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Razer Nari Ultimate

Gaming Headset mit HyperSense-Technologie

Das Razer Nari Ultimate ist das Spitzenmodell der Nari-Serie. Mit einem ganz speziellen Feature setzt sich Razer damit von der Konkurrenz ab.

Die Entwicklung von Computerspielen ist schon beeindruckend: Die Grafik wird immer realistischer, mit noch mehr Details und noch höherer Bildrate und auch die Eingabegeräte sind heute vielseitiger als je zuvor. Egal ob man mit einem Controller mit eingebautem Feedback, Motion-Controllern, VR, Touchscreen oder Maus und Tastatur spielt.

Beim Sound ist es nicht anders, denn dieser braucht sich vor Hollywood-Produktionen nicht zu verstecken: Er ist extrem räumlich, wird von bekannten Komponisten eigens fürs Gaming komponiert und Headsets für Gamer umschmeicheln nicht umsonst gerne den Bassbereich, wenn lieber im Stillen gespielt wird und der Subwoofer der Anlage auf Standby steht.

Doch geht da noch mehr?

Razer, der wohl bekannteste Lieferant von Gaming-Zubehör, beantwortet diese Frage mit der HyperSense-Technologie. Entwickelt wurde HyperSense zusammen mit dem deutschen Unternehmen Lofelt. Ziel war es, dass Spieler noch tiefer ins Spielgeschehen eintauchen können und somit ein richtiges immersives Spielerlebnis zu schaffen. Erreicht bzw. unterstützt wird dies durch haptisches Feedback. Der Nari Reviewer’s Guide empfiehlt daher für die bestmögliche Performance Actionspiele wie Doom oder Battlefield.

Kannste haben!

Wie praktisch, dass ich aus einem Bundle noch Download Codes für Battlefield V für die Xbox One hatte. Auf der Xbox wird, wie auch auf der Switch und anderen mobilen Geräten, per Kabel gezockt. Ein entsprechendes 3,5-mm-Kabel für Audio und Mikrofon liegt dem Nari bei. Um HyperSense zu aktivieren, wird dazu das Headset eingeschaltet. Das grüne Logo mit den drei Schlangen beginnt zu leuchten und schon im Prolog des Spiels wackeln einem die Ohren! Während man in verschiedene, kurze Szenarien geworfen wird – mal als Fußsoldat, mal am Steuer eines Panzers, mal als Kampfpilot – ist man immer sofort da, wo die Action ist. Und dies unterstützt das Headset mit Pauken und Trompeten. Dagegen ist der übliche Rumble-Effekt des Controllers schon fast zaghaft. Abgesehen davon, setzt das Feedback der Kopfhörer viel öfter ein, was daran liegt, dass Razer mit HyperSense einen größeren Frequenzbereich abdeckt, in dem das Feedback startet. Genauer gesagt, bringt hier alles im Bereich von 20 bis 200 Hz die Ohren zum Flattern. In einem Spiel wie Battlefield, bei dem einem ständig Explosionen um die Ohren gehauen werden, hat der Kopfhörer entsprechend viel zu tun. Tatsächlich ist das eine ganz neue Spielerfahrung, die man sonst höchstens mit einem dicken Subwoofer hinbekommen könnte; aber mit dem Nari Ultimate auf dem Kopf wirkt das Ganze schon extrem intensiv. Wem das zu viel Erlebnis ist, der kann das Headset im Betrieb mit Kabel auch einfach ausschalten. Dann funktioniert es weiterhin, nur eben ohne HyperSense: Aus dem Nari Ultimate wird dadurch ein typisch basslastiges Headset, mit dem man immer noch viel Freude beim Zocken haben kann.

Im Gegensatz zur kabelgebundenen Nutzung an der Xbox, funktioniert an der Playstation 4 auch die kabellose Verbindung. Dafür liegt dem Headset ein 2,4-GHz-Empfänger bei, bzw. er versteckt sich clever in der rechten Ohrmuschel. Steckt dieser in einem der USB-Eingänge der PS4, wird das Headset sofort erkannt. Interessanterweise scheint erst dann der Mute-Button für das Mikrofon zu funktionieren, welches bei der Xbox konstant an war und sich nur über die Einstellungen der Konsole ändern ließ.

Das Mikrofon selbst ist solide, Sprache kommt dünn aber gerade noch verständlich rüber. Einige Einstellungen sind noch via Software möglich, aber dazu gleich mehr. Großes Lob gibt es für die Positionierung des Mikrofons. Es ist im linken Hörer verbaut und lässt sich dort herausziehen, vernünftig vor dem Mund positionieren oder bei Nichtgebrauchen einfach wieder nahezu komplett hineinschieben. So verschwindet es ganz aus dem Blickfeld. Eine sehr gute Lösung, wenn man das Headset auch mal als reinen Kopfhörer benutzen möchte.

Und mit Software geht noch viel mehr

Am Computer lässt sich die Software „Synapse“ installieren, mit der man auf der einen Seite am Sound schrauben und auf der anderen Seite mit der Beleuchtung des Headsets spielen kann.

Doch fangen wir zunächst mit hübscher Spielerei an: Im Chroma Studio lässt sich die Farbe des Logos ändern. 16,8 Millionen Farben stehen hier zur Auswahl. Dazu kommen nette Effekte, mit denen Farbwechsel konfiguriert werden können, egal ob in einem bestimmten Rhythmus oder durch eingehende Audiosignale. Diese Effekte lassen sich auch schichten und so kann man sich sein ganz eigenes Farbdesign anlegen. Wer jetzt noch weitere Chroma-Geräte von Razer sein Eigen nennt, kann sich hier eine recht beeindruckende Lichtshow zusammenstellen.

Mindestens genau so umfangreich sind die möglichen Audio-Einstellungen, die in der Software vorgenommen werden können. Hier lässt sich „THX Spatial Audio“ aktivieren, um in den Genuss von Surround Sound zu kommen, grundsätzliche Verbesserungen lassen sich einstellen, wie Bass-Boost oder auch die Intensität des haptischen Feedbacks. Dazu gesellt sich ein 10-Band-EQ mit vorgefertigten Profilen, benutzerdefinierte Einstellungen können ebenfalls gespeichert werden. Im letzten Punkt kann das Mikrofon konfiguriert werden. Auch hier gibt es einige aktivierbare Verbesserungen, wie eine Umgebungsgeräuschreduktion. Wer sich gerne selber reden hört, aktiviert hier „Mithören“. Mit den Verbesserungen sollte man allerdings vorsichtig umgehen, da schnell die Sprachqualität unter den zugefügten „Verbesserungen“ leidet, wenn man hier in die Vollen geht. Alle Einstellungen lassen sich in Profilen speichern und die aktuelle Einstellung ist auf dem Kopfhörer gesichert. Wer dann von PC zurück auf ein anderes System wechselt, behält also die vorher sorgfältig eingestellten Soundoptionen. Man darf nur nicht vergessen, dass wenn HyperSense deaktiviert ist, es auch an der Konsole nicht mehr aktiv ist und nicht über das Headset selber wieder aktiviert werden kann.

Achtung Vierauge, jetzt gibt es was auf die Ohren!

Klingt gemein, ist aber ganz lieb gemeint. Durch die versteckten Brillenkanäle ist das Nari auch für Brillenträger sehr komfortabel. In Sachen Komfort hat sich Razer viel Mühe gegeben. Das Headset stellt sich automatisch ein und passt sich jeder Kopfform an. Die Ohrkissen sind innen mit einer Lage aus Kühlgel versehen, damit man auch nach langem Spielen einen kühlen Kopf bewahrt. Memory Foam schmeichelt der Ohr- und Kopfform, Kunstleder rundet die Optik ab. Ins Schwitzen kommen soll man daher eigentlich nicht und selbst wenn, wird die Hitze schnell abgeleitet. Klingt in der Theorie alles sehr gut, fühlt sich auch in der Praxis wunderbar an. Das knapp 430 g schwere Nari Ultimate wirkt aufgesetzt eher wie ein Leichtgewicht, es sitzt fast schon zu locker, aber ohne Abrutschgefahr. Auf den Boden gucken sollte man beim Spielen aber besser nicht. Kleine Köpfe könnten mit dem Nari aber Probleme haben und sollten es vorher Probetragen.

Schalter, Knöpfe, Drehrädchen

Auf der linken Seite befindet sich der 3,5-mm-Eingang, ein USB-Anschluss zum Aufladen des Headsets mit dem beigelegten Kabel, der Ein- und Ausschalter, eine Status LED, ein Knopf zum Stummschalten des Mikrofons und ein Rädchen für Game/Chat-Balance. Mit Letzterem lässt sich das Verhältnis zwischen Spielsound und Chatlautstärke einstellen. Auf der rechten Seite des Headsets verstecken sich der USB-Empfänger und das Lautstärke-Rädchen.

In the box

Zusätzlich zum Nari-Kopfhörer befindet sich eine Anleitung, ein paar Goodies wie Aufkleber und die nötigen Kabel in der Box. Die Software bekommt man direkt von Razers Website, man muss beim ersten Start der Synapse Software allerdings zwangsweise einen Account bei Razer anlegen.

Andreas Proß
vor 9 Monaten von Andreas Proß
  • Bewertung: 4
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Wer bei einem Gaming Headset Wert auf eine sehr gute Sprachqualität legt, könnte vom Nari Ultimate enttäuscht werden, denn das Mikrofon schwächelt leider. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt out of the box einen qualitativ hochwertigen Kopfhörer, der über seine Software klanglich noch deutlich gepimpt werden kann. Und Razers „HyperSense“ ist wirklich ganz großes Kino! Hiermit erlebt man sehr intensive Schlachten, egal ob im Spiel oder Film. Wer sein Gaming-Setup auf ein ganz neues Level bringen möchte, liegt mit dem Razer Nari Ultimate und seiner HyperSense Technologie genau richtig.

Messdaten

Mehr Messdaten

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 - 20.000 Hz
  • Impedanz32 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)107 ± 3 dB
  • Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf867 g
  • Gewicht mit Kabel442 g
  • Gewicht ohne Kabel430 g
  • Kabellänge130 cm

Lieferumfang

  • USB Transmitter
  • USB-Ladekabel
  • Miniklinkenkabel
  • Sticker

Besonderheiten

  • Verbindungstyp: Kabelloser USB-Sender-Empfänger / 3,5-mm-Analog-Anschluss
  • Haptische Treiber „Lofelt L5“
  • Akku-Laufzeit: 8 Stunden mit Razer Chroma-Beleuchtung und HyperSense / 20 Stunden ohne Razer Chroma-Beleuchtung und HyperSense

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