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Beyerdynamic Xelento wireless (2. Generation)

Kabelloser High-End In-Ear mit Klangpersonalisierung

Die Beyerdynamic Xelento wireless (2. Generation) verwöhnen den Hörer mit einem ziemlich grandiosen Klang – wenn man bereit ist, rund 1.200 Euro für das „Hörjuwel“, wie es die Marketingabteilung blumig formuliert, auszugeben.

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Konzeption des Beyerdynamic Xelento wireless 2nd Gen.

Im Grunde unterscheiden sich die Beyerdynamic Xelento remote 2 (zum Test) und das hier getestete Wireless-Modell lediglich durch das angeschlossene Kabel, das via MMCX-Stecker mit den In-Ears verbunden wird. Die In-Ears selbst sind bei beiden Varianten gleich. Im Fall des wireless ist hier ein offensichtliches Redesign erfolgt. Denn während das Bluetooth-Empfangsmodul und der Akku in der 1. Version in einem kleinen Metall-Röhrchen mit Clip versteckt waren, kommt in der neuen Version ein anschmiegsamer Halsbügel zum Einsatz. Der so gewonnene Platz bietet Vorteile: So konnte beispielsweise die Akku-Laufzeit auf epische 14 Stunden (beim Vorgänger waren es noch respektable acht) geboostert und eine größere Bluetooth-Antenne verbaut werden.

Auch äußerlich haben sich die In-Ears verändert: Die runde, schwarze Abschlussplatte mit eingravierter Seriennummer ist einem 24-Karat-Echtgold-Logo gewichen und die Seriennummer, die jeden In-Ear über den gesamten Fertigungsprozess am Firmenstandort Heilbronn eindeutig identifiziert, ist nun auf der Innenseite zu finden. Herzstück der In-Ears sind weiterhin die bewährten Tesla-Treiber, die einen Durchmesser von elf Millimetern haben, was zur nahe liegenden Typenbezeichnung „Tesla.11“ führte.

Lieferumfang des Beyerdynamic Xelento Wireless 2nd Gen.

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Mit in der hübschen Box der In-Ears liegt ein umfangreiches Zubehörpaket: Das beginnt mit einem einfachen Remote-Kabel (ohne Bluetooth-Funktion, aber mit Fernbedienung) mit Miniklinkenanschluss, das aus dem wireless gewissermaßen den Xelento remote macht. Zudem stehen dem Benutzer sieben Paar Ohrpassstücke aus Silikon zur Auswahl, sowie drei Paar aus Memory-Foam, die sich durch eine sehr wirkungsvolle Umgebungsgeräuschdämpfung auszeichnen. Komplettiert wird das Set durch ein solides Case mit Magnetverschluss, das baugleich mit der Remote-Variante ist. Im Fall der wireless ergibt sich hier ein kleines Platzproblem, denn wenn man das Nackenband darin verstaut, wird dessen Kabelauslass unweigerlich relativ stark geknickt, was auf Dauer einem möglichen Kabelbruch Vorschub leistet.

Innere Werte

Die technischen Werte sind auch bei der zweiten Generation der Beyerdynamic Xelento wireless erwartungsgemäß hervorragend. Und das ist auch gut so, denn der erste Xelento war – wie eingangs gesagt – bereits ein ziemlicher Volltreffer. Das klangliche Triebwerk bleibt also ein Tesla-Treiber mit elf Millimeter großer Membran. Mit einem Frequenzgang von 10 Hz bis 50 kHz angetrieben und einen maximalen Schalldruck von 114 dB bleibt dem Ohr in technischer Hinsicht nichts verborgen. Klar, dass die In-Ears damit High-Res Audio zertifiziert sind.

Auch im Bereich Bluetooth finden sich mit LHDC, aptX HD und aptX Adaptive, neben den Standards SBC, AAC und aptX, hochauflösende Codecs. Gefunkt wird im Bluetooth 5.2. Äußerlich sind die In-Ears nach IPX4 geschützt und insofern gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.

In der Praxis

Benutzt man die Beyerdynamic Xelento wireless mit dem Remote-Kabel, dürfen die In-Ears direkt mit dem Zuspieler verbunden werden. Wählt man dagegen die Bluetooth-Verbindung, kommt das Nackenband ins Spiel, das an der rechten unteren Seite mit einer USB-C-Buchse geladen wird. Dieses legt man sich über den Nacken und führt dann das Kabel von hinten über die Ohrmuschel zum Gehörgang, wo die Xelento ihren Platz finden.

Im Test erwies sich das Kabel beim „Übers-Ohr-Legen“ als etwas widerspenstig. Ich musste es mehrmals an der Schläfe zurechtrücken und am MMCX-Stecker drehen, damit es gut um das Ohr herum liegt. Ein Verhalten, was beim Einsatz des Remote-Kabels, das ja nach unten weggeht, nicht auftritt.

Überhaupt ist das Nackenband – in Anbetracht der vielen reinen In-Ear-Hörer – natürlich ein bisschen unsexy, dafür gewinnt man allerdings Platz für den Akku. Der glückliche Xelento-Anwender kann auch dann noch der Musik lauschen, wenn die Mitbewerber schon längst wieder ins Lade-Case müssen.

Verfügt man über ein Android-Handy und nutzt die Dienste von Google, eröffnen sich eine ganze Reihe praktischer Zusatzfunktionen: Das beginnt beim so genannten „Google Fast Pair“, wo man lediglich den Ein/Aus-Taster sechs Sekunden drücken muss und dann am Smartphone einfach „Verbinden“ drückt, bis hin zur Ortung der In-Ears über Google Maps. Sowohl für Android, wie auch iOS ist kostenlos die MIY-App erhältlich, mit der sich eine Vielzahl von Funktionen managen lassen. Allen voran die individuelle Klangpersonalisierung, die anhand eine kurzen Hörtests die persönliche Frequenzempfindlichkeit misst und eine entsprechend Entzerrungskurve generiert. Ferner können hier sämtliche zur Verfügung stehenden Telefon- und Mediensteuerungsfunktionen, die über die drei Taster der Fernbedienung abrufbar sind individuell konfiguriert werden. Auch ein Update der Firmware lässt sich von hier aus initiieren, wofür man erstaunlicherweise ca. 22 Minuten einplanen muss.

Der Klang

Schon in der Grundkonfiguration klingen die Beyerdynamic Xelento wireless 2 ganz ausgezeichnet. Das Vorhaben der Entwickler, den Hochtonbereich noch ein bisschen ausgewogener anzulegen und den Bass weiter zu linearisieren war hörbar erfolgreich. Richtig beeindruckend wird es allerdings, wenn man dann noch die persönliche Klangpersonalisierung durchführt, die stufenlos regelbar und in der Charakteristik zwischen „weicher“, „empfohlen“ und „reicher“ umschaltbar ist. Diese Anpassung an das persönliche Hörvermögen katapultiert die ohnehin famosen In-Ears in den Bereich, den ich als „besser geht nicht“ empfinde. Das allerdings funktioniert prinzipbedingt nur mit angelegtem Halsbügel und nicht mit dem einfachen Remote-Kabel.

Klangpersonalisierung hin oder her: Die Zielsetzung der Entwickler, die Xelento wireless 2 mittels auswendiger Filter noch ein bisschen ausgewogenere Höhen und eine erweiterte Basswiedergabe mit auf den Weg zu geben, wurde voll erfüllt. Man hat hier zu jedem Zeitpunkt und bei jedem Musikstil das tolle Gefühl, mit allen Informationen, die das Frequenzspektrum der jeweiligen Aufnahme liefert, vollumfänglich versorgt zu werden. Und das absolut ausgeglichen und souverän. Mehr als in Ordnung – im Vergleich zu vielen Mitbewerben – geht auch die Klangqualität des in den Nackenbügel integrierten Freisprech-Mikrofons. Damit lässt auch ein sensibles Geschäftstelefonat führen, ohne dass es eine Zumutung für die Gegenstelle ist.

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vor 1 Monat von Numinos
  • Bewertung: 4.63
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Auch die zweite Generation der Beyerdynamic Xelento wireless begeistert klanglich und dank MOSAYC-Klangpersonalisierung sogar noch ein bisschen mehr, als mit dem einfachen Remote-Kabel. Zudem versorgt einen der Halsbügel mit genug Akkulaufzeit, um den schönen Klang 14 Stunden lang ununterbrochen genießen zu können. Das Nackenband ist natürlich Geschmackssache und nicht jeder Musikfreund wird in der aktuellen Hochphase von True Wireless-Hörern noch diesen Appendix mit sich herumtragen wollen. Zum Glück liegen den In-Ears beide Kabel bei, so dass man bei Bedarf wechseln kann.

  • ausgezeichneter Klang
  • solide Verarbeitung
  • große Auswahl an Ohrpassstücken
  • individualisiertes Klangprofil
  • eingravierte Seriennummer
  • IPX4 und High-Res-Audio zertifiziert
  • Remote-Kabel inklusive
  • lange Akkulaufzeit
  • Etui etwas zu klein für Nackenbügel
  • kein Standard-Klinken-Adapter im Lieferumfang

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)10 - 50.000 Hz
  • Impedanz16 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)114 dB
  • Gewicht mit Kabel22 g
  • Kabellänge130 cm

Lieferumfang

  • Silikon-Ohrpassstücke in 7 Größen (XS, S, M, L, XL, XXL, XXXL)
  • Schaumstoff-Ohrpassstücke (S, M, L)
  • Cerumen-Schutzgitter
  • Bluetooth-Empfänger mit Fernbedienung und USB-Kabel
  • Anschlusskabel mit Fernbedienung, Klinke 4-pol. 3,5 mm
  • Kabelclips (2 Stck.)
  • Mikrofaser-Reinigungstuch
  • Hardcase

Besonderheiten

  • Optionales Zubehör: Anschlusskabel (symmetrisch), Klinke 5-pol. 4,4 mm (Pentaconn); Anschlusskabel ohne Fernbedienung, Klinke 3-pol. 3,5 mm

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