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Teufel Airy TWS

Preisgünstige True Wireless In-Ears mit druckvoll, ausgewogenem Klang

Kurz & knapp

Mit dem Modell Airy TWS bietet Teufel einen einfach nutzbaren TWS-Kopfhörer, der zu einem gesenkten Preis gegenüber dem Vorgänger ins Rennen geht. Er deckt die typische Funktionalität im mobilen Alltag gut ab, liefert einen recht ausgewogenen Klang und ist zudem sinnvoll für die tägliche Kommunikation am Smartphone nutzbar. Audiophile Ansprüche und besondere Anforderungen an Komfortmerkmale sollte man hingegen nicht an das Produkt stellen.

Vorteile:
  • guter Klang
  • geradlinige Bedienung ohne App
  • Lautstärkeänderung an Kopfhörern möglich
Nachteile:
  • nicht immer optimaler Sitz gewährleistet
  • kein induktives Laden
  • kein Noise Cancelling
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Teufel aus Berlin hat sich seit der Firmengründung 1979 vom Lautsprecherhersteller zu einem der größten deutschen Anbieter im Hifi-Bereich gemausert. Kopfhörer sind längst Teil des Angebots, so auch der neue Airy TWS.

Das Testgerät ist der direkte Nachfolger des Airy True Wireless von 2020 (Test), Teufels erstem True-Wireless-Kopfhörer. Es handelt es sich um eine Konstruktion aus leichtem Kunststoff, die wie Ear-Buds in die Ohren gehängt werden, aber dennoch über Passstücke aus Silikon verfügen. Äußerlich sehen sie den Vorgängern ähnlich, sind aber inzwischen in überarbeiteten Farbvarianten erhältlich, namentlich Schwarz, Weiß, Gold und Blau. Auch einige Design-Änderungen gibt es: So ist das Logo auf ein „T“ reduziert. Nach Apple-Vorbild verfügen die Airy TWS über einen „Flügel“, um das Sprachmikrofon in die richtige Position zu bringen.

Zur Übertragung setzt der Hersteller wie gehabt auf Bluetooth 5.0 und unterstützt neben dem Standard-Codec SBC auch das Format AAC, leider jedoch keine höherwertigen Formate.

Wie gehabt kommen hauseigene, langhubige Linear-HD-Treiber mit Neodymium-Magneten zum Einsatz, die laut Hersteller inzwischen eine bessere Basswiedergabe und ausgewogenere Klangwiedergabe liefern. Des Weiteren vermeldet Teufel eine erhöhte Akkuleistung in der Praxis: Die Kopfhörer bieten eine Spieldauer von circa sechs Stunden (60 mAh), die über das Lade-Case (370 mAh) mit (neuer) USB-C-Schnittstelle auf insgesamt 26 Stunden erweitert werden kann. Die Ladezeit hierfür beträgt zwei Stunden. Eine Möglichkeit zum induktiven Laden ist leider nicht vorgesehen.

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Ansonsten gibt sich der Airy TWS mit einer vorkonfigurierten Touch-Bedienung betont geradlinig, denn Teufel verzichtet auch bei diesem Modell auf ein Noise Cancelling und eine App-Anbindung. Dafür aber legt der Hersteller bei den Telefoniefunktionen nach: Inzwischen sind insgesamt vier Mikrofone für eine verbesserte Gesprächsqualität sowie ein Schaltkreis zur Nebengeräuschunterdrückung bei Telefonaten verbaut.

Die Außenseite der Kopfhörer ist berührungsempfindlich und wird funktional durch eine mehrfarbige LED unterstützt. Auch das Lade-Case besteht aus Kunststoff. Es nimmt die Hörer auf und fungiert wie üblich als ergänzender Akku und Ladestation. Schließlich ist es als vorbildlich zu bewerten, dass man bei Teufel Ersatzteile und einzelne Hörer nachkaufen kann.

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Die Teufel Airy TWS in der Praxis

Der Tragekomfort ist gut. Dafür sorgen Passstücke in fünf Größen und die generelle leichtgewichtige Konstruktion. Gleichwohl ist die Abdichtung weniger intensiv wie bei echten In-Ear-Modellen: So rutschen die Hörer schlichtweg schneller aus der Idealposition. Für die Klangqualität aber auch den Sporteinsatz ist das nicht ideal.

Der Airy TWS ist nach IPX3 gegen leichten Regen und Sprühwasser, Schweiß und Staub geschützt, allerdings bot der Vorgänger noch die höhere Spezifikation IPX5.

Das Bedienkonzept entspricht dem Vorgänger. Die berührungsempfindlichen Flächen an den Außenseiten erlauben eine Funktionssteuerung über Ein- bis Dreifachklicks und längerem Berühren. Zur Verfügung stehen Befehle für die Musikwiedergabe inklusive Titelsprüngen, für die Annahme und das Beenden von Telefonaten sowie für den Aufruf eines Sprachassistenten. Auch eine Steuerung der Lautstärke ist inzwischen vorgesehen.

Die Laufzeiten kann ich in der Praxis in etwa bestätigen. Hier findet man hinreichende Kapazitäten für längere Zugfahrten und den Einsatz im Büro. Dazu wird der Akkustand am Smartphone sowie am Lade-Case visualisiert.

Auch die Funkstrecke erwies sich während des Testzeitraums als stabil an einem iPhone 8 mit einer Reichweite über mehrere Räume. Das Pairing erfolgte ausgesprochen schnell und wird automatisch mit dem Öffnen des Deckels eingeleitet. Die Sprachverständlichkeit ist qualitativ in Ordnung, wobei Telefonate auch mit einem Ohrhörer möglich sind.

Der Klang der Teufel Airy TWS

Den Klang der Teufel Airy TWS mit ihren 5,8 mm großen, dynamischen Treibern würde ich innerhalb der Preisklasse als druckvoll und ausgewogen bezeichnen. Die passive Außendämmung geht in Ordnung, kann aber mit einem aktiven Noise Cancelling nicht konkurrieren.

Wie immer bei In-Ears, aber insbesondere in diesem Fall, steht und fällt die Klangqualität mit dem richtigen Sitz. Die Teufel Airy TWS sitzen nicht allzu tief im Ohr. Entsprechend ist die Passgenauigkeit weniger perfekt und gerät zudem recht schnell aus der Balance, was sich unmittelbar als störende Unausgewogenheit äußert. In der Praxis erhielt ich in ruhender Position die besten Ergebnisse, während ich die Hörer im Mobilbetrieb regelmäßig neu justieren musste.

Im Bass ist der Airy TWS durchaus potent und etwas vorlaut, was ich im Mobilbetrieb allerdings nicht negativ gewichten würde. Die Tonalität und Kontur von Bässen und Bassdrums ist nachvollziehbar und reicht hinab bis in den Tiefbass.

Im Mittenbereich werden Gesang und Instrumente aller Art noch gut reproduziert und zumeist nicht störend vom Bass beeinträchtigt. So ist Whitney Houstons Gesang auf „My Love Is Your Love“ trotz mächtigen Bass jederzeit verständlich. Hingegen überstrahlt der Bass in Yellos „Pan Blue“ die elektronischen Elemente in den Mitten doch etwas zu deutlich.

Pluspunkte sammelt der Teufel-Kopfhörer bei akustischen Instrumenten wie dem Klavier und der akustischen Gitarre auf Sophie Zelmanis „Precious Burden“. Sie werden wie die Stimme der Künstlerin mit herrlicher Nähe wiedergegeben. Auch die Dynamikreproduktion kann sich wirklich sehen lassen, nachvollziehbar etwa auf dem Titel „Strange Place For Snow“ (Esbjörn Svensson Trio). Und auch Rock- und Metal-Produktionen gelingen erstaunlich stimmig, wenn es auch gelegentlich etwas an Biss fehlt. So drückt es bei „Can’t Stand Still“ von AC/DC druckvoll aus den Kopfhörern, während „Repentless“ von Slayer etwas zu bedeckt tönt.

Erwartungsgemäß liefert der Airy TWS nicht den Glanz und die Detailauflösung in den Höhen wie eine teure offene Konstruktion. Die Leistung ist der Preisklasse aber angemessen und vermeidet störende Härten. Das Stereopanorama ist ebenfalls sauber aufgelöst. Ein gutes Beispiel hierfür ist die differenzierte Platzierung der Instrumente in „Morph The Cat“ von Donald Fagen. Die Raumtiefe würde ich hingegen als eher unterdurchschnittlich bezeichnen, was einerseits dem Medium Kopfhörer und andererseits der Preisklasse geschuldet ist.

Fazit

Die Teufel Airy TWS entpuppen sich als geradlinig nutzbarer Begleiter im Alltag, die zu einem fairen Verkaufspreis von unter einhundert Euro angeboten werden. Die Klangqualität geht für die Preisklasse durchaus in Ordnung. Ein filigranes, hochauflösendes Hifi-Produkt sollte man jedoch nicht erwarten. Ich sehe die Teufel Airy TWS vielmehr als unkomplizierten täglichen Begleiter auf dem Weg zur Arbeit, als Gesprächshilfe im Büro oder auf Reisen. Die Einhänge-Konstruktion ist Geschmackssache, ebenso wie der Verzicht auf eine App und auf Noise Cancelling, das bei vielen Konkurrenten heute zum guten Ton gehört.

vor 1 Jahr von Ulf Kaiser
  • Bewertung: 3.63
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)15 - 20.000 Hz
  • Gewicht ohne Kabelje 5,5 g, Case 43,2 g

Lieferumfang

  • 5 Paar Ohrpassstücke aus Silikon (XS, S, M, L, XL)
  • USB-C Ladekabel
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • in Schwarz, Weiß, Blau und Gold erhältlich
  • BT-Codecs: SBC, AAC
  • BT-Version: 5.0

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