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Google Pixel Buds A-Series

True Wireless In-Ears mit Google-Features

Fast die gleichen Features, fast der gleiche Look – mit den neuen Pixel Buds A-Series stellt Google den vor knapp einem Jahr erschienenen Pixel Buds (zum Test) eine günstigere Alternative zur Seite. Dabei halbiert der Suchmaschinengigant mal kurzerhand den Preis, so dass die neuen Pixel-Buddies keine 100 Euro mehr kosten. Welche Feature-Unterschiede es gibt, und ob sich die neue A-Serie lohnt, finden wir für euch heraus.

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Erhältlich sind die neuen Pixel Buds A-Series in Deutschland noch nicht. Und während in den USA mit dem 17. Juni bereits ein konkreter Verkaufstermin steht, besteht bei uns bisher nur die Möglichkeit, sich auf einer Warteliste eintragen zu lassen, um bei einer konkreten Terminierung des Verkaufsstarts benachrichtigt zu werden. Da der Hersteller aber bereits eine recht ausführliche deutsche Produktseite in Netz gestellt hat, dürfte es auch im deutschsprachigen Raum nicht mehr allzu lange dauern, bis wir uns die kleinen pixeligen Freunde in die Öhrchen stecken können. Die neuen A-Series ergänzen übrigens das bisherige Portfolio Googles, d.h. die „großen“ Pixel Buds bleiben uns erstmal erhalten.

Unterschiede zu den großen Pixel Buds

Die in Cleary White und Dark Olive erhältlichen Kopfhörer unterscheiden sich in der Formsprache nicht von den teureren Geschwisterchen. Allerdings sieht man auf Anhieb, dass Google bei den A-Series gespart hat: Die Treiberöffnungen sind nun nicht mehr aus Metall, sondern aus Kunststoff. Zudem reduziert der Hersteller die Anzahl der Infrarotsensoren, die für die Trageerkennung verantwortlich sind von zwei auf einen pro Ohrhörer. Und so viel sei schon verraten: Diese Einsparung war sinnvoll, denn hier reagieren die Kopfhörer genauso präzise, wie die großen Pixel Buds. Was ebenfalls fehlt, ist die kabellose Lademöglichkeit des Cases, hier kann nur via USB-C-Kabel nachgetankt werden. Zudem gibt es nur noch eine Status-LED zur Kontrolle des Akkustandes, und: die Ladekontakte wurden von drei auf zwei reduziert, was in der Praxis nicht sonderlich relevant ist.

Leider wurde der A-Serie auch die Wischgeste der Ohrhörer zur Lautstärkeänderung genommen, so dass hier entweder der Griff zum Smartphone oder – bei Androiden – die Nutzung der eigenen Stimme obligatorisch wird.

Software-seitig muss man ebenfalls auf einige Features verzichten: Bei Anrufen fehlen die Windgeräuschunterdrückung und die sogenannten „Geräuschhinweise“, die ein kurzzeitiges Absenken der Lautstärke bewirken, wenn zum Beispiel ein Baby weint, ein Hund bellt und/oder eine Sirene ertönt.

Was bleibt, muss sich allerdings nicht vor den großen Pixel Buds verstecken, denn sowohl Akku-Leistung, Echtzeitübersetzung, Transkriptionsmodus als auch die automatische Klanganpassung sind identisch beziehungsweise mit an Bord.

An dieser Stelle verweisen wir gerne auf den Test der Pixel Buds, in dem ausführlich alle wichtigen Funktionen beschrieben sind.

Lieferumfang

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Im kleinen Pappkarton schlummern die Pixel Buds A-Series zusammen mit drei paar Ohrpassstücken aus Silikon in den Größen S, M und L. Dazu gibt’s natürlich das Lade-Case samt einem Meter langen USB-A-auf-C-Ladekabel in Weiß, sowie die üblichen Schriftstücke.

Tragekomfort

Auch in Sachen Tragekomfort hat sich nichts verändert, und so sind auch die A-Series Buds klein, leicht und bequem. Die festverbauten Silikonflügel sorgen auch hier für festen Sitz, auch wenn für sehr große Ohren diese schmalen Fortsätze zu kurz sein könnten, was den Einsatz der IPX4-zertifizierten Kopfhörer für sportliche Aktivitäten dann einschränken würde. Dank der schmalen Bauform finden die Pixel Buds A-Series noch genug Platz unter Mützen, so dass Druckbeschwerden nicht auftreten sollten.

Bedienung

Die Bedienung der Buds hinterlässt einen guten Eindruck, sämtliche Tippgesten arbeiten zuverlässig und werden schnell umgesetzt. Einmaliges Tippen – links als auch rechts – startet oder pausiert die Wiedergabe oder nimmt Anrufe an. Ein Doppeltipp bewirkt auch bei diesem Modell einen Titelsprung nach vorne sowie das Beenden bzw. Ablehnen von Anrufen, ein dreimaliges Tippen springt zum vorherigen Titel zurück. Natürlich darf hier der Google Assistant auch nicht fehlen, den man aufruft, indem man eine der beiden Buddies gedrückt hält.

Bluetooth & Pairing

Mit Bluetooth 5.0 und SBC- sowie AAC-Codecs verpasst Google der A-Serie die gleiche kabellose Konnektivität wie bei dem größeren Modell, und so bleibt unsere Kritik auch hier bestehen, denn zusätzlich hätten wir uns einen hochauflösenden aptX-Codec gewünscht, da bei einigen Android-Smartphones AAC fehlt und so nur SBC genutzt werden kann. Außerdem priorisiert Android die AAC-Codierung je nach Verbindungsqualität und Energieeinstellungen unterschiedlich. Das kann selbst bei AAC dann zu einer schlechteren Streaming-Qualität führen.

Die Kopplung der Buds mit einem Pixel-Telefon (ab Android 6.0) soll auch hier wieder genauso schnell und bequem stattfinden, wie wir es von den Apple AirPods in Verbindung mit iOS Devices kennen: Lade-Case öffnen und innerhalb weniger Sekunden ist alles erledigt.

Während das bei unserem alten Pixel-Buds-Test so nicht funktionierte, klappt dies mit der Pixel Buds A-Serie beim initialen Pairing nun problemlos. Dagegen klappte ein erneutes Verbinden nach einer Zwangstrennung nicht, was nur durch Googeln gelöst werden konnte: Einer der Ohrstöpsel schien nicht korrekt in das Lade-Case eingesetzt worden zu sein.

Steht die erste Verbindung, erscheint auf einem Pixel Phone ein Einrichtungs-Screen, der uns eine kurze Anleitung zu deren Verwendung gibt. Zudem lässt sich als einer der letzten Schritte der Google Assistant konfigurieren, der dann – falls gewünscht – durch ein langes Drücken auf den Ohrstöpseln aufgerufen werden kann. Andere Androiden müssen sich für die oben genannten Einrichtungsschritte die kostenlose App „Pixel Buds“ herunterladen – iOS-Freunde schauen hier in die Röhre.

In Sachen Reichweitenstärke gibt es auch hier kaum Unterschiede festzustellen: In der Wohnung bricht die Übertragung beim Betreten des dritten Raumes ein, im Freifeld kamen wir auf ca. 27 Meter.

App-Anbindung

Android-User sollten zwingend oben genannte App installieren, um die Pixel Buds A-Series ordentlich konfigurieren zu können, Google-Pixel-User brauchen dagegen nur die Systemeinstellungen zu öffnen, denn dort ist die App „Pixel Buds“ quasi integriert. Benachrichtigungen und Einstellungen des Google Assistant lassen sich hier nicht nur verwalten, auch die Suche nach den In-Ears oder die automatische Pausenfunktion lässt sich entsprechend einstellen. Die Freigabeerkennung, wie sie bei den großen Brüdern zu finden ist und es erlaubt, die Lautstärke der beiden Ohrstöpsel separat zu regeln, um beispielsweise Hördefizite auszugleichen oder um einen Kopfhörer mit Freunden zu teilen, fehlt bei der A-Serie allerdings. Auch kann man sich hier die Touch-Belegung nochmals visuell anzeigen lassen, aber leider nicht konfigurieren. Zu begrüßen ist, dass sich die Bedienoberflächen gegen versehentliches Berühren auch sperren lassen.

Ein weiteres Feature ist der sogenannte „Transkriptionsmodus“, der die Installation der Google Übersetzungs-App zwingend voraussetzt. Dabei erkennt das Telefon Sprache und übersetzt sie nicht nur in Echtzeit, um es direkt in die Kopfhörer zu leiten, sondern stellt die Übersetzung auch noch schriftlich dar. Es klingt zwar etwas hölzern, funktioniert aber bei deutlicher Aussprache recht zuverlässig. Dieser Modus unterstützt derzeit die Übersetzung vom Englischen ins Französische, Deutsche, Italienische oder Spanische.

Leider fehlt allen iOS-Nutzern eine dezidierte Konfigurations-App, so dass einem nichts anderes übrigbleibt, als sich die Pixel Buds A-Series über ein Android-Telefon entsprechend vorzubereiten.

Laufzeiten

Wie oben bereits angedeutet hat Google an der Laufzeit nichts verändert. Von bis zu fünf Stunden reiner Musikwiedergabe und zweieinhalb Stunden reiner Sprechzeit ist die Rede. Das schafften auch die neuen nicht ganz, bei einer gehobenen Lautstärke von ca. 75 % kamen wir bei einer reinen Musikwiedergabe auf vier Stunden und 40 Minuten. Das Case stellt insgesamt 24 Stunden Wiedergabe und 12 Stunden Sprechzeit zur Verfügung. Der Schnelllademodus verspricht nach 15-minütigem Laden drei Stunden Playback oder aber 1,5 Stunden Sprechzeit. In unserem Praxistest wiesen der linke nach 15 Minuten 26 % und der rechte 30 % Restlaufzeit auf. Auf drei Stunden kamen wir aber nicht.

Klang

Klanglich waren und sind Googles Kopfhörer eher unauffällig, sprich, hier verzichtet der Hersteller glücklicherweise auf übertriebene Bassbooster, gleichwohl so eine Funktion per Schieberegler im Smartphone aktiviert werden kann. Ohne Bass Boost tönt es auch aus der Pixel Buds A-Serie recht nüchtern aus den eigens entwickelten 12-mm-Treibern. Und so reihen sich auch die Mitten und Höhen nahtlos ein. Ein direkter Klangvergleich mit den größeren Pixel Buds zeigt, dass es hier kaum Unterschiede gibt. Subbass fehlt auch hier, die Bassverstärkung dickt zwar den Frequenzkeller an, schafft es aber nicht, für den nötigen Schub zu sorgen, den sich Tiefbassliebhaber wünschen. Dennoch gefällt uns die Boost-Funktion auch hier, denn Google ist dieser EQ-Eingriff gut gelungen.

Die Mitten stellen nicht nur sprachliche Inhalte klar und deutlich heraus, auch Lead-Instrumente bekommen den nötigen Raum, um sich durchsetzen zu können.

Bei höhenlastigen Audioinhalten (z.B. Madonna „Jump“) geht es mir auch bei diesem Modell wieder etwas zu präsent im Mitten- und Hochtonbereich zu. Da kann es bei einigen Sprechern schon mal zischeln.

Was der Hersteller hier wieder sehr gut umgesetzt hat, ist die Staffelung der einzelnen Instrumente auf der imaginären Bühne in unserem Kopf. Diese wirkt für ein In-Ear-Modell schön breit, so dass sich Ereignisse im Stereofeld klar verfolgen lassen (Amon Tobin „Goto 10“). Die Tiefenstaffelung, also wie weit in den Raum hineingehört werden kann, ist bei diesem Modell leider auch nicht sonderlich ausgeprägt.

Die automatische Klanganpassung finden wir auch bei diesem Modell wieder und sorgt dafür, dass die Lautstärke in Abhängigkeit der Umgebung angehoben oder abgesenkt wird. Das klappt in der Praxis sehr gut, wenn die Lautstärke manuell geändert wird, wird diese Funktion vorübergehend deaktiviert und erneut eingeschaltet, wenn man in einer Umgebung ist, in der eine deutlich andere Geräuschkulisse herrscht.

Abschließend bewerten wir die Sprachqualität als gut bis sehr gut. Die zwei verbauten Beamforming-Mikrofone sorgten bei unseren Testanrufen durchweg für eine klare Sprachverständlichkeit und das, obwohl die Kopfhörer in Sachen Hintergrundgeräuschfilterung ordentlich zupacken. Anfällig für Windgeräusche sind sie aber leider dennoch.

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Pete Schloßnagel
vor 5 Monaten von Pete Schloßnagel
  • Bewertung: 3.63
  • Sound
  • Handling
  • Preis/Leistung
  • Funktion

Die neuen Google Pixel Buds A-Series liefern für die Hälfte des Preises verglichen mit den Pixel Buds glücklicherweise nicht nur zur Hälfte ab! Hier beweist Google, wie sinnvoll Sparmaßnahmen sein können, auch wenn wir Dinge wie die Lautstärkeregelung via Wischgesten sowie die Windgeräuschunterdrückung vermissen. Ob nun drei oder zwei Ladekontakte verbaut sind, fällt (zunächst) nicht ins Gewicht – genauso wenig wie die fehlende Funktion „Geräuschhinweise“.

Wer also mit diesen Einschränkungen gut leben kann, weil er sie nicht braucht, kann künftig die Pixel Buds links liegenlassen und stattdessen mit der neuen A-Series 100 Euro sparen.

Technische Daten

  • BauformIn-Ear
  • Bauweisegeschlossen
  • Wandlerprinzipdynamisch
  • Gewicht ohne Kabelje 5,06 g, Case 42,8 g
  • Kabellänge100 cm

Lieferumfang

  • 3 Paar Ohrpassstücke (S, M, L)
  • USB-C-Ladekabel
  • Lade-Case

Besonderheiten

  • in Weiß und Grün erhältlich
  • BT-Codecs: SBC, AAC
  • BT-Version: 5.0
  • Google-Konto für den vollen Zugriff auf die Funktionen erforderlich

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