Philips A3Pro

Geschlossener DJ-Kopfhörer entwickelt in Zusammenarbeit mit Armin van Buuren

Dank ausgeklügelter Falttechnik schmächtig im Gepäck, vom Sound und Tragekomfort stark auf der Bühne.

Der in Zusammenarbeit mit Armin van Buuren entwickelte Philips A3Pro begeistert bereits vom ersten Anblick und Handgriff. Seine Optik verspricht, was seine Materialien und die Verarbeitung im doppelten Sinn halten. Besonders stechen seine mattgebürsteten Kapsel-Oberflächen aus Aluminium hervor, die dem ansonsten zurückhaltenden Design in schwarz visuelle Aufmerksamkeit beschert. Der aus Hartplastik gefertigte Bügel wirkt sehr robust und äußert dehnbar. Schließlich sorgt in ihm ein verlaufender hochlegierter Stahlstrang für zusätzliche Stabilität. Von Silikon überzogen, ist er sehr griffig und rutscht nicht so schnell aus der Hand oder vom Kopf. Die in dreizehn Stufen ausziehbaren und einrastenden Verlängerungen sorgen ebenfalls für einen perfekten Sitz.
Die ohrumschließenden Muscheln nehmen am Ohr ihre optimale Position durch ein kombiniertes Gelenk ein, das sich vertikal und horizontal verdrehen lässt. Damit schrumpft der Kopfhörer auch im zusammengefalteten Zustand auf ein beeindruckendes Kleinstmaß, das Platz im DJ-Bag spart. Die Kabelführung löst Philips einseitig, wobei das bis auf nur 1,8 Meter lang dehnbare Spiralkabel wahlweise an beiden Kapseln über eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse angedockt werden kann. Im Verschleißfall lässt es sich entsprechend austauschen, wie auch die Earpads. Zum Lieferumfang gehören ein Klinkenstecker-Adapter und eine Transporttasche.

Tragekomfort

Mit seinen (gemessenen) 385 Gramm inklusive Kabel ist er nicht gerade leicht. Aber seine massive Konstruktion zahlt sich aus, denn er ist wirklich robust. Zumal man sein Gewicht auf dem Kopf nicht merklich spürt. Obwohl der mit Silikon überzogene Kopfhörer-Bügel nur in der Mitte auf sieben Zentimeter Länge gepolstert ist, fühlt er sich auf dem Kopf sehr angenehm an. Schließlich berührt nur dieser Bereich des Strangs den Kopf. Die ohrumschließenden Kapseln liegen dank der sehr weich gepolsterten Earpads mit Kunststofflederüberzug sehr angenehm auf. Der vom Bügel auf die Kapseln ausgeübte, nicht übertriebene Druck verleiht Sicherheit, sodass der Kopfhörer selbst bei heftigeren Bewegungen nicht verrutscht. Zumal die Kapseln das Ohr ohne viel Spielraum umschließen, was zusätzlichen Halt gewehrt. Ergo fühlt sich der Kopfhörer auch sehr angenehm bei längeren Hörsessions an. Obwohl der A3Pro über ein sehr ausgeklügeltes Drehgelenk verfügt, lassen sich mit ihm die Muscheln nicht für einseitiges Cueing vom Ohr wegdrehen. Alternativ klemmt man eine Muschel hinter das Ohr. Der Kopfhörer hält dabei trotzdem seine Position, dies auch sehr angenehm.

Klang

Der Klang des Philips A3Pro wirkt sehr warm, begründet in seiner auffälligen, aber nicht aufdringlichen Tiefbassnote unterhalb der 80 Hertz. Der stark angehobene Frequenzbereich zwischen 80 Hertz und 250 Hertz präsentiert einen Groove, dessen Kicks mit sehr viel Punch und ohne Verzerrungen, selbst unter einem schon fast schmerzhaft lauten Pegel wiedergegeben werden. Begründet in einer maximalen Nennbelastung von 3.000 Milliwatt. Die Mitten halten sich in dem Klangbild dezent zurück. Die Höhen und der Superhochton bescheinigen dem Klangbild Transparenz und Brillanz, ohne überspitzt zu wirken. Die 50 Millimeter großen Neodym-Treiber bilden auch sehr schnell spielende HiHats sehr klar und präzise ab. Die eher durchschnittliche Empfindlichkeit von 108 Dezibel bekommt einen zusätzlichen Boost durch die extrem niedrige Impedanz von 17 Ohm. Damit mausert sich der Philips A3Pro zum „Brüller“ in der DJ-Kanzel. Zumal auch seine Dämpfung das Ohr vor einstreuenden Umgebungsgeräuschen schützt. Aber auch mobile Zuspieler wie Smartphones und Tablets profitieren von seinem niedrigen Widerstand. Für den Studio-Einsatz empfiehlt er sich hingegen nicht, da sein Klangbild zum Produzieren und Abmischen nicht neutral genug ist.
Musikalisch bietet er sämtlichen Stilrichtungen, als auch Hörbüchern eine sehr gute Plattform. Wobei akustische Musik oder Klassik durch den sehr guten Bassteppich und die akkurate Wiedergabe von Transienten hervorzuheben sind. Gekrönt von einer sehr räumlichen Tiefenstaffelung, die im Kopf Bilder erzeugt.

Dirk Duske
vor 4 Jahren von Dirk Duske
  • Bewertung: 4.13
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Mit dem Philips A3Pro ist man bestens für die DJ-Kanzel gerüstet. Dafür sprechen seine robuste Konstruktion, seine geräuschabdichtenden Kapseln und sein kraftvolles Klangbild selbst unter hoher Nennbelastung. Sein weitreichender Frequenzumfang spiegelt sich in einem homogenen, aber auch bassbetonten Klangbild wider.

Technische Daten

  • BauformOver-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)12 - 23.000 Hz
  • Impedanz17,45 Ohm
  • Schalldruckpegel (SPL)101,13 dB
  • Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf840,5 g
  • Gewicht mit Kabel385 g
  • Gewicht ohne Kabel351 g
  • Kabellänge150 cm

Lieferumfang

  • Adapter auf 6,35 mm
  • Tragetasche

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