicht von fünf Gramm pro Seite angenehm leicht, sitzen bequem im Ohr und verursachen selbst bei mehrstündigem Tragen keine Druckbeschwerden. Dabei stehen die Gehäuse nur leicht über die Ohrmuscheln hervor, so dass die Hörer in der kalten Jahreszeit unter einer Mütze Platz finden, wenn diese nicht zu eng anliegt. Gleichzeitig begünstigt das flach gehaltene Design einen stabilen Sitz, der auch sportliche Aktivitäten ermöglicht, solange die In-Ears keinen stärkeren Erschütterungen ausgesetzt werden. Gemäß IP54 ist das System zudem vor witterungsbedingter Nässe und Schweiß geschützt.

Akkulaufzeit

Eine Besonderheit der kabellosen In-Ears stellen die hervorragenden Ausdauerwerten der Akkus dar, wodurch die Ultrasone Lapis bei gehobener Lautstärke im Grundmodus eine Laufzeit von mehr als zwölf Stunden bieten. Ist die Geräuschunterdrückung aktiv, werden immer noch neun Stunden und 40 Minuten mit einer Akkuladung erreicht. Im handlichen Case, das lediglich 40 Gramm auf die Waage bringt, können die Hörer darüber hinaus zwei Mal vollständig aufgeladen werden, während der dritte Ladevorgang eine Restkapazität für etwa zwei Stunden bereitstellt. Hierdurch ergibt sich im Standardbetrieb eine Gesamtlaufzeit oberhalb von 38 Stunden und im ANC-Modus von 31 Stunden. Ein Ladezyklus der In-Ears nimmt dabei zwei Stunden in Anspruch, was von außen jedoch nicht ersichtlich ist, da auf eine Ladestandsanzeige verzichtet wurde. Vermisst werden kann auch eine Schnellladefunktion. Beim Case besteht hingegen die Wahl zwischen einer drahtlosen Stromversorgung per Qi oder einem kabelgebundenen Laden über den USB-C-Anschluss, was zwei Stunden und 45 Minuten benötigt. Ein USB-C-auf-USB-A-Ladekabel wird hierzu mitgeliefert.

Bedienung

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Das Koppeln der Ultrasone Lapis, die eine einseitige Nutzung im Single-Betrieb unterstützen, kann mit dem Öffnen des Cases erfolgen, wodurch die In-Ears eingeschaltet und in den Pairing-Modus versetzt werden. Ein Zurücklegen in die Ladevorrichtung schaltet das System hingegen ab, wobei die Hörer durch ein längeres Halten der berührungsempfindlichen Oberflächen auch manuell aus- und wieder eingeschaltet werden können. Aufgefallen ist jedoch, dass die Reichweite der Bluetooth-Verbindung innerhalb einer städtischen Bebauung mit sieben bis acht Metern nicht sonderlich hoch ist, zumal bereits nach fünf Metern erste Aussetzer auftraten, wenn eine Wand zwischen zwei Räumen überbrückt werden sollte.

Als Manko bei der Touch-Steuerung kann empfunden werden, dass keine Lautstärkeregelung vorgesehen ist. Ansonsten lässt sich die Wiedergabe durch ein Antippen steuern, was ebenfalls zum Annehmen und Beenden von Telefonaten dient und beidseitig möglich ist. Über den linken Hörer kann zudem eine Titelauswahl erfolgen, indem durch zweifaches Tippen vor- und dreimaliges Berühren zurückgesprungen wird. Sprachassistenten lassen sich hingegen durch ein doppeltes Antippen der rechten Seite aufrufen, während ein kurzes Halten wiederum beidseitig zwischen Grund-, ANC- und Umgebungsmodus umschaltet. Was nicht zur Verfügung steht, ist eine App-Anbindung mit Hörer- und Klanganpassungsmöglichkeiten.

Sprachqualität beim Telefonieren

In einer ruhigeren Umgebung bieten die Ultrasone Lapis eine makellose Sprachqualität bei Videokonferenzen und Telefonaten, was auf beide Gesprächsseiten zutrifft. Indem Hintergrundgeräusche während des Sprechens unterdrückt werden, ist die eigene Stimme auch bei einer belebteren Kulisse gut zu verstehen. Allerdings wird die Filterung der Mikrofontechnik vom Gegenüber durch ein Säuseln wahrgenommen, das bei lauteren Umgebungsgeräuschen eine störende Gesprächsbeeinträchtigung darstellen kann.

Sound

Die Ultrasone Lapis verfügen über eine kraftvolle Wiedergabe mit einem gehaltvollen Bassbereich, der auch in den tiefen Lagen Substanz besitzt. Insofern wird ein hoher Spaßfaktor angestrebt, was aus meiner Sicht jedoch nicht grundsätzlich gelingt. Bei bassaffinen Musikstilen entwickelt die Tieftondarstellung einen eher geringen Druck, da die Wiedergabe zwar vollmundig, aber etwas schwammig und teilweise auch diffus wirkt. Produktionen aus dem Rock- und Popbereich klingen dagegen deutlich kontrollierter und können den gewünschten Hörspaß vermitteln. Auch der Mittenbereich wird körperreich und mit Energie abgebildet, so dass Solo-Instrumente und Stimmen bei Outdoor-Aktivitäten durchsetzungsfähig sind. Gleichzeitig wirkt die Mittendarstellung in einer entspannten Atmosphäre auf dem Sofa nicht aufdringlich oder anstrengend. Als etwas fordernder können hingegen vor allem bei höheren Lautstärkepegeln die oberen Lagen empfunden werden. Der Hochtonbereich erscheint einerseits im positiven Sinne spritzig, fällt jedoch ein wenig ab und neigt bei Zischlauten zu einer leichten Überbetonung.

An Audiocodecs kommt neben dem Bluetooth-Standard SBC das AAC-Format zum Einsatz. Hochauflösendere Varianten der aptX-Familie oder LDAC stehen hingegen nicht zur Verfügung.

Geräuschunterdrückung (ANC) und Umgebungsmodus

Im ANC-Modus ist ein leichtes Grundrauschen wahrzunehmen, das die Wiedergabe aber nicht beeinflusst. Darüber hinaus erfolgt eine merkliche Anhebung des unteren Frequenzbereichs, wodurch der Tiefbass stattlich ausgebaut wird. Hierdurch erscheint der Klang insgesamt dunkler und voller, zumal die wahrgenommene Lautstärke zunimmt. Ansonsten reduziert das Noise Cancelling der Ultrasone Lapis insbesondere monotone, tieffrequente Außengeräusche, was sich im ÖPNV oder beim Pendeln mit dem Zug positiv bemerkbar macht. Straßenlärm, Stimmen oder Tastaturgeräusche werden hingegen weniger wirkungsvoll vermindert und bleiben ein wenig abgeschwächt wahrnehmbar.

Intensiver hätte die Verstärkung von Außengeräuschen im Umgebungsmodus ausfallen dürfen, der über ein etwas stärkeres Grundrauschen verfügt. Bei pausierender Wiedergabe sind Stimmen im direkten Umfeld gut verständlich, so dass über die Hörer kommuniziert werden kann, während Durchsagen recht leise durchgeleitet werden. Eine Ansprechbarkeit während der Wiedergabe begrenzt sich eher auf moderatere Lautstärkepegel.

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vor 9 Monaten von Maike Paeßens
  • Bewertung: 3.63
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Die leichten Ultrasone Lapis glänzen mit einer exzellenten Hörerlaufzeit und bieten bis auf laute Hintergrundkulissen eine gute Sprachverständlichkeit beim Telefonieren, während das Noise Cancelling vorwiegend tieffrequente Störquellen reduziert. Worauf bei den wetterfesten True Wireless In-Ears verzichtet werden muss, sind individuelle Hörer- und Klangeinstellungen, da keine App-Anbindung besteht. Insofern ist ein gehaltvoller, durchsetzungsfähiger Sound für den mobilen Einsatz gesetzt, der im Bassbereich jedoch nicht immer ausreichend kontrolliert wirkt.

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 - 20.000 Hz
  • Impedanz32 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)110 dB
  • Gewicht ohne Kabelje 5 g, Case 40 g

Lieferumfang

  • Eartips in 3 Größen (S/M/L)
  • USB-C auf USB-A-Ladekabel
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • BT-Codecs: SBC, AAC
  • BT-Version: 5.2
  • BT-Profile: A2DP, AVRCP, HFP

2 Antworten auf “Ultrasone Lapis”

  1. Thomas sagt:

    3,63 Sterne? Kein Multipoint, keine Lautstärkeregelung, keine App – somit kein EQ, keinerlei AptX Codec …… es ist 2022. Sowas kann auch nur testen um die Kunden zu warnen. 150,-€ werden verlangt – wert ist er maximal 50,- €.

    • Thomas sagt:

      An die Redakteurin – wie kommt man denn da auf 3,5 Sterne bei Preis-/Leistung, Funktion und Handling? 2 wären ja schon kritisch.

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