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Sony WF-1000XM4

True-Wireless-Kopfhörer mit ANC und üppiger Ausstattung

Kurz & knapp

Bereits mit dem Vorgängermodell WF-1000XM3 (zum Test) hatte Sony eines der komfortabelsten True-Wireless-In-Ear-Modelle im Angebot. In der vierten Generation hat das beliebte Gerät eine Generalüberholung erfahren – innerlich wie äußerlich. Der Funktionsriese überzeugt in unserem Test aber nicht nur mit sehr guter Laufzeit, verbessertem Noise Cancelling und neuer Treiber!

Vorteile:
  • Klang
  • Noise Cancelling
  • umfangreiche Funktionen
  • LDAC Codec
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Geblieben ist die matte, edle Textur der Oberfläche. Der WF-1000XM4 ist erneut wahlweise in Schwarz oder Silberweiß verfügbar, wobei es zusätzlich mit rotgold- beziehungsweise goldfarbenen Logos und Designelementen stilvoll aufgewertet wurde.

Die federleichten klar gekennzeichneten Ohrhörer wirken zwar leicht klobig und ragen auch durchaus aus dem Ohr heraus, sie sitzen dort aber dauerhaft sicher und bequem. Im Unterschied zum Vorgänger sind die Gehäuse inzwischen nach Schutzklasse IPX4 gegen Wasser und Schweiß geschützt und damit für den Sporteinsatz geeignet. Auch das obligatorische Lade-Case mit eigener Akkukapazität kommt im neuen Look und fällt dabei eine gute Nummer kompakter aus.

Die Verarbeitung der gesamten Hardware ist bestens und macht einen hochwertigen Eindruck. Gut so, denn Sony zielt hier auf eine anspruchsvollere Kundschaft. Bemerkenswert ist auch die umweltschonende Verpackung, die komplett aus Pappe besteht. Das sieht zwar nicht sonderlich stylish aus, aber es kommt bekanntlich auf die inneren Werte an.

Ausstattung der Sony WF-1000XM4

Die Funktionalität ist üppig, sodass man hier von einem echten Komforthörer sprechen darf. Die Bedienung erfolgt dabei einerseits über Touch-Funktionen und andererseits über eine umfassende App. Technisch arbeitet die dynamische Konstruktion mit neuen 6-mm-Treibern, die von kräftigeren Neodym-Magneten angetrieben und von einer leistungsstarken Elektronik nebst neuen Wandlern unterstützt werden.

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Sony setzt dabei auf eine Bluetooth-5.2-Funkstrecke und offeriert neben SBC- und AAC-Codecs endlich auch das hauseigene HiRes-Format LDAC, das Abtastfrequenzen bis 96 kHz und Bitraten bis 990 kBit/s unterstützt – ein entsprechendes Abspielgerät vorausgesetzt. aptX HD bleibt hingegen wie im Vorgänger außen vor. Das Noise Cancelling erfolgt über einen dedizierten V1-Prozessor. Auch die interne Upsampling-Technik findet sich in verbesserter Form als „DSEE Extreme“ im Gerät wieder.

Beachtlich ist die Laufzeit des Akkus: Sie liegt abhängig von der Lautstärke und dem Einsatz des Noise Cancelling bei acht bis zwölf Stunden beziehungsweise fünf bis sechs Stunden Gesprächszeit. Hier ist Sony seinen Mitbewerbern und dem Vorgänger voraus. Das Lade-Case mit magnetischem Deckel wird per USB-C in 1,5 Stunden vollständig beladen, dabei werden auch induktives Laden sowie eine Schnellladefunktion unterstützt. Es liefert bis zu 16 bis 24 Stunden zusätzliche Kapazität. Mit diesen Werten ist der WF-1000XM4 in der Praxis bestens für den täglichen Einsatz, längere Reisen aber auch für belebte Geschäftstage gewappnet. Anzeigen am Case, in der App und akustische Warnungen beziehungsweise multilinguale Sprachansagen weisen dabei auf einen niedrigen Akkustand hin.

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Sony WF-1000XM4 in der Praxis

Das initiale Pairing geht schnell von der Hand. Inzwischen werden auch Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair unterstützt. Bei späteren Verwendungen wird der letzte Partner zügig gefunden, direkt nach dem Aufklappen des Lade-Cases. Und sinnvollerweise lassen sich die Ohrhörer auch einzeln nutzen. Mit dem Firmware-Update 2.0.0 (Stand Ende Februar 2023) rüstet der Hersteller nun Multipoint nach. Ab sofort können sich die WF-1000XM4 mit maximal zwei Endgeräten gleichzeitig verbinden.

Wer eine Touch-Steuerung schätzt, findet hier eine Vollausstattung, die weit über die gängigen Angebote der Konkurrenz hinausreicht und in der Praxis bestens funktioniert. Zunächst einmal gibt es Einfach-, Doppel- und Dreifachklicks, mit denen sich die Musikwiedergabe, Titelsprünge, Sprachassistenten, das Noise Cancelling aber auch Telefonate und das Pairing steuern lassen. Das geht überzeugend von der Hand, wenngleich gelegentliche Fehlbedienungen durchaus vorkommen. Störende Nebengeräusche in den Ohren durch „Klicks“ halten sich hingegen in Grenzen, da die Sensoren leichtgängig ansprechen.

Die lang bewährte und regelmäßig aktualisierte kostenlose App „Headphones Connect“ für iOS und Android erlaubt neben Firmware-Updates (Stand 1.1.5) eine umfassende Konfiguration der Funktionalität einschließlich einer Steuerung von Pegel und Musikwiedergabe. Die genannten Touch-Funktionen lassen sich dort in Gruppen konfigurieren. So kann man auch die vermeintlich fehlende Lautstärkesteuerung realisieren, leider aber nicht über die naheliegende Logik, links für leiser, rechts für lauter.

Hier kann möglicherweise auch ein Sprachassistent zum Einsatz kommen. Diese abschaltbare Funktion unterstützt neben der Variante im Smartphone auch Google Assistant und Alexa.

Eine Besonderheit moderner Sony-Kopfhörer sind die Automatikfunktionen. Da macht der WF-1000XM4 keine Ausnahme. So kann die Ambient-Sound-Funktion, bei der zwecks besserer Kommunikation Umgebungsgeräusche über die verbauten Mikrofone auf die Kopfhörer eingeblendet werden, nicht nur per Berührung ein- und ausgeschaltet werden, sondern auch durch Sprache selbst (Speak to Chat). Die Automatik reagiert nicht unmittelbar aber schnell genug. Dazu gibt es regelbare Empfindlichkeiten in der App sowie eine mögliche automatische Rückfallzeit zum Noise Cancelling inklusive einem automatischen Starten und Fortsetzen der Musikwiedergabe. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, den Touch-Bereich am linken Hörer einfach zu halten und dabei Außengeräusche temporär passieren zu lassen. Praktisch ist auch das automatische Anhalten der Wiedergabe, wenn man den Hörer aus dem Ohr nimmt (und umgekehrt).

Ferner lassen sich die Noise-Cancelling-Betriebsarten (siehe unten) durch Bewegungsmuster ermitteln und selbstständig umschalten. Gleiches gilt für bestimmte Standorte. So lässt sich das Noise Cancelling beim Weg durch die nächste Dauerbaustelle automatisch aktivieren.

Neu sind die Passstücke aus Polyurethan, die sich wie eine Mischung als Silikon und Memory-Schaumstoff anfühlen. Die Passform und damit die Außenisolation ist wirklich gut, allerdings ist man bei der Auswahl auf drei Größen beschränkt, während der Vorgänger gleichen sieben Varianten offerierte. In der Praxis sitzt der WF-1000XM4 gut, sicher und bequem im Ohr – auch bei längeren Hörsitzungen. Für perfekte Ergebnisse hätte ich mir aber tatsächlich weitere Zwischengrößen gewünscht. Die App ist übrigens in der Lage, den Sitz der Passstücke zu verifizieren, indem sie die Luftdurchlässigkeit prüft.

Im Test ermöglichte die Funkstrecke einen praxistauglichen, störungsfreien Betrieb mit einem Apple iPhone 8 und einem Sony Xperia 10, mit einer Reichweite über mehrere Räume. Mit letztgenanntem Smartphone kommt man dann auch in den Genuss der erweiterten Bandbreite von LDAC, die sich mit entsprechend hochwertigem Quellmaterial in kompatiblen Playern durchaus bemerkbar macht.

Noise Cancelling

Das eigentliche Noise Cancelling im WF-1000XM4 ist vergleichsweise geradlinig und kann lediglich ein- und ausgeschaltet beziehungsweise in einem alternativen Modus betrieben werden, der Windgeräusche durchaus wirksam unterdrückt. Der Clou ist das mögliche aktionsbasierte Umschalten der Betriebsarten. Ist „Adaptive Sound Control“ aktiviert, wechselt der Kopfhörer über besagte Bewegungsmuster oder gespeicherte Orte in eine der Betriebsarten „Ruheposition“, „Gehen“, „Laufen“ oder „Personenverkehr“. Für jeden Modus lassen sich dabei die gewünschten Einstellungen setzen: Noise Cancelling mit oder ohne Reduzierung von Windgeräuschen, Ambient Sound oder keine der beiden Funktionen.

Das Noise Cancelling selbst ist effektiv. Es wirkt bevorzugt im tieffrequenten Bereich und bei kontinuierlichen Störfrequenzen. Gleichwohl: In einem ICE wurde das Fahrgeräusch nicht vollständig unterdrückt. Eine Optimierungsfunktion wie im WH-1000XM4 (zum Test), die die Umgebung und den Luftdruck einbezieht, ist nicht vorgesehen.

Der so geschaffene Ruheraum ist dennoch klar wahrnehmbar, aber eben nicht zu intensiv im Sinne eines Taucherglockeffekts. Unterwegs beim Musikgenuss sowie in Ruhepositionen ist der verbesserte Störabstand dennoch famos. Gleiches gilt, wenn man bei der Büroarbeit fokussiert arbeiten möchte. Und damit man von den Kollegen nicht als Einsiedlerkrebs wahrgenommen wird, gibt es die besagten zahlreichen Möglichkeiten der Kommunikation. Ein minimales Rauschen bei aktiviertem Noise Cancelling ist wahrnehmbar, aber in der Praxis kein Problem. Noch schöner wäre es, wenn man das Noise Cancelling pro Modus auch in seiner Intensität regeln könnte. Für den Ambient-Sound-Modus ist genau das möglich, um eine gute Balance zwischen Abschirmung und eingespeisten Außensignalen zu finden, einschließlich einer zuschaltbaren Fokussierung auf Sprache.

Klang

Der Sound der dynamischen Treiber ist rundum überzeugend. Die Neodym-Magneten bieten laut Hersteller 20 Prozent mehr Leistung, was für erhöhte Präzision sorgen soll. Hinzu kommen die gute Außenisolierung der Passstücke und das effektive Noise Cancelling, mit dem sich auch in belebten Umfeldern ein echter Ruheraum zum Hörvergnügen schaffen lässt. Hörspaß ist dabei garantiert, braucht aber zumindest bei mir einen gewissen Pegel.

Die Kopfhörer mögen keine expliziten audiophilen Spezialisten sein. Sie liefern jedoch im großen Konsumentenmarkt unter den Komfortgeräten eine erstklassige Leistung ab. Es klingt ausgewogen, druckvoll, detailreich und offen.

Der Bass wirkt für meine Begriffe zunächst ein bisschen schlank. Das ist jedoch in der Tat ehrlicher als bei den meisten Mitbewerbern im Konsumentenbereich. Faktisch reicht der Bass auch hier tief hinab und weist dabei eine stets vorbildlich präzise Kontur auf. Auch Tonalitäten und dynamische Abstufungen sind klar erkennbar – genau so sollte es sein. Wer sich dennoch mehr Schub wünscht, kann über die Funktion „Clear Bass“ dezent bis kräftig nachhelfen, ohne dass die Treiber dabei aus dem Tritt kommen. Das gilt auch für die fünf weiteren Einsatzfrequenzen des Equalizers in der App, die durchaus musikalisch agieren.

In den Mitten legt der WF-1000XM4 ein detailliert und sauber abgegrenztes Bett für die wesentlichen Elemente der Mischung: Stimmen, zentrale Instrumente und komplexe Mischungen werden glaubhaft reproduziert, wobei der Sony-Kopfhörer eine sinnvolle Brücke zwischen Wärme und guter Analytik schlägt. Ob elektronisch oder mit fetten Gitarren, hier entsteht Druck (Garbage „Godhead“, Alice in Chains „Check My Brain“). Gleichzeitig wird aber auch der Eigencharakter der Mischung herausgearbeitet, etwa der metallische Grundcharakter von Meshuggahs Djent-Klassiker „Bleed“. Auch Soloinstrumente und Stimmen werden glaubhaft und bei Bedarf mit der nötigen Intimität reproduziert. Von Pop über Metal bis hin zur orchestralen Werken – der WF-1000XM4 gibt stets eine gute Figur ab.

In den Höhen liefert der WF-1000XM4 eine beachtliche Detailauflösung, die seiner schnellen Transientenansprache zu verdanken ist. Ungewollte Härten sind nicht zu vernehmen, wohl aber die Grenzen zu Überbetonung. Den letzten Glanz offener audiophiler Konstruktionen erreicht das Testgerät erwartungsgemäß nicht – hier muss man sowohl die Preisklasse, die Konstruktion als auch das Anwendungsgebiet im Auge behalten.

Neben einem breiten und präzise animierten Stereopanorama (Yello „Arthur Spark“) liefert der Kopfhörer auch einen guten Raumeindruck, etwa in der umhüllenden Variante auf Whitney Houstons „Exhale“.

Ganz besonders kommen solche Aspekte natürlich bei den Produktionen in 360 Reality Audio zur Geltung. Dabei wir das Panorama in einem virtuellen Raum dreidimensional im Kopf verteilt, sodass es eine echte Vorne-Hinten-Ortung nebst Höhendarstellung gibt (Dave Brubeck „Take Five“). Entsprechend kodierte Mischungen, verfügbar bei Tidal und Deezer, lassen sich zwar über jeden Kopfhörer abhören, sollen aber mit einer entsprechenden Aufbereitung im Kopfhörer laut Sony nochmals besser gelingen. Zunächst werden dazu die eigenen Ohren fotografiert, was sich zu einer amüsanten Übung gestaltete. Das Hören mit dem entsprechenden Profil erfordert eine Umgewöhnung. Zwar profitiert man von der erweiterten Räumlichkeit, aber es klingt zumindest für mich auf den ersten Eindruck weniger druckvoll und indirekter. Das volle Konzerterlebnis stellt sich zumindest bei mir hier nicht ein.

Abschließend kann ich mit dem WF-1000XM4 meine bisherige Skepsis zur hausinternen Klangverbesserung DSEE ablegen. Die aktuelle Variante, DSEE Extreme, kann man schlicht in der automatischen Einstellung belassen, denn sie klingt im Vergleich tatsächlich frischer im Sinne verbesserter Transparenz und prägnanterer Räumlichkeit.

Zu guter Letzt gibt es auch ein Lob für die gute Sprachqualität, die über gerichtete Mikrofone und Knochenübertragung sowie eine Unterdrückung von Störgeräuschen (inklusive Wind) gegenüber dem Vorgänger verbessert wurde.

Fazit

Mit dem WF-1000XM4 gelingt Sony ein würdiger Nachfolger für das Spitzenmodell der True-Wireless-Klasse – ein echter Funktionsriese! Im Direktvergleich zum WF-1000XM3 von 2019, der aktuell günstig abverkauft wird, hat das neue Modell in nahezu jedem Bereich die Nase vorn. Es punktet mit der klassenbesten Laufzeit, verfügt über ein verbessertes Noise Cancelling und bessere Sprachqualität, bietet Schutz vor Spritzwasser und ist dank LDAC-Unterstützung HiRes-fähig. Und schließlich spielt auch der neuere Treiber dank erhöhter Magnetkapazität seine Stärken bei der Klangwiedergabe aus.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist daher bestens und die Gesamtnote für den multifunktionalen Allround-Einsatz sehr gut. Einige wenige Wünschen bleiben noch offen, aber ansonsten ist man hier schon ziemlich nah dran am vollständigen Bedarfsprofil anspruchsvoller Nutzer für diese Gerätekategorie. Preislich liegen Sonys Komforthörer exakt auf Augenhöhe mit den Apple AirPods Pro, die jedoch in der Laufzeit unterlegen sind und keinen HiRes-Codec bieten.

vor 3 Jahren von Ulf Kaiser
  • Bewertung: 4.5
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Audio-Übertragungsbereich (Hörer)20 - 40.000 Hz
  • Gewicht ohne Kabelca. 41 g

Lieferumfang

  • 3 Paar Ohrpassstücke in S, M, L
  • USB-C-Ladekabel
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • in Schwarz und Silber erhältlich
  • BT-Codecs: SBC, AAC, LDAC
  • BT-Version: 5.2
  • BT-Profile: A2DP, AVRCP, HFP, HSP

8 Antworten auf “Sony WF-1000XM4”

  1. Wenn man weiß, wie man das Potential entlocken kann, sind das die aktuell besten TWS IEMs am Markt.

    Verbindung: Top
    Verarbeitung: Top
    Funktionen: Top
    Sound: Überdurchschnittlich, auch wenn für die Werkssignatur SBC und AAC völlig ausreichen

    Die Touchbedienung könnte etwas besser funktionieren und mehr Möglichkeiten bieten. Jedoch geht es mir bei Kopfhörern um das wesentliche: SOUND
    Das ist auch einer der Gründe wieso ich mich Jahrelang vor Bluetoothkopfhörern gescheut hab. Erst recht wenn es um TWS IEMs geht. Die Sony WF-1000XM4 sind die ersten (Zumindest was den Bekanntheitsgrad betrifft) TWS, die mit LDAC subjektiv auf CD Niveau den 3,5mm Klinkeanschluss wirklich vollständig ersetzen können.

    Allerdings stehen sich diese Kopfhörer dann mit ihrer Soundsignatur leider selbst im Weg.
    Mir scheint, als wäre hier eine Abteilung für den digitalen Part und eine andere, für den
    akustischen Part zuständig gewesen. Die Leute in der „digitalen“ Abteilung wollten das maxmimum aus der Technik quetschen, während die akustische Abteilung das ignoriert hat und die Kopfhörer mit einer ziemlich dumpfen, mainstreamigen Soundsignatur ausgestattet hat. Somit macht LDAC nicht mehr all zu viel Sinn, wenn man sie direkt aus der Packung verwenden will.

    Hörprobe mit CD (flac Rips), SACD (dsf Rips) und Plattenaufnahmen im flac Format:

    Out of the Box ein wenig, Pink Floyd und Genesis (Sind meine Lieblingsbands für Hörproben). Man hat sofort das Gefühl, es wäre ein kleines Kissen zwischen Gehörgang und Kopfhörer. Alles klingt relativ schmal und hat auch keine wirkliche Staffelung in der Bühne. Die Separierung von Instrumenten und Soundeffekten bei Pink Floyd ist möglich, aber anstrengend. Ein kleiner Check bei Bluetooth in den Entwickleroptionen von Android: LDAC 96KHz Sampling Rate, 32 Bit FP und Priorität auf Klangqualllität. Und ich dachte mir: „Hier stimmt doch was nicht“ (Ich gebe mich auch mit 16 Bit 44.1 KHz/CD mehr als zufrieden solang es Verlustfrei ist). Also mal eben bei Crin auf In-Ear Fidelity in der Messdatenbank herum gestöbert und siehe da: Dumpf mit kleinem Spike kurz vor dem Bereich, den die meisten Menschen ab einem bestimmten Alter eh kaum noch wahrnehmen. Ich weiß dass Bass spass macht. Aber wieso muss mir die Menge aufgezwungen werden. Dafür gibt es doch Companion Apps zu den Kopfhörern. Dort kann der Kunde doch selbst regeln, wenn es ihm zu wenig ooohmpf ist. Also die Headphones Connect App runter geladen und EQ Presets ausprobiert. Bright/Hell hat mir bisher am besten gefallen. Damit klingen sie schon ziemlich neutral und gut auflösend. Der WOW Effekt blieb dennoch aus. Somit habe ich mit REQ Wizard auf basis der Messdaten von In-Ear Fidelity ein eigenes Preset für parametrische Equalizer (Android: Poweramp EQ) erstellt. Equalizer in der connect App deaktiviert und probe gehört. WOOOOW!!! Plötzlich dreht man sich auch mal erschrocken um wenn beim Album The Wall, eine Tür hinter einem zu geworfen wird. Man fühlt sich auf einmal, als wäre man mitten im geschehen.

    Fazit:
    Der Traum vom grandiosen TWS IEM bleibt wohl, solang ich selbst keine Messstation für IEMs hab, aus. Aktuell traue ich mich aus diesem Grund auch nicht ein Firmware Update durchzuführen. Da nach 1.3.3 wohl an der Soundsignatur leicht geschraubt wurde und meine Korrektur somit nicht mehr passt. Aber versteht mich nicht falsch. Das sind trotzdem verdammt gute Kopfhörer und einige werden im Bright/Hell Preset schon „relativ“ gut Spass haben mit LDAC. Dies ist nur die Perspektive von einem Enthusiasten aus dem professionellen Musikbereich. Also meckern auf Höchstniveau. Der Preis ist für das Potenzial fair. Für das was Out of the Box kommt ein wenig teuer.

    Der Link bei Website führt zu einem Bild mit meinem Preset

  2. tomtom sagt:

    Die gewöhnlichen standard large eartips haben mir viel besser / am besten gepasst. Leider nicht im Lieferumfang enthalten.

  3. Jakob sagt:

    Ich bin weder besonders audiophil, noch habe ich langjährige Erfahrung in dem Bereich. Ich gehöre wohl zur Gruppe der normalen Durchschnittsnutzer und aus diesen Augen schreibe ich auch:

    Nachdem bei meinen QC35 das zweite Ear Cup Replacement anstand und ich eigentlich nach 4 oder 5 Jahren neue Kopfhörer wollte, habe ich mich auf vielen Seiten, aber vor allem hier, umgeschaut. Over Ears sind toll, im Alltag aber nicht immer praktisch und daher habe ich in-ears probieren wollen.

    zufälligerweise sind Ende Juni, es war wohl wieder mal ein Amazon Sale, auch die WF 1000 XM4 auf den Markt gekommen, und mein lokaler Mediamarkt hatte noch welche auf Lager – im Gegensatz zum restlichen Internet.

    Innerhalb kürzester Zeit hatte ich sie in der Hand, sie haben sich gut angefühlt, die App war ok und die Nutzung konnte beginnen.

    Nach kurzem bemerkte ich, dass die Medium Stöpsel nicht gut passten. Der Sitz wirkte nicht stabil und noise cancelling war nur gering.
    Der Austausch auf die großen Tips war ein echtes Wunder, man konnte neben mir reden und ich habe nichts gehört. Wirklich ein Wahnsinn!

    Dieser Erfolg hielt aber nicht lange, erstens haben die großen Tips weh getan nach einer Weile, aber noch schneller gingen sie kaputt.
    Ich habe mittlerweile 3 paar ear tips in ca 6 Wochen Nutzung (Reparatur dazwischen usw) kaputt gemacht und für mich ist das der große Kritikpunkt. Sie halten nichts aus, sind für mich nicht passend groß und damit geht jegliche ANC Erfahrung und jeder Tragecomfort verloren.

    Ich kann die Kopfhörer daher nicht empfehlen, und Mediamarkt leider auch nicht. Katastrophaler Service..

    Sound usw waren mehr als ausreichend für die tägliche Nutzung, die Mikrofone waren hingegen recht schlecht. Die Batterielaufzeit ist super, das case auch, da kann man nix sagen.
    Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn man die physischen Knöpfe an den QC35 gewöhnt ist, aber man kommt schnell damit zu Recht und dann gehts gut.

  4. Gianluca Di Maggio sagt:

    Wurden die Dynamikprobleme des Vorgängers endlich behoben? Der war in „aufwendigeren“ Musikrichtungen wie Rock nämlich nicht besser als Kopfhörer für ein paar Euro, weshalb ich den nach knapp einem Monat weiterverkauft habe. War schon sehr enttäuschend, immerhin war es nur eine Prämie also zumindest kein Verlust für mich, bei dem Preis so eine Leistung zu bekommen war aber dennoch nicht schön. Ist das hier besser? Testhören geht ja nicht.

  5. Maik sagt:

    Nach 14-tägiges intensives nutzen musste ich feststellen das:
    Negative Eindrücke:
    1. Beim Herausnehmen fangen die Probleme schon an. Die Kopfhörer lassen sich sehr schlecht greifen.
    2. Die Kopfhörer sitzen nicht gut in den Ohren, trotz der 3 tauschbaren Ohrgummis
    3. Die Rauschunterdrückung (wenn es die gibt) ist unterirdisch, leider
    4. Die App für das Handy ist recht unübersichtlich 🙁

    Positive Eindrücke:
    1. Die automatische Verbindung mit dem Handy funktioniert sehr gut
    2. Das induktive Laden funktioniert gut
    3. Das Telefonieren funktionier gut

    Bitte Richtig testen!!!

    • Redaktion sagt:

      Hallo Maik,

      danke für Deine Anmerkungen. Die Bewertung vieler Aspekte hat naturgemäß einen subjektiven Faktor. Ich selbst kann als Autor keinem der ersten drei Punkte beipflichten. Ich hatte weder Probleme beim Greifen der Kopfhörer und auch die Passstücke saßen hier gut und sicher.
      Das Noise Cancelling habe ich in etlichen Tagen und in unterschiedlichen Situation gut bewertet. Dazu sollte erwähnt werden, dass bei Dir möglicherweise die schlechte Passform einen Einfluss auf das Noise Cancelling nimmt.
      Die App bietet jede Menge Funktionen, die man aber meines Erachtens nicht ständig bemühen muss. Insofern habe ich aus diesen Punkt eher positiv als kritisch bewertet.

  6. Jan sagt:

    Hi,
    Thank you for your in dept review. As far as I know, the Sony WH-1000XM4 does not have an ipx-rating. Where did you get your information regarding the ipx-rating?

    Regards,
    Jan

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