AKG K701

Referenz-HiFi-Kopfhörer mit hoher Präzision

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Kurz & knapp

Das wunderbar lineare Frequenzbild des AKG K701 stellt Audio-Nuancen kristallklar heraus. Der Sound-Freund trifft hier weder auf wummernde Bässe noch auf gehypte Höhen. Mit seiner sehr räumlichen und detaillierten Abbildung sowie hohen Lokalisations-Genauigkeit eignet sich dieser Referenz-Studiokopfhörer vor allem zum Abhören akustischer Musik mit großer Dynamik und differenziertem Stereofeld. Und das aufgrund seines hohen Tragekomforts über viele Stunden hinweg.

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Der K701 überzeugt bei Mix und Mastering oder einfach für den Hörgenuss von Jazz und Klassik.

Klangliche Präzision und hoher Tragekomfort sollen den K 701 zum Referenz-Studiokopfhörer für Mix und Mastering machen. Unser Test zeigt, ob Vario Motion-Membran, Flachdrahtspulen-Technologie und Neodym-Magnete dies zum stolzen UVP von 299 € möglich machen.

Mit fast 3 Metern Kabellänge liegt der Kopfhörer in Sachen „lange Leine“ im oberen Bereich. Da lässt sich schnell verzeihen, dass das Kabel nicht steckbar ist. Zum Lieferumfang gehören ein vergoldeter Miniklinke-Adapter und ein Kopfhörerständer, auf dem das AKG-Logo prangt.

Aussehen, Haptik und Handling

Herrlich frisch und edel kommt der K701 in Weiß und Silber/Grau daher. Einzig sein ledernes Kopfbügelband ist braun. Das alles wirkt ansprechend und strahlt Wertigkeit aus. Wer auf die Farbe Weiß steht, kommt kaum am K701 vorbei.
Wenngleich die Verarbeitung auf etliche Plastikbauteile setzt, ist sie dennoch hochwertig. Ich sage nur, umlaufende verchromte Ränder und 3 mm starkes Leder-Bügelband. Auch die Haptik schlägt in die Wertigkeits-Kerbe: Ohrmuscheln, Velourspolster, Kopfbügelband und Kabel machen einen sehr guten Eindruck. So entscheidend können Optik und Haptik sein!
Der Anpressdruck des selbstjustierenden Bügels ist ansprechend dosiert. Die Größenautomatik macht das Handling einfach. Zu keiner Zeit drückt der weiße Schönling am Kopf, sitzt aber ausreichend fest und sicher. Die Velours-Polster streicheln die Ohren. Hoher Tragekomfort ist garantiert.

Klang

Dieser Kopfhörer klingt einfach nur „edel“. Wer auf ungeschönte Klangabbildung steht und auf vordergründige Boosts bei Bässen und Höhen verzichten kann, ist hier optimal aufgehoben. Mit etwas Hör-Übung lernt man die samtig-differenzierte Basszeichnung des K701 zu schätzen. Seine lineare Mittenwiedergabe ermöglicht die detaillierte Beurteilung derselben. Hochton- und Superhochton-Bereich werden luftig und offen dargestellt. Stereo- und Transienten-Abbildung sind vorbildlich: hier weit und mit viel Tiefe; dort knackig, aber unaufdringlich. Aber Power geht anders, denn der Schalldruck des K701 ist gering. Doch der edle Weiße setzt nicht auf „rohe Gewalt“, sondern auf „unterkühlte Präzision“.

Eignung & Anwendung

Bassige Signale mit deutlichen Transienten können mit dem K701 ohne störendes Basswummern abgehört werden. Deshalb ist der K701 bei Metal- und Rock-Tracks ebenso zuhause, wie bei Pop und Black Music. Jazz- und Klassik-Freunde profitieren von der detaillierten Stereo-Wiedergabe, einer guten Tiefenstaffelung und linearer Mitten- und Höhen-Abbildung.
Der K701 eignet sich hervorragend für Mix und Mastering. Denn eine solch differenzierte Beurteilung feiner Klang-Nuancen wird selten ermöglicht. Aber auch HiFi-Freunde können dem weißen Klangwunder getrost ein Ohr schenken.

Fazit

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Über den Autor:

Autor Dr. Carsten Kaiser

Von Carsten Kaiser
Redakteur

Dr. Carsten Kaiser, ist promovierter Musikwissenschaftler und Soziologe (MA). In seiner Doktorarbeit befasste er sich mit der digitalen Transformation von Musikequipment – von analog über digital bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Er ist Autor des Standardwerks "Homerecording" und hat als Audioproduzent weit über 1.000 Tracks in den Handel gebracht. Kaiser absolvierte außerdem das Studium Jazzgesang der Glen Buschmann Jazzakademie in Dortmund und besuchte das Konservatorium der Hogeschool Enschede (NL).

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