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Libratone Air+ 2

True Wireless In-Ears mit guter Sprachverständlichkeit und praxisgerechtem Noise Cancelling

Auch in der zweiten Generation bieten die Libratone Air+ eine attraktive Kombination aus Klangqualität, verbesserter Funktionalität und Tragekomfort zu einem guten Preis. Ihr Einsatzgebiet ist durchaus universell und reicht von mobilen Anwendungen, über Sport bis hin zum Büroeinsatz.

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Es ist etwa zwei Jahre her, dass wir dem True-Wireless-Modell Libratone Track Air+ eine durchgängig gute Leistung bestätigten (zum Test). Inzwischen hat der dänische Hersteller die Folgegeneration vorgestellt. Was das Upgrade zu leisten vermag, erfahrt ihr hier:

Geblieben ist die gefällige Optik der Libratone Track Air+, die einwandfreie Verarbeitung und ihre ergonomische Form. Auch das geringe Gewicht der in Schwarz und Weiß verfügbaren Kunststoffkonstruktionen bleibt mit 5,5 Gramm pro Hörer quasi identisch. Für den rauen Alltag und den Einsatz bei sportlichen Tätigkeiten warten die Hörer selbst inzwischen mit einer IP54-Zertifizierung gegen Staub, Schweiß und Spritzwasser auf.

Technisch setzt Libratone auf den aktuellen Qualcomm-Chipsatz QCC5141 mit Bluetooth 5.2. Bei den Codecs beschränkt sich der Hersteller auf SBC, aptX und AAC.

Geboten wird eine lautstärke- und funktionsabhängige Akkulaufzeit von bis zu sechs Stunden, wobei das kompakte und ebenfalls leichte Lade-Case nochmals drei komplette Ladungen bevorratet. Das Resultat sind praxistaugliche 24 Stunden Laufzeit, was für den typischen Alltag und längere Reisen reicht. Die Hörer werden im Lade-Case magnetisch in Position gehalten. Der Ladevorgang erfolgt über eine USB-C-Schnittstelle und wird per LED visualisiert. Induktives Laden ist ebenfalls möglich, etwa über das optionale Libratone Coil (amazon.de Partnerlink*).

Praxis

Zunächst darf ich den guten Tragekomfort der Libratone Air+ 2 hervorheben. Laut Hersteller wurde die Passform auf der Basis von Scans menschlicher Ohren entwickelt. Und tatsächlich sitzen die Ohrhörer mit den richtigen mitgelieferten Silikon-Passstücken dauerhaft bequem und sicher im Ohr. Sie bieten bereits eine angenehme passive Geräuschisolation in beide Richtungen. Apropos Passstücke: Über die kostenlose, übersichtliche Libratone App (iOS, Android), die im übrigen alle Bluetooth-fähigen Libratone-Produkte verwaltet, lässt sich ein Passformtest durchführen, für den ein integrierter Sensor bemüht wird.

Die berührungsempfindlichen Flächen an den Außenseiten der neuen Air+ lassen sich über die App pro Seite konfigurieren. Zur Auswahl stehen dabei die üblichen Funktionen: Musiksteuerung über die neu ergänzte Lautstärkesteuerung, Abwicklung von Telefonaten, Aufrufen des Sprachassistenten bis hin zu Noise-Cancelling- und Transparenzmodi. Das funktioniert sicher und ist recht komfortabel, wenn auch die Mehrfachklicks natürlich Geräusche auf das Trommelfell transportieren. Vermutlich aus Angst vor Fehlbedienungen sind Einzelklicks auf den Touch-Flächen nicht möglich. Das bedeutet aufgrund der verringerten Optionen eine eingeschränkte Bedienbarkeit, die in einem Punktabzug münden (Firmware Version 146). Man hätte dem Anwender durch die Konfigurierbarkeit auch einfach die Wahl lassen können …

Interessant ist die Möglichkeit, die aktuellen Air+ mit bis zu drei Geräten zu verbinden und zwischen diesen umzuschalten – praktisch etwa im Büro. Die Umschaltung lässt sich ebenfalls über die Touch-Flächen realisieren.

Die Hörer lassen sich bei Bedarf auch einzeln nutzen. Ergänzend kann die Musikwiedergabe automatisch angehalten und fortgesetzt werden, wenn man die Hörer ab- und wieder einsetzt.

Die Bluetooth-Verbindung arbeitete im Test stabil, mit schnellem Pairing und einer Reichweite über mehrere Räume – hier hatte ich Probleme mit dem Vorgängermodell. In der App findet sich weiter ein Preset-Equalizer mit einer zuschaltbaren Automatik. Man hat die Wahl zwischen einer neutralen, einer bass- und einer höhenbetonten Einstellung, die allesamt durchaus gut klingen. Hinzu kommt besagte Automatik, die im Mobilbetrieb für ein konstant gutes Ergebnis sorgen soll. Nähere Erklärungen hierzu liefert der Hersteller leider nicht.

Noise Cancelling der Libratone Air+ 2

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Das Noise Cancelling ist sowohl schalt- als auch regelbar. In der Maximaleinstellung greift es erstaunlich effektiv zu (bis zu 30 dB Absenkung, laut Libratone), erwartungsgemäß insbesondere bei tiefen Frequenzen, aber ohne Taucherglockeneffekt. Auch Stimmen verschwinden passabel hinter dem Vorhang, während transientenreiches Tastaturklappern die Barriere durchbricht. Ganz rauschfrei agiert die Schaltung im neuen Air+ allerdings nicht, sie liefert aber zweifelsfrei eine praxistaugliche Nutzbarkeit und einen verbesserten Ruheraum, der nicht nur den Musikgenuss intensiviert, sondern auch oft konzentrierteres Arbeiten ermöglicht. Praktisch ist auch der Komfortmodus, der die Intensität variabel an die Umgebung anpasst. Schließlich gibt es einen praxistauglichen Transparenzmodus, der auf Knopfdruck die Mikrofone nutzt, um Außengeräusche auf die Treiber zu geben und so eine verbesserte Wahrnehmung der Umwelt zu realisieren, etwa für Gespräche.

Klang

Klanglich überzeugen die dynamischen Treiber mit 5,3 mm Durchmesser der neuen Libratone Air+ 2 mit ihrer guten Abstimmung und kräftigem Pegel. Getestet wurde in der Neutralposition des Equalizers mit einem iPhone 8.

Für 200 Euro sollte man keine audiophilen Wunder, aber eine durchaus praxistaugliche Performance erwarten. In diesem Fall: nicht gänzlich neutral, dafür mit Hörspaß. Ich würde den Kopfhörer als druckvoll und ausgewogen bezeichnen, mit leichter Bassbetonung, die im Mobilbetrieb durchaus von Vorteil ist. Der Bassbereich reicht bis in die untersten Register und ist dort auch tonal nachvollziehbar. Die Reproduktion ist gleichermaßen satt und straff.

Auch der Mittenbereich liefert eine angenehme Wärme, glänzt insbesondere durch eine gute Detailauflösung und mustergültiger Sprachverständlichkeit wie etwa bei Nick Caves „Galleon Ship“. Akustische Instrumente klingen ebenso gut wie Rockproduktionen mit verzerrten Gitarren. So drückt das neue Solowerk von Mark Tremonti („Marching in Time“) mit viel Tiefgang in den Gehörgang. Dabei kann man durchaus die Unterschiede zwischen unterschiedlichen Mischungen hören, die mal flacher, mal kompakter oder modern breitbandiger ausfallen. Bei guten elektronischen Produktionen fiel mir zudem das Herausarbeiten einer schönen Mehrschichtigkeit auf. Die Höhen sind nicht unbedingt silbrig, bieten aber die nötige Offenheit, so dass hier zahlreiche Feinheiten und „Schnelligkeit“ transportiert werden. Härten stelle ich nicht fest.

Was die Stereoabbildung betrifft, so liefern die Air+ ein erfreulich breites Panorama mit nachvollziehbaren Verortungen der Klangquellen und zugehörigen Bewegungen (J.M. Jarre: „Equinoxe Infinity“). Auch Raumeffekte lassen sich nachvollziehen, etwa bei Stimmen (Whitney Houston: „Exhale“) oder zur Betonung von Spannungssteigerungen in Mischungen (John Starling: „Cold Hard Business“). Hingegen ist echte Raumtiefe für einen solchen Kopfhörer kaum gut zu meistern, was für quasi alle Mitbewerber dieser Preisklasse gilt. Schließlich zeigt der Air+ auch bei der Dynamik eine gute Leistung, etwa im leisen Bereich bei klassischen Kompositionen. Hier macht sich der zusätzliche Störabstand der Nebengeräuschunterdrückung bemerkbar.

Telefonqualitäten

Die Qualität bei Telefonaten ist dank zweier Mikrofone, die automatisch abhängig vom Nebengeräuschpegel ausgewählt werden, gut. Neben der Ausrichtung der Mikrofone kommt laut Hersteller auch eine spezielle Filterung für eine bessere Sprachverständlichkeit zum Einsatz.

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Ulf Kaiser
vor 4 Wochen von Ulf Kaiser
  • Bewertung: 4.13
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Wie bereits die Vorgänger liefern die Libratone Air+ 2 gemessen am Preis ein überzeugendes Klangerlebnis und sinnvolle Funktionen. Somit wendet sich die 2. Generation der Air+ einmal mehr an mobile Anwender, Sportler und Nutzer, die einen True-Wireless-Kopfhörer für den täglichen Einsatz suchen. Auch im Büro punktet die Neuauflage aus Dänemark dank guter Sprachverständlichkeit und praxisgerechtem Noise Cancelling.

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 - 20.000 Hz
  • Schalldruckpegel (SPL)@1mW, 1kHz: 105 dB
  • Gewicht ohne Kabelje 5,5 g, inkl. Case: 41 g

Lieferumfang

  • Ohrstöpsel in 3 Größen (S, M, L)
  • USB-C-Ladekabel
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • in Schwarz und Weiß erhältlich
  • BT-Codecs: SBC, AAC, aptX
  • BT-Version: 5.2

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