Aus dem hohen Norwegen macht sich Kygo auf, den Markt für Bluetooth-Kopfhörer zu erobern. Die Bandbreite reicht von In-Ear-Hörern, über flauschige Over-Ears bis zu kompakten On-Ear-Hörern wie den A6/500, der in einer stylischen Verpackung mit Prägedruck daherkommt. Der Clou: Ergänzend zum Kopfhörer gibt es eine App für erweiterte Soundeinstellungen.

Die Hörer sind aus mattem Kunststoff, so dass Fingerabdrücke keine Spuren hinterlassen. Die Muscheln aus weichem Lederimitat fühlen sich gut an. Der On-Ear-Hörer liegt angenehm und ohne zu drücken auf den Ohren. Gleichzeitig schirmt er genug ab, um ein direktes Klangerlebnis zu ermöglichen. Die Hörmuscheln des Kygo lassen sich einklappen und ermöglichen so einen komfortablen Transport. Im Lieferumfang ist ein Transportsäckchen, das die Kopfhörer vor Staub und Schmutz schützt. Ein USB- und ein Audiokabel runden das Angebot ab. Die Bedienung erfolgt über drei Taster am rechten Hörer. Hier regelt man die Lautstärke, pausiert die Musik oder skippt Titel und nimmt Gespräche an.

Klang

Im Hörtest präsentiert sich die Bühne kompakt. Für Rap oder elektronische Musik genau richtig. Denn hier spielt der Kygo seine Qualitäten aus: Direkt. Wuchtig. Schnörkellos. Jazz- oder Klassikhörer werden hier eher nicht fündig. Dafür ist der Sound etwas zu gedrängt. Der Hörer schickt sich eher an, eine Konkurrenz für basslastigere Kopfhörer der Beats-Kategorie zu sein, als auf dem heimischen Sofa den Tag mit einem Glas Rotwein und eine guter Jazz- oder Pop-Platte ausklingen zu lassen. Hier sind die Betonungen im Bass, den unteren Mitten und in den oberen Frequenzen etwas zu prägnant.

App für iOS und Android

Als besonderes Highlight bietet Kygo für den A6/500 eine App für Android und iOS. Diese ermöglicht zum einen Firmwareupdates des Kopfhörers, was im Bereich Bluetooth zu begrüßen ist, zum anderen bietet sie die Option, einen Bass Boost hinzu zuschalten sowie zwischen vier Equalizer-Presets zu überblenden. Die Anpassungen über die mobile App funktionieren auch, wenn der Kopfhörer beispielsweise mit dem Computer gekoppelt ist. Die Klang-Presets sind mit Städtebezeichnungen versehen, die jeweils für einen bestimmten Sound stehen. Bergen etwa für spärlich instrumentierte, luftige Stücke oder New York für Rap. Dies macht unerfahrenen Nutzern die Anwendung sicherlich einfacher. Der EQ packt stark zu und betont die für bestimmte Musikstile entscheidenden Frequenzen. Dies lässt Stücke aus anderen Genres teilweise nasal oder dumpf klingen. Bei zugeschaltetem Bass Boost kann der Klang bei Bass-Musik im unteren Frequenzbereich sehr überladen werden – hier ist Vorsicht angesagt.

Fazit: Kygo A6/500
von Nils Neuneier-Quak

Bewertung
Bewertung:
Sound
Handling
Preis/Leistung
Funktion

Der Kygo A6/500 ist ein solider Bluetooth-Kopfhörer, der sich an ein jüngeres Publikum mit Hunger nach mehr Bass richtet und eventuell eine Alternative zu Beats darstellt. Insofern empfiehlt sich der Kygo gerade für Bassenthusiasten, für den Pendelweg in der U-Bahn oder um die Umwelt mal für einen Moment ausblenden zu können – für das Büro sind die Hörer je nach Umgebung bedingt geeignet, da sie doch ein wenig Sound nach außen durchlassen.

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Technische Daten

Bauform
On-Ear
Bauweise
geschlossen
Wandlerprinzip
dynamisch
Audio-Übertragungsbereich (Hörer)
20 - 22.000 Hz
Impedanz
36 Ohm
Schalldruckpegel (SPL)
98,65 dB
Druck gemittelt aus großem und kleinem Kopf
487,5 g
Gewicht mit Kabel
147 g
Gewicht ohne Kabel
136 g
Kabellänge
120 cm

Lieferumfang

  • Miniklinkenkabel
  • USB-Ladekabel
  • Tragebeutel

Besonderheiten

  • in Schwarz, Grün, Rot, Weiß und Grau erhältlich
  • BT-Codecs: aptX, AAC
  • NFC
  • App-Anbindung (iOS, Android)

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