Der Harman Kardon SOHO heißt vermutlich so, weil man mit ihm um den Hals zu jedem Soho House Zutritt erhält, auch wenn man kein Mitglied dieses elitären Clubs ist. Und klanglich weiß der Edelhörer ebenfalls zu überzeugen.

Außen hui…

Schon die Verpackung will alles besser machen als die unzähligen Plastikverpackungen, die man mit der Kettensäge öffnen muss oder die rein funktionellen Pappschachteln, in denen viele andere Kopfhörer ihren Empfänger erreichen: Eine kleine Lasche aus Seidenimitat erleichtert das Öffnen des Deckels, der mit zwei Magneten schließt. Umweltfreundlich geht anders, aber diese Verpackung wird vermutlich niemand wegwerfen, dazu ist sie viel zu wertig.

Im Inneren stößt man dann aber nicht etwa auf den Kopfhörer, sondern tatsächlich auf ein kleines Hartplastiketui, in dem der SOHO fast so sicher ruht wie in Abrahams Schoß. Da hat sich Harman Kardon wirklich Mühe gegeben, kleine Stoffsäckchen kann schließlich jeder.

Mit diesem Etui zelebriert man das Musikhören ganz automatisch, denn mal eben schnell aufsetzen ist damit nicht angesagt. Wobei der SOHO dank des 3D-Faltmechanismus auch ohne Etui in Taschen und Rucksäcken zurechtkommt, wenn er sich diese nicht gerade mit Bierflaschen oder anderen schweren Gegenständen teilen muss. Diese Gefahr besteht aber nicht wirklich, denn die Zielgruppe des SOHO schleppt wahrscheinlich eher andere Dinge durch die Gegend als Bierflaschen: Lippenstift und Rouge vielleicht oder ein Fläschchen Bart-Vitalizer.

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind zwei Anschlusskabel, mit und ohne Smartphone-Fernbedienung. Diese lassen sich leicht austauschen, man entfernt einfach das ohraufliegende Polster, das – edel wie alles am SOHO – per Minimagnet befestigt ist, und steckt das richtige Ende des Kabel in die darunter befindliche Miniklinken-Buchse. Ein kleines, feines Detail, hier hat sich anscheinend jemand richtig austoben dürfen beim Design des Harman Kardon SOHO.

Frauen gehören jedenfalls auf alle Fälle zu den Personen, denen der SOHO richtig gut stehen dürfte, neben allen Arten von Hipstern, Kreativen und Soho-House-Mitgliedern, jener elitären Gemeinschaft, in die man nur mit zwei Bürgen aufgenommen wird.

…und innen auch!

Klanglich ist der SOHO ein klassischer Kompromiss zwischen Transportabilität und High Fidelity, der Harman Kardon ziemlich gut geglückt ist. Die Bässe kommen sauber und direkt, ohne durch zuviel Wumms den Sound an den Rändern ausfransen zu lassen. Die Mitten sind nicht mehr und nicht weniger als solide, die Höhen erscheinen beim ersten Hören etwas mumpfelig. Wenn man sich dann aber mal dran gewöhnt hat, merkt man, dass sie auch bei längerem Gebrauch des SOHO das Ohr nicht anstrengen. So gesehen genau das Richtige für eine längere Zugfahrt, bei der man unter Umständen auch noch angesprochen wird, was man denn von der Produktionsqualität des neuesten Pharrell-Williams-Albums hält.

Fazit: Harman Kardon SOHO
von Markus Wilmsmann

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Die Verarbeitungsqualität des Harman Kardon SOHO ist ausgezeichnet, das Zubehör schlichtweg atemberaubend und die Klangqualität für einen Unterwegs-Kopfhörer absolut in Ordnung.

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Technische Daten

Bauform
On-Ear
Bauweise
geschlossen
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
20 - 20.000 Hz
Impedanz
33,8 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
98,13 dB
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
388 g
Gewicht mit Kabel
143 g
Gewicht ohne Kabel
131 g
Kabellänge
120 cm

Lieferumfang

  • zwei Anschlusskabel (mit und ohne Fernbedienung)
  • Tasche

Besonderheiten

  • 2. Kabel mit Fernbedienung
  • auch in Schwarz und Weiß erhältlich

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