Superlux HD387-H

Kabelgebundener In-Ear-Kopfhörer ohne Schnickschnack

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Kurz & knapp

Bei den Superlux HD387-H, die ganz konsequent auf Kabellosigkeit verzichten, und auf ihrem Kupferweg auch keine Remote dulden, muss man damit leben, dass sie eben nur Musik übertragen können. Aber das machen sie allerdings gut! Musiksteuerung, Lautstärkeanpassungen und Telefonanrufe müssen wieder direkt am Zuspieler gemacht werden – ganz wie früher.

Die Superlux HD387-H, in ihrer kabelgebundenen Schlichtheit, ganz direkt, ohne Schnickschnack, versetzen einen in gute alte Zeiten, als Smartphones noch Handys hießen und Tasten noch nicht eingeblendet, sondern eingebaut waren. Dafür gibt es Dualtreiber und eine Miniklinkenkupplung auf halbem Weg vom Zuspieler zu den Ohren. Und obwohl man für die Rangierarbeiten am Klang, Stück und Lautstärke jedes Mal das Handy aus der Hosentasche nehmen muss, überzeugen die Superlux in Sachen Sound.

Entpacken

Im roten Karton mit rückseitigem Fadenverschluss befinden sich neben einem Stoffsäckchen und Kopfhörer am Kabel einige Ohrpassstücke mit Ohrhaken, wobei deren Größen in drei Graustufen angezeigt werden: Weiß ist S, Schwarz M und Dunkelgrau L. Noch den Apple Miniklinke auf Lightning-Adapter und ein iPhone, schon kommt die Musik ganz traditionell über Kabel ins Ohr.

Klingt gut

Dank Dualtreiber klingen die HD387-H satt und direkt, auch wenn sie bezogen auf meine Hörgewohnheiten etwas bassmüde erscheinen. Aber diesen kann man durch den EQ des Zuspielers etwas aufpäppeln. Tut man dies, klingen die HD387-H angenehm und ausgewogen. Ich kann recht tief in die Schichten der Klangcollagen Schillers hineinhören, was für eine gute Auflösung der Treiber spricht, die mir allerdings immer noch eher zu höhenlastig daherkommen, trotz zugesetztem Basslift. Spiele ich dann aber was Ruppiges, wie Liam Gallagher, stört mich das weniger. Da kommt es auch eher auf die Lautstärke an, und die ist mehr als ausreichend bei den Superlux. Zusammenfassend kann ich den HD387-H einen guten Klang zuschreiben, der die Bässe zwar etwas vernachlässigt, aber dafür frisch und luftig durch die Ohren zieht und in Sachen Transparenz den Vergleich mit teureren Produkten nicht scheuen muss.

Komfort

Keine Remote am zweigeteilten Kabel, eine Miniklinkenkupplung auf halben Weg, deren Eigengewicht recht ordentlich an den Ohren zieht – in Sachen Bedien- und Tragekomfort gibt es wenig zu beschönigen: Da geht mehr und es geht auch leichter. Positiv ist zu vermerken: Das recht dicke Kabel der Superlux verspricht eine gewisse Langlebigkeit im rauen Aufwickel- und Verknotungsalltag.

Fazit

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Über den Autor:

Von Sven Opitz
Redakteur

Sven Opitz, Jahrgang 1971, macht in seiner eigenen Firma Filme, oft auch mit Ton. Aus irgendeinem Grund hat er ein Faible für Kopfhörer, dessen Ursache wohl tief in einer Vergangenheit liegen mag, wo am UHER Variocord Tonbandgerät seines Vater hübsche Hörer mit gelben Schaumstoff hingen. Verbindet bei kopfhoerer.de also seine Kindheit mit den Ohren.

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