Ein kompakter portabler Bügelkopfhörer, der mit seinem räumlichen Klang auch ambitionierten Ansprüchen gerecht wird, aber nichts für laute Umgebungen ist.

Features

AKGs Q 460 ist Teil der „Quincy Jones Signature Line“ und rundet die Serie als geschlossener, kompakter, portabler Bügelkopfhörer nach unten ab. Im Lieferumfang befinden sich zwei Kabel, eines 50 cm kurz, das andere 110 cm lang und mit Inline-Fernbedienung + Mikrofon für Apple-Geräte versehen. Dazu gesellen sich je ein Adapter auf 6,35 mm 2,5mm Klinke. In dem passgenau ausgeführten Case lässt sich alles sicher für den Transport verstauen. Dafür ist es notwendig, den Hörer zusammenzufalten, indem die Ohrmuscheln nach innen geklappt und flach gedreht werden.

Verarbeitung

AKGs Materialwahl entspricht im Wesentlichen der Preisklasse des Q 460. Es gibt viel Kunststoff und Kunstleder, Metall sucht man mit Ausnahme des Inneren des Bügels vergeblich. Und obwohl sich der Kunststoff nicht sehr hochwertig anfühlt, vermittelt das relativ hohe Gewicht von 120 Gramm einen insgesamt wertigen Eindruck, der von der guten Verarbeitung noch unterstützt wird.

Tragekomfort

Der Anpressdruck des kleinen AKGs ist nicht sehr hoch. Konsequenz ist einerseits ein bequemer Sitz, andererseits leidet die Abschirmung darunter. Das Gewicht ist insgesamt niedrig, aber für einen Hörer dieser Größe überdurchschnittlich. Dank der großen Auflagefläche des Kopfpolsters wird man dieses aber über einen langen Zeitraum kaum spüren. Unterstützt wird das Kopfpolster von den üppigen Ohrpolstern, die einen Teil des Gewichts ableiten. Achtung, „Warme-Ohren-Alarm“ unter den auswechselbaren Ohrpolstern!

Klang

„Ein zweischneidiges Schwert“. Zunächst ist da der Bass: Für einen Hörer dieser Größe verliert er erst sehr weit im Tiefbass an Pegel und ist dennoch druckvoll und hat Antritt. Andererseits verzichtet er in Richtung Grundton auf jede Art von Betonung, was sich auch bis zum Präsenzbereich fortsetzt. Das Timbre von Stimmen und Instrumenten stellt er so fast mustergültig mit allenfalls einer leichten Wärme dar. Am Präsenzbereich jedoch befindet sich die zweite Schneide des Schwertes: Der Pegel fällt hier kontinuierlich ab, um sich schließlich erst im Hoch wieder zu stabilisieren. Ein kleiner Peak im Präsenzbereich hält das Klangbild davon ab, ins dunkle abzurutschen. Schuld daran ist der Hochton, der zwar keine auffälligen Spitzen oder Täler hat, aber schlicht zu leise ist. Der Q 460 behält damit manches Detail für sich. Vom Superhochton, der bis 20 kHz praktisch nicht abfällt, profitieren vor allem der aufgebaute Raum und die virtuelle Bühne, die zusammen einen großen, fast dreidimensionalen Raum schaffen.

Fazit: AKG Q 460
von Ben Seemann

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

„Typisch AKG“ könnte man meinen. Gute Verarbeitung und bequemer Tragekomfort treffen auf guten Klang. Er legt sich nicht auf ein Genre fest, sondern ist ein Allrounder. Wer keine Bassbetonung vermisst, den beglückt er mit natürlichen Klangfarben und einer für diese Klasse sehr guten Auflösung und Raumdarstellung. Am Zubehör hat AKG auch nicht gespart. Das Gesamtpaket ist durchaus sein Geld wert!

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Technische Daten

Bauform
On-Ear
Bauweise
geschlossen
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
11 - 29.500 kHz
Impedanz
31,6 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
89,8 dB
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
308 g
Gewicht mit Kabel
123 g
Gewicht ohne Kabel
118 g
Kabellänge
60 cm

Lieferumfang

  • zusätzliches Kabel (105 cm) mit Fernbedienung
  • Adapter auf 6,35 mm
  • Tasche

Besonderheiten

  • Auch in Schwarz und Grün erhältlich

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