Beats by Dre urBeats Gold

Goldene Stöpsel für schwarze Beats

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Kurz & knapp

Ein weiteres Mal überrascht mich ein Beats-Kopfhörer positiv. Der Staffelstab der übertriebenen Bass-Wiedergabe wurde nach der Apple-Übernahme an andere Hersteller abgegeben. Somit ist der „urBeats Gold“ ein gut klingender In-Ear-Kopfhörer, der nicht nur für HipHop-Fans mit goldenem iPhone interessant sein dürfte.

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Schnieker In-Ear-Kopfhörer, der mit Apple-typischer Eleganz und Beats-typischem Bass punkten kann.

Wer sich schon immer gedacht hat „Oh Gott, der schwarze Kopfhörer passt nicht zu meinem neuen goldenen iPhone“, dem kann geholfen werden: die „urBeats Gold“ sind extra gemacht für das iPhone in güldener Optik (eine Version für das silberne oder space-graue iPhone ist auch erhältlich).

Klang

Abseits der Farbe bleiben sich die „Beats by Dr. Dre“ treu: Hier rumpelts im Karton, schließlich hat man einen Ruf zu verlieren! Aber die Tage des großen Donners sind vorbei, Apple hat des Doktors Kopfhörer gezähmt und moderater abgestimmt. Dennoch: Gemäß dem Herstellernamen sind das immer noch Hörer für Musik mit Beat. Alles was groovt macht richtig Spaß. Der Bass ist nicht nur gut zu hören, er wird sehr sauber wiedergegeben. Mein ultimativer Test-Track hierfür ist Kayne Wests „Love Lockdown“; wer es schafft das Intro dieses Songs verzerrungsfrei wiederzugeben, hat seine Tiefton-Hausaufgaben gemacht. Was soll ich sagen: Der „urBeats Gold“ bekommt die Note 1 für diese Übung. Und noch ein Lob für die Tatsache, dass man das andere Ende des Audio-Spektrums nicht aus den Augen verloren hat. Bassstarke Hörer klingen oft matt und belegt in den Höhen, nicht so der urBeats. Das macht ihn sogar Akustik- und Klassik-tauglich! Außerhalb der Black-Music-Zone hat mich der Bass am Ende doch genervt, einfach weil er das Mischungsverhältnis der Musik verändert und das dazu führt, dass ruhigere Musik klanglich „zerfällt“.

Handling

Der Sitz der Stöpsel im Gehörgang ist bei In-Ear-Hörer extrem wichtig, wie gut oder schlecht der Treiber im Ohr sitzt, hat zum Beispiel einen großen Einfluss auf die Bass-Übertragung. Nahezu alle Hersteller liefern ihre Hörer deswegen mit verschieden großen Ohrstöpseln aus. Dem Design entsprechen sind die hier mitgelieferten Weiß.
Die urBeats sitzen in meinen Gehörgängen sehr gut, lediglich nach mehreren Stunden Zugfahrt drücken die Hörer.
Der gute Sitz bedingt eine gute Dämpfung von Außengeräuschen, erfreulich wenige Umgebungsgeräusche stören den Musikgenuss.

Verarbeitung

Laut Beats verträgt das Kabel selbst dauerhaft ruppige Behandlung. Das sollte es auch, den es ist fest mit dem Metallgehäuse verbunden. Andere Hersteller gehen den – für mich besseren – Weg des austauschbaren Kabels (Kabel sind Verschleißteile und gehen erfahrungsgemäß doch irgendwann kaputt). Kabelsalat ist mit dem urBeats passé, das Flachbandkabel macht Kabeldrall zur Geschichte.
Die Verarbeitung insgesamt ist tadellos, schließlich sind Beats nicht nur dazu da gut zu klingen, von jeher wollten sie auch gut aussehen.

Fazit

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Über den Autor:

Von Chris Reiss
Redakteur

Chris Reiss hat Jazz-Bass studiert und hat ein Diplom als audio-engineer der SAE in der Tasche. Neben seiner Tätigkeit vor und hinter der Regieraumscheibe arbeitet er als Musik-Journalist und hat unter anderem das Fachbuch „Guitar Recording“ (erschienen (www.wizoobooks.com) verfasst. Wenn dann noch Zeit ist, mischt er als Haustechniker im „Club des Jahres 2014“, dem Milla-Club in München.

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